Review written by
Hazard

Movie-Review
Axte X - Jenseits der Wahrheit

Review | written by Hazard | 30.11.2008

Lange wars her das uns Agent Mulder und Scully mit ihrem letzten, recht kühlen Abenteuer ver- und entwirrt haben. Etwa genauso seltsam aber wahr hat der Film durch seine damalige "Blockbuster-Machart" sogar Nicht-Fans hinters Licht geführt und verzaubert. Der neue "Film" wirkt allerdings nur wie eine gute, aufgebohrte Akte X-Folge mit recht solider Spannung, etwas gähnenden und fragwürdigen Stellen, herber Thematik und einem recht banalen Ende. Anstatt dieses "Over-the-Series"-Feeling mit kinoreifen Kameraeinstellungen, umfassender Hintergrundgeschichte und charismatischem Screenplay zu erreichen hat man wohl versucht das Treiben mit zwei Stars wie Xzibit und Amanda "Keine halben Sachen" *rarrr* Peet aufzutunen. Scully wirkt etwas weniger engstirnig, ja und der Herr Mulder ist auch wieder back. *Doh* Was nun trotzdem fehlt ist seine "Original-"Synchronstimme, was es einem als Fan schwer macht den guten Fox und seine oft recht knackigen Sprüche ernstzunehmen. Was ein Glück das im Bereich Akkustik dann wenigstens die frische Musikuntermahlung von Mark Snow geblieben ist, wenn auch fern der Vielseitigkeit im Vorgänger.

Leider wirkt das neue Abenteuer der beiden Alienschnüffler blass und im Vergleich (jaja, jetzt wisst ihrs) mit dem Vorgänger (mir egal wie unverschämt das klingen mag) unkommerzieller. Versteht mich nicht falsch, ich bin selbst eher Mainstream-Banause, aber es fehlt dieser Pathos im Zusammenhang mit der FBI-Behörde und gewissen Szenen des Films die einfach packender hätten werden können. Dieses aufgedrehte, verschwörungsgeile "Gehabe" zwischen den Personen, die sich einerseits wie Scully immer an die Regeln halten wollen, aber andererseits wie Mulder immer ihren Dickkopf durchsetzen wollen - oft mit fatalen Folgen - misst man leider. Auch wenn sich die beiden hin und wieder in die Zange kriegen, bleibt es eher ein Trauerspiel anstatt originell zu wirken. Viel zu oft verbleibt der Film in einer Art Wachkoma zwischen Zweifel und Treue das nun auf dem etwas (untertrieben) näher gekommen Duo lastet.

Genug des Negativen, denn ich finde ich es auch sehr mutig das Chris Carter (dessen Blütezeit ja längst abgelaufen ist!) den Film diesmal wirklich nur für seine Fans gemacht hat, zumindest spürt es sich so. Vielleicht ist die Wahrheit tatsächlich irgendwo da draussen... aber im Grunde wollen wir ja nur unterhalten werden, deshalb beim nächsten mal mehr Lügen und weitreichende Verschwörungen und kein lokal eingegrenztes Gebiet wie in einer Folge! ;)

Für Fans von Akte X - Der Film und etwas Sieben

6 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
Ein Quantum Trost

Review | written by Hazard | 30.11.2008

Ein "Ein Quantum Trost" wirkt wie ein Daniel Craig-Remix aller bisherigen, neuzeitlichen Bond-Filme mit Pierce Brosnan... oft nur ohne Charme, Handlung und ein richtiges Timing. Zwar ist da von allem etwas, doch nichts (von Story bis Bösewicht) geht tiefer unter die Haut. Recht langweilig, wenns einem rausrutschen sollte. Wo sich gerade die Männer unter uns bei Le Chifre noch die Glocken vor Angst festgehalten haben, kommt beim Krötenblick von Passiv-Bösewicht Mr. Greene eher etwas unfreiwillig komisches auf. Wenn der "dritte" Bond wieder so leer wirkt wie diese Actionfanfare ohne den einzigartigen, vielleicht sogar unübertreffbaren "Casino Royale"-Biss, dann könnte die köstliche Craig-Ära schon wieder vorüber sein. Bitte, bitte nicht!

Zudem möchte wirklich niemand sehen wie sich "M" fast eine gefühlte halbe Stunde lang ihre Gesicht eincremt, pudert oder was auch immer... während sie telefonisch aktiv ist. Manche Szenen wirken einfach aufgesetzt bis besonders klanglos. Gerade der furiose, unpersönliche Anfang bestätigt später den Verdacht das hier der Schwerpunkt fast nur auf Action gestellt wurde. Versteht sich von selbst das unserm Daniel da fast schon das unbezahlbare Grinsen (ihrer Majestät) vergeht. Wie von unserem Schreiberling Knaxi beschrieben merkt man Bond an dass er hier nur noch durch eine Szene nach der anderen rutscht, fliegt, schiesst und vögelt. Seine Agressivität gemixt mit dem frechen Charme der in "Casino Royale" so lobreich Hand in Hang ging, geht hier flöten, da ihm hier einfach gar keine Taktik mehr angeboten wird.

Damit ist das Schlimmste was eintreffen konnte nämlich schon passiert: Daniel Craig wirkt fast schon austauschbar und unterfordert! Und das darf einem Regiesseur bei einem so gewichtigem Nachfolger nicht passieren. Denn bombastische Action hin oder her: "Casino Royale" wäre sogar ohne sie ausgekommen. Hier ist sie das einzigste was den Film zusammenhält und vielleicht auch zum Glück ein bisschen beschleunigt. Traurig aber wahr, es ein reiner Actionthriller fast ohne jeglichen wiedersehwert geworden.

Für Fans von Das Bourne-Ultimatum und Casino Royale

5 / 10


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Knaxi

Movie-Review
Ein Quantum Trost

Review | written by Knaxi | 12.11.2008

"Mein Name ist Bond - James Bond"... Diesen Satz wird man sicherlich in "Ein Quantum Trost" vermissen. Eine der vielen Änderungen, die an der erfolgreichsten Filmreihe überhaupt, vorgenommen wurde. Daniel Craig als James Bond wirkt in seiner Rolle noch sicherer, wie in Casino Royale - allerdings muss sein dargestellter James Bond noch stümperhafter vorgehen, als im Vorgänger.

Hier ist James Bond eine unaufhaltsame Killermaschine, die den Tot seiner geliebten Vesper Lynd aus "Casino Royale" rächen will und dabei sein Hirn ausschaltet. Dieser Streifen geht genau da weiter, wo "Casino Royale" aufgehört hat. Regisseur Marc Forster, der für seine Filme "Finding Neverland" und "Stay" jede Menge Preise einheimsen konnte, durfte bei "Ein Quantum Trost" seine Kreativität wohl nicht freien Lauf lassen. Aber gerade das, hätte dem Film sicher gut getan. Einzig die Szene im Österreichischen Bregenz während der "Tosca" Aufführung trägt die künstlerische Ader von Marc Forster und ist genial umgesetzt. Mehr in diesem Stil wäre sicherlich nicht falsch gewesen. Mehr wie Action-Szenen im Minutentakt gibts hier nicht. Die paar Szenen, in denen Bond sich mal nicht durch die Gegend ballert, sind für den Film nicht wirklich bereichernd. Mit "Mathieu Amalric" als Bösewicht, der einfach nur langweilig ist, eine blasse "Gemma Arterton", die in einer öligen Szene an "Goldfinger" erinnern darf und die "Hitman"-Schönheit "Olga Kurylenko" sind hier völlig deplatziert oder kommen einfach zu kurz zur Geltung. Mehr Tiefe bei den einzelnen Figuren hätte dem Film sicherlich gut getan und allem voran, eine vernünftige Story. James Bond rächt sich und rettet ein kleines Kaff in "Bolivien" vorm Verdursten - WOW! Was anderes ist den Authoren beim Schreiben wohl nicht eingefallen.

Dieser James Bond Film ist jedenfalls weit weg vom "Besten Bond aller Zeiten". Klar muss sein, dass wir hier einen James Bond in seinen Anfangsjahren haben. Dennoch wünscht man sich wenigstens ein paar wenige Anzeichen dafür, dass er mal der Bond wird, der die Serie erfolgreich gemacht hat. Immerhin gibts ganz zum Schluss des Films die Hoffnung, dass der nächste James Bond einiges besser machen wird...

Für Fans von Das Bourne-Ultimatum und Casino Royale

6 / 10

 

 


Review written by
Hazard

Movie-Review
Prom Night

Review | written by Hazard | 27.11.2008

Das "Slashergenre" spart ja nicht gerade an Blut und Schockmomenten, gerade weil man ja gegenüber der Konkurrenz immer einen durchgeschnippelten Hals vorraus sein muss. Immer deftigere und ausgefallenere Meuchelszenen sind ein Muss. Wie man es allerdings ganz anderst machen kann zeigt dieses durch und durch verkorkste Remake eines mehr oder weniger Genreklassikers, welches in allen Kategorien abbaut wo es nur steht und geht. "Schlecht" ist ja auch nur ein Wort, denn man kann diesen Schund ja nicht einmal in die Kategorie Film einordnen. Eher eine Art "Beverly Hills 90210" trifft Michael Meyers mit Kappe in so schlecht und langweilig inszeniert das einem selbst dieser blasse Killer leid tut. Hier wird nicht nur jedes Klischee ausgeschlachtet, sondern auch noch stolz demonstriert als wäre er die größte Spannungsbombe aller Zeiten. Vielleicht war der Regiesseur auch 30 Jahre ohne Film und Fernsehen eingesperrt... na dann schon wieder ein Verbrechen begangen! Hier ist nahezu jeder Würg- und Schnitzelstreifen besser. Dann lieber Sean Bean als The Hitcher, der bietet wenigstens Highlights die einem in Erinnerung bleiben.

Vielleicht für Kenner von Halloween, Scream und The Hitcher

0 / 10

 

 

Kill-Chimera - Die ultimative Progressiv-Metal-Band mit neuer Webseite
The Daily News | written by Hazard | 22.11.2008

Kill-Chimera - An Uneven Legacy | www.kill-chimera.de

Es gibt Bands, an denen hängt man und lasst sie nicht hängen (es sei denn es ist für eine gute Promokampagne... und dann alle vier gleich hoch an den Galgen :D - Werbung is Werbung!). Und das nicht nur weil sie real / lokal sind, nicht nur weil man sie persönlich kennt, sondern weil man weiss das sie ganz groß werden wenn man ein klein bisschen mithilft sie zu "giessen" (ich rede von Bier bzw. Wein für Onkel Shape per Post, Klicks auf alles was mit "Kill Chimera" beschriftet ist und einfach das gute alte: Weitersagen!). Deshalb wünsch ich mir von jedem Huckworlder da draussen, das er sich man auf die besagte und hier proudly präsentierte Kill-Chimera-Webseite verirrt und sich den vier freundlichen Irren (100 % positiv) bezaubern lässt.

Bald gibts da auch Konzerttermine, Song-Samples, das Promo-Video, Videogeschnetzeltes... und am aller wichtigsten: Das neue Album "An Uneven Legacy" auf eure fettigen, kleinen Ohren! Dieses ist nämlich just in Produktion. Ach jemine... wer sich übrigens frägt wer die Seite so ekelhaft und blutig gemacht hat - da muss ich mich leider schuldig sprechen für ;) Wir wünschen dem Onkel Shape und der Band jedenfalls einen raketenmässigen Aufstieg und berichten euch ab nun immer wieder über News zur Band. Hierbei lohnt sich natürlich immer wieder der Besuch unseres Chats da unten, denn da ist der Masterchief himself "Th3sh4p3" alias Shape nämlich selbst life mit dabei und gerne zum Beschwafeln eurer Fragen bereit.

Greetz Hazard und "Prog On!" (c) by Shape!

 

 

Black Dynamite - Wenn Shaft und Foxy Brown kläglich versagen...
The Daily News | written by Hazard | 22.11.2008

 

 

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Uncle Pecker

Book-Review
Kuckucksei

Review | written by Uncle Pecker | 20.11.2008

Autor: Clifford Stoll

Computer-Hacker sind eigentlich kompetente Software-Experten, die sich durch besonders kreative Problemlösungen hervortun. Die strunzdumme Masse der mediengesteuerten Konsumgesellschaft (zu der auch die Menschen gehören, die auf dieser Seite schreiben) versteht unter dem Wort allerdings durchgeknallte Freaks, die nie Sex hatten und im dunklen Kämmerlein ihre, dank Hartz IV, reichliche Zeit darauf verwenden über externe Netze in andere Computer und Netzwerke einzubrechen um in der Privatsphäre anderer zu herumzuschnüffeln oder um nur weils sie es können möglichst viel kaputt zu machen. In Clifford Stolls Tatsachenbericht/Roman „Kuckucksei“ geht es um einen realen Hacker der negativen Sorte. Das besondere daran? Es ist der Präzedenzfall des Computereinbruchs, der sogenannte KGB-Hack.

Als der studierte Astronom und Späthippie Clifford Stoll, aufgrund mangelnden Bedarfs an seiner Zunft im Lawrence Berkeley National Laboratory von Los Angels, zum Computerfachmann umgelernt wird und an das Abrechnungsprogramm für die Rechenzeit im Netz des Instituts gesetzt wird, fällt ihm eine Diskrepanz zwischen genutzter und berechneter Rechenzeit im Wert von 75 Cent auf. Da er noch nicht lange in der Branche ist und ihm daher keine möglichen Fehler im System einfallen, vermutet er zunächst etwas, wovon er schon gehört hat: einen Hacker. Nachdem er eine Fangschaltung, in Form von etlichen Druckern, direkt hinter den Modems für die eingehenden Telefonleitungen (na und? 1986 hatte man halt noch kein DSL, Ihr verwöhnten Fettärsche!) installiert, ergibt sich jedoch tatsächlich, dass er recht hat. Als er sich entschließt den Hacker zurückzuverfolgen hat er noch keine Ahnung, wie weit dessen Absichten reichen und wie schwer es sein kann die Bürokratie staatlicher Behörden zum Laufen zu kriegen.

Den bloßen Unterhaltungswert betrachtet ist das Buch meiner Meinung nach 100 Seiten zu lang (bei 452 insgesamt). Dadurch, dass es sich um einen realen Fall handelt und Stoll während der Verfolgung des Hackers sehr genau Tagebuch geführt hat, gibt es des öfteren Stellen, die Dan Brown oder Michael Crichton weggelassen hätten (vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu lesefaul). Allerdings leistet der Autor hervorragende Arbeit dabei, mit trockenstem Amihumor und starkem Hervorheben seiner verspulten Hippieart, diese Längen zu kaschieren. Auch legt er viel wert darauf den technischen Anteil seiner Arbeit soweit wie möglich zu beschreiben, was für jeden mit Schulabschluss auch ohne geringste Programmierkenntnisse kinderleicht ist. Die damaligen Tricks der Hacker werden offengelegt und so ihre Denkweise und die ihrer Gegner erklärt. Eine weitere besondere Stellung nehmen Stolls Beweggründe, dem Hacker beharrlich und allen Hindernissen trotzend nachzugehen. Als linksgerichtetem, pazifistischem, grünen Langhaar-Pulloverträger sind ihm Wirtschafts- und Militärspionage und sogar die Verletzung der Privatsphäre eher zweitrangig. Der eigentliche Grund ist, dass internationale Netze dazu da sein sollten auf Vertrauensbasis Informationen und frei erhältliche Software sorglos verschicken und einholen zu können ohne dabei Angst haben zu müssen, dass der nächste heruntergeladene Byte einem sofort die Festplatte plus Systemdateien leerfegen kann. Dieses Vertrauen wird in Stolls Augen von (Volksmunds-) Hackern zu nichte gemacht.

Obwohl es nicht um Leben und Tod geht hat man mit „Kuckucksei“ einen mordsspannenden und ebenso humorvollen Hacker-Krimi, der gleichzeitig einen lehrreichen Einblick ins Thema Computersicherheit gewährt, vorliegen. Diese Pionierarbeit in Sachen Hackerabwehr ist jedem, der mit Computern arbeiten muss wärmstens zu empfehlen. Nerds to the front!

 

 


Review written by
Hazard

Movie-Review
Der unglaubliche Hulk

Review | written by Hazard | 20.11.2008

Mensch... oder Tier, bei diesem grünen Muskelpudding schlägt ja fast garnichts an. Ja nicht mal das frisch gebraute Gegenmittel das sich Bruce Banner - der mal kurzfristig in Brasilien untergetauchen musste - in seine zornigen Venen spritzt. Für alle die sich jetzt schon von der "genialen" Story-Einleitung gelangweilt oder beleidigt fühlen und auf die Action warten sei gesagt: Alles was beim neuen Hulk spektakulär oder relativ interessant und aussergewöhnlich erscheinen möge gabs schon im "Original" von Ang Lee zu sehen. Und den digitalen Rest kennen wir aus vielen, besseren Comic-Spektakeln wie "Iron Man" oder "Die Liga der aussergewohnlichen Gentleman"... eben!

Machen wir uns nichts vor, Ang Lee hat aus dem Vorwerk ein echtes, wenn auch gewöhnungsbedürftiges (ich liebe diese Überblenden!) Meisterwerk geschaffen. Was nun in der Fortzetzung folgt bzw. wohl folgen musste ist einfach nur wunderbar vorhersehbar, fehlbesetzt und artet in wirklich nichts anderes als in eine digital aufgedrehte Wutorgie aus. Dies wäre alles nicht so schlimm, wenn dabei nicht der erste Teil regelrecht ausgeschlachtet, wieder zusammengewürfelt (rein für Otto-Normalkinobesucher die mit den ehemals unüblichen Stilmitteln nichts anfangen konnten) und regelrecht begraben wird = Das ungewollte, recht innovative Original wird einfach verschmäht und begraben. Optimierung? Keineswegs... hier gibt es nämlich ausser einem (versteht sich) bösen "Übersoldaten-Hulk" (der etwa das "unberbrauchte" Aussehen von jenem übermutierten Hyde-Muskelgebilde aus "Die Liga der aussergewöhlichen Gentleman" oder einem beliebigen, hautlosen Boss-Monsterklops aus der "Resident Evil"-Reihe) und George Lucas-reifer "Digimonsteraction" nur mehr "Brawns" statt "Brains". Auch wenn man es in Verbindung mit Edward Norton nicht wahrhaben möchte und einem durch den Anfang des Films tatsächlich sowas wie eine ultra-originelle Handlung im "Bourne"-Szenario vorgekaukelt wird.

Vielleicht liegt es auch daran das wir genau diese "Hetzjagden" aus anderen Filmen ("Die Bourne Verschwörung") besser kennen und Comic-Verfilmungen wie "Spiderman 3" (die schliesslich auch Dreck am Kostüm haben) dagegen wie moderne Meisterwerke wirken. Ja, es wirkt zu solide und lieblos inszeniert, wenn mans ganz oberflächlich nimmt. Gegen blasse Fortsetzungen die den Vorgänger verspotten gibts wohl echt nichts wirksames! William Hurt gibt übrigens einen grottigen General Ross ab (dabei fand ich den kalten Kerl immer ziemlich kernig). Aber auch Liv Tyler (mit größeren "Eulen" dank Schwangerschaft, aber wenig Ausstrahlung) und Edward Norton (der von seinem "Fight Club"-Charakterzügen nicht mehr runtersteigen möchte) wirken irgendwie deplatziert.

Für Fans von Hulk, Iron Man, Fantastic Four und Die Bourne Verschwörung

3 / 10

 

 


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Uncle Pecker

Movie-Review
Der Rote Baron

Review | written by Uncle Pecker | 15.11.2008

Ja, das müssen Zeiten gewesen sein als tapfere Luftfahrtpioniere in klapprigen Fockern Nieuwports, Albatrossen und Camels sich, fair wie Sportsmänner, am Himmel duellierten und der Verlierer in Ermangelung eines Fallschirms die Wahl hatte in seinem brennenden Flugapparat auf den Aufschlag zu warten oder in den Tod zu springen, während am Boden sich Millionen von armen Schweinen in jahrelangen Grabenkämpfen gegenseitig abschlachten durften. Wie der Titel sagt geht es hier um den vermutlich bekanntesten Jagdpiloten des 1. Weltkriegs oder vielleicht sogar überhaupt.

Als Manfred von Richthofen seine Laufbahn als Kampfflieger beginnt ist der Luftkampf für ihn nicht viel mehr als ein ehrenhafter Wettkampf für harte Männer und er gehört dabei zu den Besten. Doch als immer mehr seiner Kameraden nicht mehr von ihren Einsätzen zurückkehren wird ihm der bittere Ernst und die Sinnlosigkeit des idiotischen Schlachtens nach und nach bewusst. Was für ein Glück, dass man sich da bei schnieken Krankenschwestern erholen kann.

Es hätte wohl der richtige Stoff sein können, um zu zeigen, dass auch deutsche Filme manchmal gut sein können. Aber nein... man muss natürlich auf ein Neues versuchen Hollywood nachzumachen, komplett mit Liebesgeschichte und zumindest teilweise Star-Wars-artigen CGI Luftkämpfen, die die damaligen, zebrechlichen Holzkonstrukte nicht mitgemacht hätten. Wo ist die akribische, nüchterne Genauigkeit beim Blick auf die Materie und die große Schauspielkunst, die „Sophie Scholl“ oder „Das Leben der anderen“ ausgezeichnet haben? Wieso wird Richthofen, der mit Mitte 20 dreinblickte wie eine geballte Faust, von der deutschen Version von DiCaprio gespielt? Was ist der Sinn davon, jemanden als etwas darzustellen, was er nicht war? Anstatt die Abartigkeit des industrialisierten Krieges anhand Richthofens eigentlicher, von Gefühlskälte geprägter, Biographie zu zeigen, wird er fürs heutige Kinderzimmer zum politisch korrekten Friedensaktivisten im Sinne einer ehemaligen amerikanischen First Lady („Krieg ist nicht nett“). Einige Pluspunkte findet man im Film dennoch: Neben einem für seine Verhältnisse guten Til Schweiger als vernünftigen Werner Voß findet man auch einen soliden Joseph Fiennes als Roy Brown. Verglichen mit dem unsäglichen US-Film „Flyboys“, der zur selben Zeit spielt ist „Der Rote Baron“ die reinste Wohltat und es sollte auch fairerweise gesagt sein, dass nicht alle Flugszenen hemmungslos übertrieben sind, was aber wiederum auch zeigt, was leicht aus dem Stoff hätte herausgeholt werden können.

Unterm Strich bleibt dieser Richthofen jedoch ein belangloser Ausflug des deutschen Kinos in Richtung „Pearl Harbour“, der weder ein reiner Actionfilm ist noch eine überzeugende Aussage über die Unmenschlichkeit des Krieges machen kann.

Für Fans von Flyboys und Star Wars Episode I-III

4 / 10

 

 


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Hazard

Movie-Review
[REC]

Review | written by Hazard | 13.11.2008

Neulich konnte man ihn endlich wieder riechen... den Stuhl im Hause Huck. Grund dafür war eben jener spanische Gruselshocker namens [REC] der einem den realisitschen "Wackeloptik-Erzählstil" von The Blair Witch Project und den schieren Grusel von Referenz-Knüllern wie The Grudge auf die blanken Nerven legt. Wer die gnadenlose Reportage in seinem, eigenen tiefschwarzen Zimmer mit Vollmondaussicht in voller Lautstärke überlebt hat, wird spätestens wenn sich die Überlebenden in die vermeindlich sichere Dachwohnung retten mit einer "hammerharten" Persönlichkeit konfrontiert... und in Ohnmacht fallen. [REC] ist ein echtes Highlight im Gruselgenre, das wieder mal zeigt das die Spanier dem lahmen Hollywood-Horror deftig auf die Füße treten. Nicht alleine geniessen ;)

Für Fans von The Blair Witch Project, The Grudge und 28 Days Later

10 / 10

 

 


Review written by
Hazard

Movie-Review
Catacombs

Review | written by Hazard | 08.11.2008

Ihr dachtet die letzten, fiesen Ausgüsse der Saw-Reihe wären schlecht?! Falsch gedacht, denn dieses ultralangweilige, grauenhaft inszenierte "Kellerkind" von einem Dunkelkammershocker bietet ausser (Sängerin/Schlampe) Pink mit eingekloppten Schädel nicht einen wirklich erwähnenswerten Moment und nervt mit maximal einem (ratet mal) filmischen Brechmittel: Die schnellen, nervenden Schnittfolgen und pseudo-agressiven Überblenden... eben, wie bei Saw. Und ich dachte der Franzosen-Party aus dem Hammerstreifen Killing Zoe wäre schon unangenehm. Hier nervt einfach nur alles und das als Film einfach ein Verbrechen.

Für Fans von Saw 2-3, Touristas und versucht sich an The Descent

1 / 10

 

 


Review written by
Hazard

Movie-Review
You Kill Me

Review | written by Hazard | 08.11.2008

Ihr weigert euch zu glauben das Ben Kingsley ausreicht um einen Film stilvoll zu machen? Tja, euer Pech... denn er als Killer mit Alkoholproblem(en) ist auf diesem eher stillen Wasser von einer Gangsterkomödie die extrafettige und zugleich ranzige Sahne. Allein schon wegen der schrägen "Dialogschusswechsels" zwischen den Hauptfiguren (hier sei die "immerpessimistische" Téa Leonie als Extrazuckerstückchen zu erwähnen) ein kleines Meisterstück. Hey, Ben Kingsley!

Für Fans von Sexy Beast, Grosse Point Blank und Mord und Margaritas

8 / 10