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Review written by
Hazard

Series-Review: The Shield - Season 5
Review | written by Hazard | 28.01.2009

Nerven aus Stahl... die hätten wir sicher gerne gehabt, aber das was in Season 5 auf den Fan wartet nagt gewaltig an an der Seele. Hierzu natürlich keine Spoilerchen, wie bei mir "plotlosen" Sau bekannt. Ich sage nur: Fans werden sie unheimlich gerne hassen (im positiven Sinne, wenn man das so sagen darf!?). Denn bislang war groben und ganzen alles verkraftbar (wenn auch arg nervenzehrend) was unseren guten, neutralen und bösen Cops aus Farmington so im Alltag geschehen ist. Der moralische Kompass wechselt hier natürlich immer wieder die Pole, aber plumpe Schwarz-Weiss-Malerei gibt es hier natürlich nicht. Das kennt man ja von Vic Mackey selbst: Wenn es um seine zwei Familien geht - die eine im "Stall" (sein Team) oder seine leibliche misamt geschiedener Ehefrau - da wird er zum Tier! Doch wenn Grenzen überschritten werden, dann fast immer um die zu beschützen die er liebt oder seine Ziele zu erreichen, wie fragwürdig sie auch sein möchten - natürlich hält ihn das nicht davon ab Polizisten umzubringen oder allgemein diejenigen fertigzumachen, erpressen oder gegeneinander auszupielen die ihm hierbei im Weg stehen.

Man kann gar behaupten das diesmal, auch Dank Forest Whitaker (allerdings nicht wegen, sondern Dank! Denn "The Shield" hat schliesslich eine eigene Klasse Darsteller auf den Markt gebracht) richtige Hassgefühle in einem aufbrodeln! Denn dieser Whitaker ist ein Brocken für sich, und ich verrat euch, der geht einem hier garnicht so leicht runter. Einerseits charmant zu ertragen, andererseits so abgrundtief hinterlistig und ultragerecht (als interner Ermittler) das man ihm schon nach den ersten Auftritt an die Gurgel will. Man fühlt sich hier als Fan mal wieder gefährlich nah hingezogen, zu jeder Einzelheit und Situation. Whitakers Serienreferenz nun jedenfalls unbestritten "The Shield", im Filmgeschäft natürlich "Ghost Dog".

Der Versuch die 5. Season mit den vorherigen Seasons zu vergleichen ist wiedermal sinnlos, da alle Seasons miteinander vernüpft ein großes und verzwicktes Ganzes ergeben, das mit der letzten Folge dieser Season einen großen Tiefpunkt erreicht. Natürlich nicht qualitativ, sondern emotional. Dieser Schock ist dabei so traurig und unerwünscht das man sich dringend ein anderen Ausgang wünschen würde, wenn man einen kleien Wunsch innerhalb dieser Staffel frei hätte. Aber genau das wäre falsch, denn diese Freiheit innerhalb einer großartigen Storyline muss erhalten bleiben. Das ist ja genau was "The Shield" ausmacht. Hier gibt keine Kompromisse, keine Verschönerung und schon garnicht eine vorhersehbare Struktur, was auch diese Staffel bis zum bitteren Ende schrecklich spannend macht. Wie das Leben selbst steckt so viel in dieser Serie das böse Überraschungen und glücklichen Neigungen (die einerseits unserem lieben Dutch eine neue Latino-Traummaus in Uniform beschehren kann, Claudette endlich auf den Captain-Posten befördern kann oder einem großartigen Menschen das Leben kosten kann) nah nebeneinander und greifbar, das das Schicksal umso hemmungsloser zuschlägt. Hier wird jeder gebrochen, bestraft, ungerecht behandelt, von Freunden getötet, verraten, bevorzugt und oft einfach nur an sich selbst gedacht das das Maß schon nach den ersten Folgen überläuft.

Es gibt Serien und es gibt eigene, kleine Welten die so nie zuvor geschrieben wurden - bei denen es nur um die Darsteller und deren Handlungen geht, und alles andere herum verblasst. "The Shield" zeigt mit dieser Season zum fünften Mal, das sie keine Serie ist, sondern eine Ausnahmeerscheinung die oftmals den unpassenden Namen "Härteste Copserie aller Zeiten" trägt. Das ist sie aber nicht, und genau deshalb nicht weil sie nicht schockieren will, sondern dort reinsticht wo es weh tut. Schliesslich ist es ein gigantischer Unterschied nur saftig-blutiges sehen zu wollen (nur zuzuschauen) oder sich kompletten Gefühls- und Handlungsreigen von Polizisten in Leid und Freud reinzuziehen und ihnen in den unmöglichsten Situationen beizustehen und mitzufühlen. "The Shield" ist das Herz einer echten Copserie mit konkurrenzlosem Tiefgang und Handlungsfreiheit.

Es gibt aktuell 3 Dinge die selbst die Härtesten unter uns runterziehen:
Das Ende von "Die Rückkehr des Königs", Adrien Brody als "Der Pianist" und "The Shield - Season 5 - Letzte Folge: Grenzgänger". Albträume wurden dafür geschaffen.

10 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
Stiefbrüder

Review | written by Hazard | 27.01.2009

Kenner der Materie des Nebenspurhumors sind Will Ferrell und John C. Reilly ja schon Heilige. "Ricky Bobby", "Anchorman" und "Walk Hard" haben diesen "internen" Kultstatus ja schon gefestigt - und zusammen sind die beiden einfach unschlagbar. Sie sind Zwillinge im Geiste und als "Stiefbrüder" genau richtig um eben dieses Chaos im Doppelpack tafelfertig für die Fans zu machen. Klar, muss einem der Adaptow / McKay / Ferrell-Humor liegen - aber eben die die ihn lieben: liegen!

Herrlich "infantile" Hammerkomödie mit nicht ganz keimfreien Spätzünder-Situationen (ich sage nur "Eier und Schlagzeugset") die uns doch alle irgendwie bekannt sein dürten - zumindest den Nerds. Teils erfrischend sinnlos und meistens krönungswürdig anderst und unverbraucht. Dazu Richard "Ich, beide und Sie" Jenkins als Vater, der nicht unglücklicher mit seinen neuen Söhnen sein könnte und einfach durchdrehen muss, ein Genuss. Nur länger hätte er sein sollen, dieser Streifen achso fruchtbarer Spätpubertät, dann gäbs auch die volle Punktzahl.

Der "familienfreundliche" Trailer präsentiert nicht wirklich den Wahnsinn dahinter, lieber die Extended Version schauen und sich eitrig lachen. Tja, liebe Farelly-"Verrückt nach Mary"-Brüder, nun seid ihr mal endlich wieder am Zug.

Für Fans von Die Solomon Brüder, Ricky Bobby, Anchorman und Walk Hard

9 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
The Fighters

Review | written by Hazard | 27.01.2009

Da boxt und kickt es sich nach oben, das lahme "Rocky"-Duplikat für Teenies mit Amber "Mandy Lane" Heard und dem nicht ganz unsympathischen Hauptaktivist Sean Faris. Der Plot ist *pardon* eher was für "Waschweiber" und wirkt wie ein kastrierter "Fightclub"-Ausflug ohne Höhen und Tiefen. Dieser reinrassige Teenie-Streifen versucht sogar irgendwie wertvoll und weise zu wirken, was teils auch im Zusammentun mit Djimon "Amistad" Houson passieren kann - nicht muss. Allerdings bleibt von den verschwitzten Adoniskörpern und der (=meiner) neuen Traumfrau Amber Heard nach dem Film nicht mehr viel übrig. Im Vergleich zu Rocky Balboa eine komplette KO-Niederlage. Viel zu hervorsehbar und klischeeverklebt.

Vielleicht für Fans von Blood Sport, Karate Kid und ein wenig Rocky

3 / 10

 

 

Oliver Stone's W. - Outta House - Heute um 22:25 Uhr in Pro 7
News | done by Hazard | 23.01.2009

 

 

Doctor Haas - The Return of Evil - Offizielle Film- und Trailer-Seite out now!
News | done by Hazard | 22.01.2009

Wir sähen Licht am Ende des Tunnels...
deshalb gibts nun die offizielle Trailer/Filmpage zu unserer Splatcom auf die Augen.
Bin noch dabei das Teil aufzutunen (aktuell könnt ihr aber schon den Trailer #1, auch in High-Res einsehen).
Demnächst folgen hier News, Specials, Tagebuch mit Eigelb und Gallery.
Das was früher bei www.huckbros.com vom Doktor zu sehen ist, wird nun alles hier drauf

www.doctor-haas-movie.com

verlagert!

Have fun, und hoffentlich bald im Kino*
*oder Privatvorstellung ihrer Wahl ;)

 

 

Rudi's Grill - Aufgepasst! Die Gockel-Flyer machen die lokale Runde...
News | done by Hazard | 22.01.2009

Es sind tatsächlich bald Flyer von "Rudi's Hähnchen vom Grill" im Umlauf!
Sobald ihr einen entdecken solltet, meldet das bzw. euch unverzüglich unter der aktuellen Bestellnummer! :D
Wir gehen dem sofort nach, tauchen persönlich bei euch auf und übergeben euch die Brattierchen!

 

 

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Hazard

Movie-Review
Transporter 3

Review | written by Hazard | 20.01.2009

Der neue Transporter verpuppt sich als recht einfallslose "Wald und Wiesentour". Trotz dem abgefuckten Vorgänger (der die Messlatte für "Übertriebenheit am Steuer" ja ziemlich hoch gesetzt hat) fehlt hier einfach der Biss. Sogar die "Statham vs. 10 Schergen gleichzeitig"-Fights wirken nun nur noch ermüdend und nachgeahmt. Der Film wirkt eher wie ein faustfroher Roadmovie durch Europa. Einzigster Lichtblick ist Robert "Hitman" Knepper als kantiger Bösewicht. Ähnlich wie bei "Rush Hour 3" geht hier wohl langsam der Sprit der Serie aus. Auch wenn die Grundsituation mit den "Handgelenkbomben" etwas einfallsreiches, nunja fast ein wenig "crankes" haben könnte. Jedenfalls, verpasst hat man nichts... und das es nicht jedes Mal abartig Spass macht sich Jason Statham mit "Freiheitseinschränkungen" rumärgern zu sehen zeigt diese neue "Luc Besson-Produktion". Mensch, wo ist denn "Leon - Der Profi" hin... immer noch auftanken?

Für Fans von Transporter 1 & 2 und Rush Hour 3

4 / 10

 

 

Samurai Zombie - Splatterspaß im Billigkleidchen für süchtige Trash-Fans
News | found by Hazard | 20.01.2009

 

 

12 Rounds - Renny "Die Hard 2" Harlins Action-Returnment mit Wrestler Cena
News | found by Rhood | 19.01.2009

Alien Trespass - B-Movie Charme auf Horror-Comedy-Basis
News | found by Rhood | 19.01.2009

Crank 2 - "Analustiger" Psychotrailer zum hochelektrisierten Hammernachfolger
News | found by Knaxi | 19.01.2009

9 - "Wächter der Nacht"-Bekmambetov und "Batman"-Burton produzieren
News | written by Rhood | 02.01.2009

 

 

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Hazard

Movie-Review
Black Book

Review | written by Hazard | 11.01.2009

Selbst wenn man Paul "Robocop" Verhoeven auf Sex und Gewalt reduziert (was nicht so einfach funktioniert, weil er viel zu unterschiedliche Filme auf der Kante hat) schaffen es nur wenige Regiesseure mit diesen zwei Hauptzutaten intensive, unterhaltsame und aufwühlende Filme zu schaffen. Er ist nunmal direkt, macht fast keine Kompromisse und wirkt sogar bei bewusst überdrehten "Liebesschnulzen"-Anspielungen ("Starship Troopers") herzlos (macht sich fast schon darüber lustig). Selbst wenn man seine "gewalttätige" Ader nicht mag, in seinen Filmen geht er immer an die Grenzen, und die bleiben zweifelsfrei in Erinnerung. Über ihre Grenzen steigt auch seine "Traumfrau" und Hauptdarstellerin, die noch relativ unbekannte Carice van Houten welche im Film mit ihrer direkten, leicht lasziven und offenen Art als verfolgte Jüdin in Holland mit ihrer Familie vor den Nazis flüchtet und dabei sowohl gesunde Feinde wie ungesunde Freunde dazugewinnt.

Der Film ist für Kenner der "WWII-Riege" einfach köstlich, wirkt sündhaft "unterhaltsam" und dennoch tiefgehend mit einer großen Priese Spannung und Inszenierung die einem "Indiana Jones III" und "Schindlers Liste" alle Ehre bietet. Das schaurig-schöne an Verhoeven ist nunmal das er nie zu stark auf dem moralischen Aspekten rumkauen möchte sondern eine atemberaubende Geschichte erzählen will. Tja, ob es im passt oder nicht, er kratzt dabei immer an den Gefühlen der Zuschauer, was nicht immer an den Greueltaten liegen muss - sondern durch die markanten Darsteller an Masse gewinnt.

Wenn sich die (atemberaubende) Hauptdarstellerin später dann mit dem bösen Hauptsturmführer Müntze (Sebastian Koch - das nenn ich mal einen nennenswerten, deutschen Schauspieler) in die Kiste legt um mehr über die Ermordung ihrer Familie herauszubekommen, folgen jene unglückliche Wendungen die sie in die bittere Ecke der Verzweiflung stellen: Freund, Feind.... Hier kann man sich auf ein paar tiefschürfende Wendungen gefasst machen, den schliesslich ist alles möglich, wenn es um das liebe Geld geht.

Paul Verhoevens ist der wahrhaftige, fliegende Holländer: Er balanciert hier geschickt zwischen Abenteuerfilm und Kriegsdrama - pausenlos und nahezu ungehemmt. Fast schon ein kleiner Spritzer "Basic Instinct" trifft einen großen Topf "Sophie Scholl" und "Schindlers Liste" mit niederländischen/deutschen Darstellern die sich mehr als international behaupten dürfen - vielleicht auch durch Verhoevens brodelnde Art als Regiesseur und Freigeist.

Ein großartiger Film, der sich in die Reihe der ganz Großen "WW2-Kriegsdramen" stellen kann.

Für Fans von Schindlers Liste, Sophie Scholl, Der Pianist und ein klein wenig Pan's Labyrinth.

9 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
Bangkok Dangerous

Review | written by Hazard | 10.01.2009

Das Original von "Bangkok Dangerous" habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen, bestimmt ein glänzendes Original, aber was dieses Remake mit einem durch und durch gelangweilten Nicolas Cage hermacht kann ich euch sagen: Es ist beschissen! Hier werden alle schlechten Seiten von Nicolas Cage gefördert. Beschissen-lange "Tom-Hanks-Schwuchtelhaare", "Dauer-Hänge-und-Flenn-Gesicht" und gar grauenhaft unterfordert wirkt der gute Mann. Der Film erreicht oftmals nicht einmal die Qualität eines schlechten Steven Segal Films und sprudelt voller dumpf-vorhersehbarer Figuren Klischees. Dagegen ist sogar "Hitman" als Feind aller Kritiker und "Killerthriller" ein Meisterwerk.

Das einzige was dieses Remake schafft ist einen richtig runter zu ziehen und wirkt wie Gift auf die richtig guten Asiathriller wie "Exiled", "Silent Killer" oder "Running Wild". Einer der schlechtesten Cage Filme auf Welt und selbst als "Ästhetik-only-Thriller" grottenschlecht. Dann lieber was zu lachen wie "Bangkok Loco" oder "Hitman" - wer es anspruchsvoller mag, siehe Filme hier unten.

Vielleicht für Fans von A Bittersweet Life, Exiled, Silent Killer und Hitman

1 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
Die Mumie und das Grabmal des Drachenkai...

Review | written by Hazard | 08.01.2009

Rachel Weisz wurde wohl schon vom leicht fauligen "Fortsetzungszauber" der zweiten Auferweckung der Mumie abgeschreckt, denn ihre Figur (sie hat bekanntlich eine sehr gute ;) ersetzte man in dieser flauen "Indy-Alternative" durch Maria Bello (ebenfalls gute Figur, sogar nicht mehr so knochig!)... soviel jedenfalls zu den weniger schlimmen, wissenswerten Neuigkeiten dieser Fortsetzung. Ansonsten lasset uns eines vorraus sagen: Die dritte Mumie ist einfach nur eine belanglose, trickverwöhnte CGI-Machtdemonstration die auch mit Untertiteln und Asiakinoflair versucht an Filme wie "Crouching Tiger, Hidden Dragon" oder an Jet Li-eignen "Hero"-Meisterwerk mitzumischen (das klappt ja vielleicht ganze 10 Minuten, bis sich der vorgekaute, amerikanische Humor einnistet... den wir ja von der ersten "Mumie" kennen und damals noch geliebt haben).

Irgendwie ist der Anfang ein eigenständiger (aber für die "Mumie"-Serie etwas unpassender) "Film", eine Art "Anti-Hero" mit Jet Li als Bösewicht und später (wenn es zur Sache geht) einfach nur ein einbalsamiertes, brüchiges Stück Mumie (deren Charakterzüge fast direkt von Teil 1 und 2 kopiert wurden, lecker Motioncapturing) mit ner Menge Spezialfähigkeiten von Feuer bis Wasser. Es ist eine "Asiakinofarce" im Schnelldurchlauf bei der sich der kaugummikauenden Westen mit dem ästhetischen Osten paaren möchte (sehr beispielhaft sogar im Film herübergebracht: O'Conners Sohn verliebt sich in eine asiatische Dame...) Das Söhne bekannter Helden irgendwie nerven, hatte bei Indy wenigstens ein bisschen Charme, doch hier wirkt der Sohnemann nur noch leer, allerdings auch alle anderen Figuren. Der Film wirkt lästig und längst überholt und stützt sich nun vollends auf seine "Blu-ray-reifen" Spezialeffekte. Wenns dann mal zu leise wird kommt wieder dieser Drang irgendeinen flauen Spruch aus den Backen lassen, beängstigend! Für Typen die sich gerade einen Blu-Ray-Player gekauft haben sicherlich eine interessante "Hollywood-Tech-Demo", aber sind wir ehrlich zu uns selbst: Dann lieber Riesenameisen, digitale Schrottaffen, Aliens statt Yetis und ne fiese Russin die mal ne zauberhafte Elbe war.

Mit Untertiteln und Asia-Storyline dreht hier keiner mehr die Niveauschraube hoch. Und der gute Jet Li wirkt als Mumie genauso farblos und nutzlos wie 15 Rollen Toilettenpapier statt in Edelbinden zugemumt. Wer dann noch die Yeti-Football-Szene antun musste kann sich bald einbalsamieren lassen. Grundzätzlich ist die Mumie nur Beleidigung anspruchsvollen Asiakinos, ein würziger Handkantenschlag ins Gesicht für Filme wie "House of Flying Daggers" aber auch als Spassfilm und Mumien-Fortsetzung kein Wunderwerk das man sich nochmal anschauen würde. Lässt man sie nun endlich in Ruhe schlafen?

Für Fans von Die Mumie kehrt zurück und Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

2 / 10

 

 

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Hazard

Movie-Review
Redacted

Review | written by Hazard | 07.01.2009

"Redacted" ist ein Film der einen nicht kalt lässt, schon wie Brian de Palmas ähnlich verstörendes Kriegsdrama "Die Verdammten des Krieges", nur auf einer ganz anderen für ihn fast neuen Stilebene. Er zeigt hier ganz unverblümt, optisch sehr schlicht ein scheußliches Kriegsverbrechen im Irak. Gefasst in hässlichen, wackeligen Bildern - so unerträglich trocken - dass es einem bewusst an Sinn und Verstand fehlt... eben genau was das Verbrechens selbst und das Thema Krieg im allgmeinen wiederspiegeln soll. Sicher kennen wir viele "dokumentarisch-inszenierten" Filme (nach einer wahren Begebenheit) mit ähnlicher Gewichtigkeit und Zusammenhang, allerdings nicht von einem De Palma. Der visuelle Perfektionist der für uns schon unzählige Kameraschienen verlegt hat ("Die Unbestechlichen", "Scarface") bringt mit "Redacted" nicht nur ein wahres Kriegsverbrechen auf unseren Radar sondern ein (für US Army-Verhältnisse wohl einfach nur schmutziges, kleines...) Geheimnis das nicht verschwiegen werden darf. Dabei ist der Film keinesweges "antiamerikanisch" (wie einige Kritiker es zu Blatte gaben) sondern durch seinen "Kleinfilmcharakter" einfach nur unerwünscht und ätzend, weshalb wohl die meisten amerikanischen Filmfonds da ihre Finger von gelassen haben. Er wirkt genauer betrachtet recht unparteiisch und neutral, auch wenn mans zuerst nicht glauben mag.

Zum Nachdenken kommt man allerdings auch da man nicht genau "messen" kann ob De Palma den Medien vorwirft (gesprochen durch seine Darsteller) nur zu beobachten anstatt zu handeln oder andererseits die "YouTube Generation" inkl. freier Meinungsäußerung ankurbeln und damit die Zensur verurteilen möchte. Es gelingt ihm irgendwie beides, und dennoch wirkt es "gefühlt" und herzlos berichtet zugleich. Aber genauso chaotisch verhält es sich ja auch mit der Realität, die er in seinem hier zusammengeklebten Würfel aus verschiedenen Wahrheiten vor eine grausame Tat wirft. Ihm vorzuwerfen das er das gnadenlose Gegenteil eines "US-Army-Werbevideos" in dem er die zwei Hauptverdächtigen, (wie sich bald herrausstellt unmenschliche Idioten) als Cowboys darstellt, bleibt nicht ganz unbegründet. Fakt ist aber, wenn man sich die zwei fast stereotypen "US-Monster-Soldaten" im Alkoholrausch ansieht, spürt man sofort das es genau diese Art Typen gibt, und sie ziehen nunmal das Bild unserer "Weltpolizei" USA herunter. Egal wie unecht diese Personen wirken, haben sie genau dieses große Gegenreaktionspotential das unklare Situationen anheizt, Kriege entfacht und damit das Volk gegen sich und die unbeteiligten Soldaten aufhetzt. Egal wieviel Hass De Palma vielleicht in diese "Ami-Figuren" investiert hat (wie z.B. Spielberg bei den Deutschen in "Der Soldat James Ryan") ändert das nicht den Tatbestand. Das Klischee wird hier zur Wahrheit: Durch Frust, Langeweile, Drogen, Kriegsrecht, psychischer Labilität...

"Redacted" wirkt fast wie ein kleiner Kubrik-Film (oder liegt es einfach an der liebevoll geklauten "Barry Lyndon"-Theme und einem leichten "Full Metal Jacket"-Flair? ;)) Per billiger Video- und Überwachungskamera zeigt er uns wie wie grausam Menschen in Kriegssituationen sein können, wie die Tat teilweise vertuscht wird und welche Reaktionen darauf folgen können. Das einem durch die kernigen Darsteller bald selbst die Wut hochbrodelt spürt man schon wenn die ersten Schweisstropfen per Mittagssonne an der Verkehrskontrollstation (wo die betroffenen Soldaten ihr späteres Vergewaltigungs- und Mordopfer treffen). "Redacted" schockt, fährt aber keineswegs einschienig, denn dieser "Amerikanische Albtraum" zeigt aber auch die andere Seite (mit Szenen in denen Kinder nachts Sprengfallen verstecken), soll nicht pseudo-spektakulär wirken und zeigt zu guter letzt das immer viele aufrichtige, gutartige Menschen büssen müssen wenn einige wenige ihre "Macht" missbrauchen. Nichts für verwöhnte Filmgucker.

Für Fans von Jarhead, Die Verdammten des Krieges und Full Metal Jacket

9 / 10

 

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