DVD-Review
Defendor

Review | written by Hazard | 28.04.2010

Woody Harrelson ist "Defendor"! Ein selbsternannter, etwas zurückgebliebener und absolut liebenswerter Superheld der sich ungewöhnlicher Methoden bedient, um den hiesigen Gangstern auf die Pelle zu knüppeln. "Nein, nicht der Limonensaft!".

Diese bittersüsse Komödie ist nicht nur dramatisch veranlagt, sondern bietet auch ziemlich unangenehme Einblicke in die freiwillig maskierte Welt eines "echten Helden" mit schlimmer Vergangenheit. Harrelsons beste Rolle, wenn überhaupt mit dem Zusatz: ...seit "Kingpin" und "Natural Born Killers". Und auch ein herber Schlag auf den Schutzdamm zwischen Freude und Trauer der üblichen Klischee-Streifen. Die Mischung wird nicht allen gefallen, schliesslich ist ein Rorschach auch nicht jedermanns Lieblingsheldenfigur... und das ist auch gut so. Mit einem "Woody" in unseren Städten wäre die Welt um einiges angenehmer. Königlich gut, das "Defendor" wie einst "Der blutige Pfad Gottes" die Saat des Rechtschaffens und der Moral im Volk selbst säht. Das bittere Ende macht auch klar, das jedermann ein Held sein kann, wenn man sich mal in die Opfer versetzen würde, oder Qualen selbst miterlebt hat. Also ein echter Held, sogar ganz ohne Schusswaffen.

9 / 10

DVD-Review
2012

Review | written by Hazard | 23.04.2010

Ob Nostradamus wohl auch vorausgesehen hat, das unser "Spätzle-Spielberg" mithilft irgendwann mal guten Filmgeschmack zu versenken? Eines geht ja bei "2012" gewohnheitsgemäß wieder unter: Das Drehbuch (nicht das ich bei ihm ernsthaft wert darauf legen würde!) und seine klischeebeladenen Antihelden in Höchstform (selbst wenn es auch ein Herr John Cusack ist). Mich nervt diese blöd-erfolgreiche Mittelstandsfamilie einfach, die selbstverständlich mit Partnern in Scheidung lebend, im Ansgesicht des Weltuntergangs zusammenhält.

Wir brauchen nicht lang drum rum reden, die einzigste Existenzrechtfertigung der Bluray ist der extrem-brachiale Aufakt des Film. Der Rest von "Rolands Arche" 2.0 badet und strandet regelrecht in seichtesten Gewässern. Und ich rede nicht davon das der Film einfach nur grottig ist, es gibt einfach ab dem Punkt bei dem Woody Harrelson als geröteter Marshmallow durchs Gebirge gefegt wird, keine Highlights mehr. Die Luft ist raus, das Boot, pardon der Film mit seiner noch so moralischen Hintergrundströmung kentert mitsamt den üblen B-Movie-Darstellern, in Paaren lustlos zusammengepfercht! Da macht sogar "The Day After Tomorrow" (also die ungepatchte, angenehmere Variante von diesem hier) viel mehr Spass. Apropos Spass, vielleicht wäre es mal sinnvoller Abstand von den ernsten Filmen zu nehmen, Herr Emmerich.

5 / 10

DVD-Review
Whiteout

Review | written by Hazard | 10.04.2010

Lecker Kate Beckinsale, ne Menge Schnee mit ein bisschen Mysteriösitäten darüber sowie darunter begraben, ausgeliehen mit etwas Stimmung von "The Thing" und "Akte X - Der Film" und man meint ja glatt einen guten Film an der Angel zu haben. Wäre da nicht der etwas gelangweilte Tom Skerrit und weitere, wie sie leider auch die Arktis bietet, flache und zu unterkühlte Darsteller, dann wäre die Isolierung von dem recht spannenden Film nicht schon in der Mitte gerissen. So bleibt einfach nur Kate on Ice, mit einer besonders "genialen" Startszene äh Umziehszene. ;)

3 / 10

DVD-Review
Zack and Miri make a Porno

Review | written by Knaxi | 07.03.2010

Kevin Smith fährt hier ne kleine Umleitung - wenn man sein bisheriges Schaffen beobachtet hat. Schaden tuts allerdings nicht. Ein kleines Filmchen zum Lachen ist dabei rausgekommen und hinterlässt ne Message: "Wenn die Kohle knapp wird, dann Pornos drehen"... ganz so einfach ists dann dennoch nicht, wie es hier dargestellt wird, aber trotzdem interessant anzusehen. Ich bin mir sicher - so hat man Jason Mewes (bekannt als "Jay") noch nie gesehen: Haare kurz und so nackt wie Gott ihn schuf - ach - und kiffen tut er auch nicht. Seth Rogen leistet hier nix großes, sondern spielt für seinen Kumpel Kevin Smith einfach nur mit. Sweety Elizabeth Banks ist der schnucklige Part in diesem Film, aber tut eben auch nur das Nötigste. Die große Überraschung sind ohne Zweifel Brandon Routh (Superman Returns) und Justin Long (Stirb langsam 4.0) - aber verraten tu ich nüschts :P

Insgesamt ist hier kein Kultstreifen like "Dogma" oder "Clerks" entstanden. Hier orientiert sich Kevin Smith wieder etwas mehr an Filme wie "Mallrats" und ein wenig "Chasing Amy" - nur mit mehr Sarkasmus. Schauspielerisch und Storytechnisch nix überwältigendes, aber sowas wollt Kevin Smith auch nicht machen. Ein kleines Spaßfilmchen mit Freunden in den Hauptrollen, welcher den Fan etwas unterhalten soll und das tut er. Kevin Smith gehört deshalb für mich zu einem der besten Filmemacher neben Peter Jackson und Quentin Tarantino, welche sich nicht auf dem Mainstream-Bahnhof ausruhen, sondern Filme drehen auf die sie gerade Lust haben.

Fazit: Kein Kultfaktor, aber eine unterhaltsame und kurzweilige Sexkomödie für Fans des schrägen Humors.

7 / 10

DVD-Review
Das weiße Band

Review | written by Knaxi | 01.03.2010

Deutschlands Beitrag zur diesjährigen Oscar-Verleihung. Michael Haneke zeigt eine Geschichte, welche kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges spielt. Genauer gesagt in einem Dorf, welches von unerklärlichen Ereignissen geschockt wird und den Dorffrieden beendet.

Dieser Film, welcher von Erzählungen des Dorflehrers, der sich an diese Ereignisse erinnert, begleitet wird - plätschert so langsam wie nur möglich vor sich hin. Das hat den Nachteil, dass man dazu neigt den Film abzuschalten, weil er langweilig wird, und irgendwann später wieder anzuschauen. Das hat nichts mit den darstellerischen Leistungen zu tun - nein - die sind nämlich sehr gut. Jeder der Darsteller kann voll und ganz überzeugen. Es ist die Erzählweise des Films und die übermäßig langen Szenen, die rein garnichts zur dünnen Story beitragen. Sondern, wie schon erwähnt, den Film unnötig in die Länge ziehen. Man bekommt die erste Stunde überhaupt nicht so richtig mit, was der Film sein soll: Kinderfilm, Drama, Krimi... Ein wenig von Letzterem, wenn man es genau nimmt, ist es geworden. Nach den knappen 135 Minuten war ich bitter enttäuscht. Der Film wäre mit einer deutlich geringeren Laufzeit besser gewesen.

Der Schwarzweiß Stil des Regisseurs trägt positiv zur Atmosphäre bei. Auch die Kameraarbeit ist gut. Es wird viel Landschaft gezeigt und die stillen und langsamen Kamerafahrten bieten eben diese düstere Atmosphäre.

Mag sein, dass "Das weiße Band" einer der Filme ist, den man sich öfter ansehen muss und man irgendwann sagt, er ist wirklich gut. Aber wenn ich ihn jetzt beurteile muss ich leider sagen, dass die Deutsche Filme, der letzten Jahre, ihre Oscar-Nominierungen mit Abstand mehr verdient hatten als dieser Beitrag. Sorry, klingt hart und nicht jeder wird diese Meinung teilen. Aber so sind eben die Geschmäcker :P

Die Darsteller bekommen von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl und wenn ich diese mit der Punktzahl des Films subtrahiere - hmmm - schwere Sache hier... naja - nach dem Fazit hab ich mich sicherlich entschieden :)

Fazit: Ein Film mit sehr dünner Story, der unnötig in die Länge gezogen wird. Weniger wäre hier vermutlich mehr gewesen.

5 / 10

Blu-ray-Review
Beim Leben meiner Schwester

Review | written by Knaxi | 26.02.2010

Moin, wieder ein Tag für nen Depri-Film. War schon von Nick Cassavetes "Wie ein einziger Tag" sehr begeistert und gerührt wie ein Vodka-Martini. Noch rührender gehts in "Beim Leben meiner Schwester" zur Sache. Die 10-jährige Anna (die zuckersüße Abigail Breslin) verweigert ihrer krebskranken Schwester Kate (Sofia Vassileva) die notwendige Niere und verklagt sogar ihre Eltern.

Dass dieser Film nicht jedermanns(-frau) Sache ist, dürfte schon beim Filmtitel klar sein. Hier gehts um ein Drama - und hier ist jeder Taschentuch-Fan angesprochen, diese werden nämlich gebraucht. Ein klasse Film, welcher doch etwas unkoordiniert wirkt aufgrund plötzlicher Rückblenden, die man erst nach ein paar Sekunden realisiert aber dann lang genug gehen, dass man nicht ganz blöd da sitzt. Die Darsteller sind weltklasse. Sogar die skelettige Cameron Diaz zeigt hier mal richtig was sie aufm Kasten hat. Und vor allem Sofia Vassileva als krebskranke Kate trägt den Film fast allein und läuft jeder noch so hochgelobten Schauspielerin locker den Rang ab. Hoffentlich bekommt sie mehr gute Drehbücher zum Verschlingen. Ein Top-Drama auch für uns hartgesottene Männer... ja, dass wird Rühreier geben :P

Fazit: Ein Drama, welches jedes Sandkorn aus dem Auge schwämmt... Excellent!

10 / 10

Blu-ray-Review
Bride Wars

Review | written by Knaxi | 26.02.2010

Da ich zu der Sorte Filmegucker gehör, welche sich auch mal eine Komödie reinziehen die für Frauen zugeschnitten ist. Das dieser Film kein Meisterwerk ist, war mir von vornerein klar. Weder Kate Hudson noch Anne Hathaway können hier überzeugen. Beide Darstellerinnen können nicht aus ihrem Potenzial schöpfen.

Wirken einfach zu unterfordert. Zudem kommt dieser Streifen nicht in Fahrt. Von den knapp 90 Minuten Film sind ungefähr 15 Minuten sehenswert und nur in diesen 15 Minuten wird der Film den Namen "Bride Wars" gerecht. Alles andere ist schlichtweg eine Vergeudung von Filmmaterial. Unter Zicken-Terror oder "Braut-Kriege" stell ich mir was anderes vor.

Fazit: Langweilige Komödie, die selten komisch ist und auf keinster Weise dem Filmtitel gerecht wird.

2 / 10

DVD-Review
Smokin' Aces 2 - Assassins' Ball

Review | written by Hazard | 16.02.2010

Der Nachfolger des cool-brutalen und storytechnisch entzückend minimalistischen bis kriminalistischen Knaller ist einfach nur derb krank und saudumm. Selbst als "Low-Budget" oder "Direct to DVD-Dings" nerven Darsteller und die absurden, möchtegern Dialoge gewaltig.
Auch lässt es sich nicht leugnen das die eingesetzte Kamera (die gefühlt weit über 50 Frames an jede deutsche Dokumentation ran reicht) einen Hauptteil der Kritik einstecken muss. Der ganze Käse wirkt einfach so als würde man ein "Making of" des Films ansehen. Wenn dann noch Tom "Platoon" Berenger als alter Sicherheitsdienst-Analytiker (hab vergessen ob CIA oder FBI) im Rollstuhl a la Buddy "Aces" Israel mit den Karten knistert ist das Grauen perfekt.

Wer schon Baller-B-Movies bzw. Action-Trash mag, sollte zu "Punisher 2" greifen oder sich bei einem Anfall von gehobenerem Geschmack gleich "Natural Born Killers" reinpipen, da wird 1. nicht so lange gefackelt und die Action bis zum Ende hinausgezögert und 2. hat man wenigstens ein paar sympathische Darsteller auf der Tanzfläche. Denn dieser hohle ("Assassin's...") Ball verstört nur Fans und wirkt oft-und mehrmals selbst für Verrückte wie mich zu überdreht und billig inkl. überfiltert. Er trampelt nicht nur auf allen Klischees seines Vorgängers rum, sondern lässt sogar einen für alles offenen Filmfan an herben Realitätsentzug leiden... diese Welt aus Bullen und Gangstern wirkt mehr als nur aufgesetzt, schlimmer als Camerons "Pandora" *pardon*! Tom Berengers Kartentricks treiben einem zusätzlich Tränen in die Augen. Ich habe in den vielen, vielen Jahren meiner Filmabsorbtion schon lange nicht mehr so einen lustlos, versteinerten Schauspieler gesehen. "Diese Augen! Was ist mit diesen Augen los!" *kreisch* Mensch, das ist halt ein Hilferuf! Wo ist Oliver Stone, mit einem "Platoon - Renter Cut" wenn man ihn mal braucht? ;)

1 / 10

Blu-ray-Review
Coraline

Review | written by Knaxi | 25.01.2010

Wer von "Nightmare before Christmas" begeistert war, wird in "Coraline" noch einen Tick besser bedient. Henry Selick, der schon bei Erstgenanntem auf dem Regiestuhl saß, zeigt mit "Coraline", dass Stop-Motion noch nicht ausgestorben ist und vor allem, dass Trickfilme auch fürs ältere Publikum (für uns) gemacht werden können.

Noch düsterer, gemeiner und gruseliger als "Nightmare before Christmas" ist "Coraline" für mich der Trickfilm 2009. Hier setzt man nicht auf knuddelige, klicki-bunti Figuren, von denen dann jedes Kind sich das Zimmer vollstellen will. Hier sehen die Figuren teilweise so gruselig aus, dass man von Beginn an weiß, dass dieses Meisterwerk nicht für jede Altersgruppe geeignet ist. Und was man spätestens in der Mitte des Films serviert bekommt, wenn Selick dann alte, fette und halbnackte Omas auftreten lässt - dass verängstigt sogar die Härtesten unter uns :)

Auf jeden Fall ein Gruselspaß - nicht für jedermann, aber zumindest für die unter uns - welche noch nicht im Animations-Kinderplannschbecken ersoffen sind und noch Wert auf Trickfilme legen, die mit Liebe und Spaß an Story und jedem Detail des Films, gemacht worden sind. Kleiner Tipp noch: versteckt Nadel, Faden und Knöpfe ;)

"Coraline" ist ein kleiner aber sehr guter "Alice im Wunderland" Ableger, welcher seinen Weg nicht ins Wunderland - sondern in einen Albtraum führt.

10 / 10

Kino-Review
Zweiohrkücken

Review | written by Knaxi | 25.01.2010

Til Schweiger gehört sicherlich zu den besten deutschen Schauspielern. Das er es auch auf dem Regiestuhl gut kann, hat er in "Keinohrhasen" bewiesen. Nach diesem Erfolg war es so klar, wie das Amen in der Kirche, dass ne Fortsetzung gedreht wird. Natürlich war die Skepsis sehr groß, ob dieser zweite Teil die Qualität des Erstlings erreichen würde. Bis auf ein paar wenige Comedyeinlagen, welche aus dem ersten Teil geklaut wurden, ist Til Schweiger wieder eine unterhaltsame, leicht versaute, Komödie gelungen.

"Zweiohrküken" brauch sich nicht vor "Keinohrhasen" verstecken. Wenn auch nicht ganz so originell, kann der zweite Teil trotzdem gut punkten und vor allem unterhalten. Die Gastauftritte einiger deutscher Schauspieler könnten zu Lachkrämpfen führen - aber davon muss man sich selber überzeugen.

Til Schweiger serviert uns wieder eine deutsche Liebeskomödie, welche sich gaaaanz weit vom TV produziertem Bullshit distanziert und zeigt, dass wir Deutschen doch noch etwas potenzial haben einen guten Kinofilm zu drehen.

8 / 10

DVD-Review
D13 - Diamond

Review | written by Hazard | 21.01.2010

Ein recht klassischer (eher für das TV inszenierter) Krimi-Thriller mit sehr heftigen Momenten in denen es schon mal gern Hirn hagelt. Anfangs zäh und langatmig wird die Spannung mit dem großen, dicken Korken Depardieu und seinen herzhaft-minusgelaunten Sprüchen in der Flasche gehalten. Unser liebstes Arschnäsel Depardieu ist hier zudem herrlich fett, gern betrunken und trägt seine klassische Haarpracht anno 1970... herrlich! "D13 - Diamond" ist kein Klassiker, aber eine Klasse für sich: Seit dem Depardieu echt ekeln gelerrnt hat.

7 / 10

DVD-Review
Dance Flick

Review | written by Hazard | 21.01.2010

Sicherlich, es gibt keinen Grund (zumindest annähernd menschlichen) sich einen Tanzfilm, selbst als vermeindliche Parodie anzusehen... aber wir haben es getan! Wir haben es get*jauuul*! Und seid euch sicher, die deutsche Tagline "Der allerletzte Tanzfilm" trifft tatsächlich zu. Denn wenn selbst unter Einfluss von Vergorenem in Maßeinheit "ultra-unnötig" der blanke Schrecken statt zumindest mässigen Lachern im Nacken sitzt, dann kann es echt nur das Werk der Wayans "Scary Movie" Gebrüdern sein. Es ist nicht alles Gold was man im Bongwasser lesen kann, Jungs...

0 / 10

Kino-Review
Avatar

Review | written by Hazard | 08.01.2010

Tatsächlich, "Avatar" ist der neue "Angriff der Klonkrieger" - Marke "Easy to watch, hard to believe"... also für anspruchsvollere Kinofans zumindest. Ich weiss ja nicht wie ihr das seht (es sei denn ihr seid Frisch-Fans, dann ist wieso alles verloren! Ihr seid verdorben :P), aber wenn mir arg klischeebelastete, teilsbekannte Materie samt saudummer Sprüche gegen die Ohren klatschen werd ick' nunmal allergisch. Zumal die Stimmung eher an jene zweitklassiken, unscheinbaren aber optisch kornigen Renderfilmchen aus div. Spielen rüberkommt. "Augenzucker" halt, aber so neu wie meine Unterhosen! Ungefähr wie "The Fast and the Furious" trifft "Titanic" paart sich mit allen neuen "Star Wars"-Episoden und a bisserl "Pocahontas". Blos irgendwo angesiedelt in einem von Herrn Camerons Unterwasserwunschwelten (okok, es herrscht zwar sowas wie ein Lüftchen, aber für Menschen natürlich giftig!) und großen, langen und lecker blauen Tigern und Tigerinnen. Hab ich die Luftquallen schon erwähnt, und wie sensationell die sind - Echte Quallen, wie Blumen die durch die "Luft" fliegen! Aber nein, sind wir nicht so grausam: Also Glückwunsch, es ist mal wieder ein perfekt-gesteuerter, unheilig hochgetrimmter Kinoknüller, Herr Cameron.

Ich kann dem Hype allerdings nicht ganz folgen. Das ne Menge Geld im Spiel ist, macht die Leute wohl wieder ganz wuschelig! Aber was macht "Avatar" denn eigentlich so geil? Ists hauptsächlich nur der 3D-Augenschmaus? Kurzantwort: Ja! Und er vernebelt alle Sinne. Aber nach "Matrix", "Herr der Ringe", "King Kong" oder sagen wa Spielen wie "Gears of War" oder "Halo" usw. haut einen ja sowieso nichts mehr so arg von den Socken, wenn das Innere nicht stimmt... oder doch? Hallo *galaktisches-Echo*? :P Naja gut geklaut, das trifft es am ehesten, und zwar von allem was moderne SCI-FI-Medien hergeben. Mich treibt ES jedenfalls nicht nochmal ins Kino. Aber Gratis-Gutscheine seh ich natürlich gerne ;) Und die Story? Der ultramoralische Inhalt zwischen Liebe, Pflanzenwelt, Flora und Fauna, bösen Marines die wegen einer kaputten Kamera komplett durchdrehen? Hätte ja geklappt, wenn man gut die Hälfte der Darsteller nicht unter Wert an die Leinwand gestellt und durch hohle Kinderzimmerdialoge erschossen hätte. Von der guten Grundgeschichte bleibt so einfach nichts übrig. Und Giovanni Ribisi! Wie konnte das passieren? Cameron hat es geschafft Ribisi zu töten, als Darsteller und damit alle dazugehörigen Filme wie "Ein einfacher Plan" oder "Der Soldat James Ryan". Wie kann man gerade ihn als einfach gestrickten, doofen Boss implizieren und so einen reinen Käsecharakter erschaffen der schneller sinkt als Di Caprio in ... ihr wisst schon!? Aber "einfach" ist nunmal zielgruppensicher, schon klar. Für die Männer reine Monster-Marine-Ätschn auf Sparflamme und für die Damen rassenübergreifende Liebe, ja was soll denn da noch schief gehen? Nix, oder? ;)

Aber Cameron zielt wieder mal etwas zu unangenehm auf das weibliche Publikum ab. Jungs, das wars endgültig mit "Aliens" oder "Terminator 2". Cameron als Aquantic-Flower-Power-Agent der aller Action und Gewalt (im großen Stil) nahezu abgeschworen hat? Anscheinend lag es ja am 11. September, da wird so mancher Actionregiesseur zum Leinwandpazifist... Naja, ich glaubs weniger, liegt wohl eher am guten, alten Geld: Schliesslich gehen Frauen wenn, dann wohl gut 20+ hinternander ins Kino... einfach weils so schön war! Aber anderst als Pete Jackson, der es schuff und immer schaffen wird, beide Geschlechter im harmonischem Gleichgewicht zu beglücken, bleibt Cameron auf einem recht ungewünschten - ja fast unfertigen - Level stehen. Die Grundplot ist recht klasse, doch beschänkt sich seine Ausführung der Geschichte samt "Fremdkörpererfahrung" des Hauptdarstellers bei der Rasse der Navi oder Naavi eben mehr auf die Optik, und anstatt der Linie zu folgen den Film ohne grottenschlechte Kommentare zu noch grausameren Situationen auskommen zu lassen. Und Cameron schiesst sich ALLERspätensens ins Knie, als Sigurney Weaver sowas wie "Das versaut mir jetzt den ganzen Tag!" ablässt als sie angeschossen wird. Und dann immer dieses Grinsen, wenn sie in einem dieser Tigerchen drinne-rum-steuern... grausig! Man spürt wie sich (tschulligung!) Cameron recht genüsslich an das heutige Durchschnittskinopublikum angepasst hat. ;)

Naja, schon "Jurrassic Park" war früher Effekthascherei ohne jeglichen darstellerischen Anspruch... so zumindest die Kritiker! (da haben sie wohl Sam Neill vergessen!), aber Ripley ohne Knarre macht aus der blaublütigen Regenwaldschlumpfparade wohl eher einen "Good-2-See-In-3D"-Film (so Sprüche hab ich noch mehr! :D) ohne wirklich nährwertigere Erfahrung eines "Herrn der Ringe" zu hinterlassen. Es ist wieder zu viel Liebe und wenig Hirn, denn wenn Michelle Rodriguez (die alte Saufkuh! Sexy Saufkuh!) Sätze wie "Ich mach diesen Scheiss nicht mit" ablässt und zwar nicht ganz so urplötzlich den Befehl verweigert diese miesen blauen Tigerenten samt Waldstück zu vernichten, wird einem schon etwas Bange. Denn genau so stelle ich mir sie nämlich wieder in einem schnellen Schlitten vor, mit Mr. Stimmbruch Vin Diesel usw.! Also was ist aus der Grundidee nun geworden? Eine kleine Romanze in einem großen, übertriebenen und übertrieben langen Film der von Anfang bis Ende nicht wirklich in Fahrt kommt. Die Moral wirkt kitschig und Richtung Ende durch unzählige Patzer im Drehbuch katastrophaler als wenn seller große Baum endlich umkippt. Hmmm... oder sprechen Bilder mehr als tausig Worte? Nun gut, dann hau uns die Moral um die Ohren - mit 300+ Millionen ungerade wird er jetzt schon Hit für Zielgruppen aller Länder und Altersklassen werden - vielleicht sogar bald für exzentrische Ausserirdische die einfach nicht anbeissen, bei guten Filmen die mit wenig Budget funktionieren. Das hat z.B. "District 9" schon jäh gezeigt. Schade das es immer erst so viel Geld kosten muss, damit mal wieder (fast) alle Kinozuschauer einen vom Script mehr als mäßigen, aber fantasievollen Film erträglich finden dürfen ;) Echter Mainstream a la Carte, schön ummantelt das gar die härtesten Filmgourmets das Herzflattern bekommen... naja, werden wir ja noch sehen, schliesslich kann man jeden kaufen.

Was? Ist Avatar nun wirklich so übel? Hmm... nicht wirklich übel, schliesslich kann man als normaler Mensch ja nicht alle Science Fiktion Filmchen reinziehen, weshalb "Avatar" so gut wie es nur geht bei allem was jemals die Leinwand oder den Spielehimmel erblickt hat klaut. Dat is wie ein Spickzettel damals in der Schule - anstatt viele Monate und Jahre zu lernen. Ist dann aber auch so gut wie bald wieder vergessen. Ähm... Jurrasic Park z.B. nicht, der hatte ja auch Dinosaurier, Jeff Goldblum und Sam Neill - wie soll man ihn vergessen? ;)

Die Dauer? Wieviel Stunden waren das überhaupt? Gefühlte 5 Stunden Einweisung durch Sgt. Ripley, Doppelagent auf Tour, dann beim Stamm einschleimen, es folgt Reittraining (Flugdrache), danach wieder Reittraining (Haus und Hofdrache... sexy und blau!), dann Regenwaldabholzung und böser Ueber-Marine-Endfight... und dann uns eine riesige Welt vorspielen auf der es nur ein paar Luftquallen, nashornähnliches Getier, Groß- und Minitiger und eben jenes Navi-Naavi-Navvi-Völkchen gibt. Soll das ein ganzes "Universum" oder "Planet" sein? Warten wir es ab...

Zu guter letzt, diese Naavi oder Navi sind und sehen den "Mänaden" aus dem RPG-Knüller "Titan Quest" jedenfalls mehr als nur ähnlich. Pfeil- und bogenspannendes, animalisches Gesocks mit fauchigem Leopardencharme.. Und wie gerne ich fortan dieses Völkchen feuermagisch niederbrutzele, das könnt ihr euch garnicht erst vorstellen... liebe Fans! Eine Extraportion Extra-Uncool bitte für den fiesen Charakterklau ;) Aber checkt es selber mal... :P

4 / 10

Kino-Review
Inglorious Basterds

Review | written by Hazard | 17.12.2009

Ich habe es gehasst, als Tarantino weg von seinem bis dahin nahezu perfektionisierten, eigenwilligen Gangster-Filmen "Pulp Fiction" und "Reservoir Dogs" gegangen ist. Aber er ist mit solch einem Engagement (und wohl purer, gesunder Geisteskrankheit) vorgeprescht um ein neues Genre (nennen wir es das "Fucked-Up-Italo-Western"-Genre) zu kreiern, das mir "Kill Bill" zuerst irgendwie seltsam-gut und nun nach "Inglorious Basterds" absolut unverkennbar in Erinnerung geblieben ist. Seine "Neuen" werden einfach immer besser, fast schon eines Jim Jarmusch-würdig! Ob das wohl an seinem nun festen Sitz in Cannes liegt? Jedenfalls sind seine Filme nun Einzelstücke die man nie mehr aus seinem Gedächtnis löscht und einen als selbsternannten Filmgourmet überhaupt seine Berufung erhält... es lässt sich so schön darüber diskutieren, streiten und gutfinden!

Nun hat der Irre tatsächlich sein eigenes Genre geschaffen das mir persönlich noch schmackhafter scheint: Es ist eine Art niveauvollen Trash-Film, nein eher eine Art Film die alle Möglichkeiten offen lässt und gnadenlos zwischen Realität und künstlerischer Freiheit im Kreuzfeuer steht und nicht ungergeht! Eben die absolute grenzenlose Freiheit sich die Magie aller Genres nach Lust und Laune zu bedienen und trotzdem oder gerade deshalb das letzte aus seinen Darstellern herauszukitzeln. Bringt man was absolut schändliches, aber durch einen formidablen Darstelle auf die Leinwandr, ist es dann überhaupt noch schlecht oder schon wieder Kunst? Eben, letzeres! Ob nun Samuel Jackson einen der größten, fiktiven Verräter der Gestapo in Form von Til Schweiger alias "Hugo Stiglitz" in seiner pfeffrigen Stimme "introduced" oder Adolf Hitler persönlich auf der Bühne erscheint um ein "bisschen" bis "viel" sein Fett abzubekommen, sind hier schon die Kirschen auf der großten Tarantino-Torte. Und das sind erst die komischen Elemente... wenn nun die ganze Riege unserer deutschen Darsteller die Theaterbank drückt, merkt man erst wieviel Talent im deutschen Kinofilm verschwendet wird. Denn Tarantino-Drehbuch plus deutsche Darsteller - allein sowas mal auf der Leinwand zu sehen sollte einem die Unterhose eng werden lassen!

Der beste "deutsche" Film seit... nunja, seit dem Quentin den deutschen pardon österreichischen "Tatort"-Darsteller Christoph Waltz so genial aufmöbelt hat das sein wahrer Kern - einfach ein unglaublich genialer Schauspieler zu sein - freigelegt wird und der Streifen ohne ihn wirklich ein Verbrechen gewesen wäre. Denn weder Brad Pitt oder sein cooler "Bärenjude" alias Eli Roth erreichen diese gemeine, sympathische Kraft die der gute Österreicher an den Tag legt. Christoph Walz sollte einem ewig in Erinnerung bleiben und zeigen das "wir" Stars haben die man international einsetzen, besetzen und bald königlich feiern dürfen und müssen! Machen wir uns nichts vor und streiten lieber: "Inglorious Basterds" ist durch Waltz einfach sein größtes Werk geworden.

10 / 10

DVD-Review
Ghetto Gangz 2 - Ultimatum

Review | written by Hazard | 10.11.2009

Einst akrobatischer Freiluftknüller mit herz- und knochenbrechendem Duo Infernale - Nun leistet sich der Nachfolger "Ultimatum" aber fast nur noch aufwendige Lückenfüller ohne direkte Highlights und etwas zu schrägem Ende. Luc Besson als Federführer hin oder her, der gute Mann soll wieder selbst hinter die Kamera anstatt wie am Laufband die augenzwinkernde französische Action-Thriller-Industrie am Leben zu halten. Hier rattert es nämlich schon im Zahnrädchen. Die einzelnen Gangführer hätten ruhig noch mehr präsens bekommen können, der total übersteuerte Klamauk war im Vorgänger die Creme Fraiche. Der sehnsüchtigst erwartete Nachfolger ist leider eher Durchschnitt, allerdings sollte man einen bestimmten "Knackarsch" am Anfang des Films nicht ausser acht lassen... die Überraschung ist böse, sehr böse! ;)

5 / 10

DVD-Review
Willkommen bei den Sch'tis

Review | written by Hazard | 20.10.2009

Einer der liebenswertesten, französischsten Filme seit der Ära von z.B. Louis de Funes. Mit Hauptdarscheller Kad Merad hat man zwar noch keine Kultikone wie Funes, auf italienisch Spencer / Hill oder spanisch Santiago Segura (Torrente) auf der Seite... aber das Potential ist da. Gerade auch bei Regiesseur und Darsteller Dany Boon. "Willkommen bei den Sch'tis" bleibt ein kleiner, aber feiner Film über dröge, versch'nobte französische "Südstaatler" und die angeblich herrlich beschränkten französischen "Nordstaatler". So herrlich wurden Vorurteile schon lange nicht mehr verstreut. Echte kulturelle Filmküche mit leise bis lautem Lachen gewürzt! Diesen Bu'sch sollte man nicht verpassen!

10 / 10

DVD-Review
X-Men Origins Wolverine

Review | written by Hazard | 20.10.2009

Da isser, der nahezu reine Actionableger der X-Men-Klasse mit dem "Enfant Terrible" der stark gelackten Superheldenbande - im Gegensatz zu den düsteren Watchmen. Die Hirn-Action-Barriere ist hier gnadenlos falsch portitioniert, aber so solls ja auch beim Superkrallentierchen gespielt von Hugh Jackman zur Sache gehen. Leider kommt bei dem großen Raubzug durch ne Menge langweiliger Antihelden keine wirklich dichte Atmosphäre zusammen, nur Wolverines Bruder (Liev Schreiber) holt hier mit seinem 4-Pfoten Sprung Stimmung in die Bude. Schade für die köstlichen Eingangssequenz mit ner Menge Krieg und Krallen ;)

4 / 10

DVD-Review
Fast & Furious

Review | written by Hazard | 22.09.2009

"Neues Model. Originalteile"? Schade das es die Abwrackprämie für "alte" Jungdarsteller nicht mehr gibt. Hier hätte man der Welt echt was Gutes getan. Ein unglaublich grausamer Film der nicht einmal Platz für echte Trashmomente übrig lässt. Gerade für Fans von Vin "Pitch Black" Diesel und Paul "Running Scared" Walker nicht nur eine Enttäuschung, sondern ein Ultra-B-Movie der über-ungerechtfertigt fürs Kino aufpoliert wurde und kaum langweiliger sein könnte. Da bekommt man sogar Sehnsucht nacht den wiederlich-kindgerechten Slapstick-Szenen mit "Affe und Kind" bei "Speed Racer". Also gibts nur ein Gegenmittel: "Death Race". Hier werden wenigstens die primitivsten Ziele mit Auszeichnung erreicht: Gute Sprüche, luftige Babes und Statham statt der tiefgegelegten Muffelm*schi Diesel.

0 / 10

DVD-Review
Push

Review | written by Hazard | 22.09.2009

Nur ein neuer Ableger von "Jumper"? Wieder Hollywood-Jungstars auf Fantasykurs? "Push" parkt zwar optisch und storytechnisch großartig zwischen "Wächter der Nacht" und "X-Men", ist aber schlussendlich nicht so durchdringend und wegweisend wie erhofft. Wenn man von den aussergewöhnlichen Szenen und Dialogen absieht, was fatal wäre, hat man nichts weiter als eine intellektuelle Selbstbeweihräucherung die - wenn schon - dann noch exzentrischer hätte sein sollen anstatt sich wieder im konservativen, perfekt inszenierten Hollywood-Charme "Bourne-trifft-X-Men" niederzulassen. Hier wird unterhalten, aber packen tuts keinen. Das der kleine Hollywood-Spatz Dakota "Man on Fire" Fanning die neue Jodie Foster wird, steht allerdings ausser Frage.

6 / 10

DVD-Review
Trauzeuge gesucht!

Review | written by Hazard | 13.09.2009

Wer würde die "Freakbananen" Paul Rudd und Jason Segel nicht selber gern zum Kumpel haben! Genau die Art Newage-Komödie die das komplette Programm von krassen Humor bis feinen Tönen anstimmt und wie die großen Vorbilder "Beim ersten Mal" und "Jungfrau 40 sucht" ganz unverblümt ans Material "Liebe, Heiraten und vorallem Männerfreundschaft" rangeht. Klar das man sich von den Perlen bei harten Kumpelabenden distanziert, aber in seinem tiefsten Innern soviele "echte", "lebendige" und vorallem bekannte Momente aus seinem Leben wiederfindet. Traut euch, ihr harten Säue! Die Darsteller...

9 / 10

DVD-Review
OSS 117

Review | written by Hazard | 13.09.2009

Das die Franzosen es drauf haben das Flair eines Spionfilm-Klassikers samt gnadenlos guter Connery-Kopie (Jean Dujardin) mit "Good-Ol-Age"-Filtern in eine Art "Der Wixxer" zu verwandeln, das versteht sich bei dem kreativen Völkchen von selbt. Und Hauptdarsteller Dujardin ist schliesslich nicht erst schon seit "39,90" eines der größten Wunder Frankreichs. OSS 117 ist ein fröhlich-leichter Spionenkebab mit der duften Stimme von Oliver Kalkofe! Keine "nackte Kanone", aber gerade deshalb köstlich patriotisch und elegant "lokalhumorig" - wie eben "Torrente" für Spanien ;) Für Liebhaber der französischen Witzterrine!

8 / 10

Review written by
Knaxi

Blu-ray-Review
Punisher: War Zone

Review | written by Knaxi | 17.08.2009 | FR-Import - Kauf-Blu-ray

Nach dem etwas zaghaften aber dennoch coolen "Punisher" aus dem Jahr 2004 mit Thomas Jane als One-Man-Armee war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Nachfolger auf die Leinwand kommen sollte.

Nach langem hin und her, Regisseurwechsel, Darstellerwechsel, usw... kam 2008 endlich Punisher: War Zone. Regie führte Lexi Alexander, die schon mit "Hooligans" einen krassen Streifen gedreht hatte. Allerdings wurde auch sie vom Studio dazu gedrängt Änderungen im Drehbuch und im Cast vorzunehmen. Nachdem dann Thomas Jane garnicht mehr verfügbar war, musste ein neuer Punisher her. Gefunden in Ray Stevenson, eher bekannt aus der TV-Serie "ROM". Der etwas an Steven Seagal in jungen Jahren erinnernde, leicht angefettete Gentleman, musste dann die Gerechtigkeit in Form der Selbstjustiz wieder herstellen. Nicht die Idealbesetzung, aber man gewöhnt sich an ihn :)

Was wir nun hier aufgetischt bekommen, ist die bereits dritte Verfilmung vom "Punisher". Für mich persönlich die Schlechteste. Was aber nicht bedeuten soll, dass ich den Film sch**ße find. Nein. Dieser Streifen erfüllt nämlich alle Punkte, die ein Fan dieses Genres braucht. Action, Schlägereien und blutige Overkills... Lexi Alexander nimmt hier kein Blatt vor dem Mund und lässt das Blut in Strömen fliessen. Jeder Kill wird hier schonungslos gezeigt. Was will man mehr? Einen Fiesling hat man auch und mal ganz ehrlich: Dominic West (300) spielt seine Rolle ziemlich gut. Auch unsere "John Rambo Oberheilige" Julie Benz spielt ihre Rolle akzeptabel.

Fazit: Viel sagen muss ich zu dem Film eigentlich nicht: Hirn aus - Bier her und einen Actioner im Stile der 80er Jahre geniessen.

7 / 10

Bild: Das Bild ist gestochen scharf. Deswegen fällt vor allem in dunklen Passagen grobe Körnung auf, welche aber nicht weiter stört. Mit Filter hat man hier glücklicherweise nicht gearbeitet. Diese hätten dem Bild nur die Schärfe gekostet und ein bissel Körnung tut dem Flair ganz gut :)

Ton: Der DolbyTrueHD Sound ist Weltklasse. Die Dialoge sind klar verständlich und kommen sehr wuchtig aus dem Center. Bei den Actionszenen kommen dann alle Boxen - vor allem der Subwoofer - nicht mehr zum Verschnaufen. Man meint wirklich, dass in den eigenen vier Wänden scharf geschossen wird

Extras: Neben dem Regiekommentar liegen lediglich einige Featurettes vor, welche einen kleinen Einblick in die Produktion geben sollen aber sehr kurz ausgefallen sind.

Review written by
Hazard

Blu-ray-Review
Watchmen

Review | written by Hazard | 12.08.2009 | Leih-Blu-ray

Es gibt Comicverfilmungen und es gibt eben Comics die man zum peinlich genau zum Leben erweckt. Durch cineastisches Können, durch schier geniale Fantasie und vorallem durch Kompromisslosigkeit gegenüber einer Vision die nicht fürs Massenpublikum geschaffen wurde... die sehr wohl bei regelrecht unverschämten Filmen wie z.B. "Fantastic Four" für eine "leichtere Aufnahme" entstellt werden. Entweder hält man sich an eine, hier schwergewichtige Vorlage oder man degradiert sie für ein "einfaches" Publikum herunter. Zack Snyder hätte es jedem Kino-Halunken der auf hirnlose Nahrung abfährt schmackhaft machen können und eine etwas seelenlose "Spiderman 3"-Achterbahnfahrt präsentieren können. Okay, okay... im speziellen gehts mir bei "Spidey 3" eher um die "New-Green-Goblin versus Spiderman-Verfolgungsjagd", aber die hat echt geschockt, Herr Lucas äh Raimi. Produzenten-Arschkriecherei? Doch Zack Snyder tat es nicht... der kriecht nicht, der hat einen Krampf in der Wade ;). Ein klares Risiko für jeden Regiesseur, aber eine Heiligtum für einen Künstler, was er nunmal ist - deshalb auch die schauerlichen Einspielergebnisse! Doch was eben geschehen ist, was sich aus dem Chaos herauskristallisiert hat ist ein Film für die Ewigkeit. Wer macht sich schon was aufs Otto-Normal-Publikum, das den Streifen wieso lieber auf "russisch-abgefilmt" angeschaut hätte.

Nur die mutigsten Filme leisten sich das Risiko das breite Publikum anzuprunzen und jenes zu spalten. Man kann "Watchmen" einfach hassen oder unendlich und auf eine besondere Weise lieben. Selbt bei den negativen Rezensionen sollte man zumindest eingestehen das es ein aussergewöhnliches Werk ist, das sehr, sehr eigenwillig und unkonventionell vor und hinter dem geistigen Auge von Herrn Snyder abläuft. Ansonsten ist man kein Kritiker, sondern ein "Hetzschreiber" dem jegliche Objektivität tutto Banane gegangen ist. "Watchmen" ist nunmal langweilig, spannend, geistreich, plump, trashig, elegant, schrecklich und absolut liebenswert. Ein Film der sich das traut, ist menschlicher und glaubwürdiger als alle einseitigen "Gut vs. Böse"-Filmchen zusammen. Sowieso und überhaupt: Dieser junger Regiesseur, der bis dato die alte Schule des Filmes anpackt ist (selbst wenn ich mich weit vorwage) schon bald eines großen Welles oder Kubrick würdig.

Sinniges oder Unsinniges zum Inhalt - wie ihr wisst, zum Inhalt schreib ich fast nie was - den muss man schon selbst geniessen:
Ob man aus reiner Allmacht wie Dr. Manhattan oder aus intellektueller-finanzieller Macht wie Ozzymandias seine Visionen einer neuen, utopischen Menscheheit verwirklichen will... es leidet immer der Einzelne darunter. Es ist einfach so das diejenigen die sich "über" den Menschen fühlen und es kräftemässig auch sind, komplett den Verstand verlieren (nicht negativ gemeint) oder zumindest eine unvertretbare Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen entwickelt die niemals ethisch oder gesund für alle sein kann. Der Abstand des Einzelnen, allerdings Mächtigen ist gleichzeitig sein eigenes Ende, oder das Ende von Millionen. Also dieser Ozzymandias, der überintelligente, finanziell gesegnete, selbsternannte Übermensch hat seinen Zenit erreicht. Er hat alles geschafft zu was er als Mensch fähig ist, ist gelangweilt, kennt keine Liebe mehr und stirbt somit schon längst auf seine eigene, perfekt kalkulierte Weise. Schlimmer triffts Dr. Manhattan, der durch seine Allmacht so ziemlich alles erschaffen oder vernichten kann was er will, keine Emotionen mehr wahrnimmt (nunja fast, schliesslich hat er sich patriotisch für die amerikanische Seite entschieden :D) und eigentlich schon garnicht mehr in der Gegenwart lebt, da er Vergangenheit, Gegenwart und Zukfunft simultan wahrnimmt. Der Mensch in ihm ist schon lange tot, nachdem er unsterblich geworden ist, paradox. Genial sein Satz "Ich hatte Angst... zum letzten Mal!" bevor er sich verwandelt - was aber auch die Frage aufwirft: Ist mit seiner Verwandlung auch sein Wesen an sich kaputt gegangen? Er ist auf keine Instinke und Gesetze des Universums mehr angewiesen!

Aber was ist dann Leben? Das zeigt vorallem das Ende des Films. Menschen äh Helden wie die sexy Silkspectre II, der "nerdische" Nightowl, der pessimistische Rorschach und sogar der narzistische Comedian können davon ein Lied singen. Aber vielleicht sind es auch gerade ihre Fehler, schlimme Vergangenheiten und unerfüllten Träume die einen Menschen ausmachen... Sie leben, im Gegensatz zu Doc Manhattan und Ozzymandias! Wenn auch unter schwersten Bedingungen - denn dat gehört dazu! Das ist Mensch sein und zugleich auch irgendwie Superheld! Ohne Hokuspokus, eben mit höheren, aber erreichbaren Zielen. Letztere präsentieren auch den Durchschnitt der Bevölkerung auf ihre besondere Weise. Ihre Wege sind die moralisch korrekten, wenn auch nicht immer die kürzesten... aber mit Zielen die der Menschheit und vorallem dem Einzelnen zugute kommen. Sie sind nicht einfach nur eine Statistik und wollen auch nicht der Statistik willen ihre Freunde opfern oder verraten, selbst wenn damit das vermeindlich Böse (Kommt ja wieso immer auf den Sichtwinkel an) besiegt werden könnte. Auch wenn viele große Führer mit wahnwitzigen Ideologien und Maßnahmen die Welt formen zu versuchen, einen gemeinsamen Feind finden und zusammenarbeiten: Der Dreck bleibt immer Kleben wenn es auf das Individuum nicht mehr ankommt. Und was sind dann schon Millionen von Toten. Kompromisse, die man eingehen muss um eine andere größere Masse der Menschen damit zu retten - oder gar "wichtigere Menschen" damit zu retten? Wer entscheidet das dann? Dann halt nur Hundertausende statt Millionen von Toten? Wenn wir uns dann den größten Helden von "Watchmen" zu Brust nehmen, der in seinem ganzen beschissenen Leben geschlagen, gehasst und durch seine Maske sozusagen verstümmelt wurde, dann lernen wir in jenem letzten Moment vor dem "großen Knall" das Leben eines Einzelnen schätzen. Eben der eine Typ, der der Freund von jedem von uns hätte sein können und es einfach nicht egal ist ihn für Hunderte, Tausende oder Millionen von Menschen zu opfern. Nicht weil er es nicht wert wäre, sondern weil es dann nie eine Grenze geben würde. Das einzig böse, was es nämlich auf Erden gibt, ist die Aufgabe des Individums, was eigentlich den Wert der ganzen Weltbevölkerung gleichzeitig zu nichte macht. Tötet man diesen einen, tötet man die ganze Menscheit - Deshalb "Keine Kompromisse"...

Mit "Watchmen" hat Zack Snyder nicht nur sein Können unter beweis gestellt (wie Peter Jackson mit "King Kong") sondern seinen eigenen "Herr der Ringe" auf die Leinwand gebracht. Ein Projekt das sogar schon von der Adelsklasse der Regiekunst wie Terry Gilliam als unverfilmbar abgestempelt wurde. Bei Watchmen geht es wirklich schon garnicht mehr darum ob man ihn als Film mag oder versteht, das wäre viel zu einfach für die unzähligen Geistesblitzen über Menschheit, Macht und Ethik. Man muss ihn einfach irgendwie als modernes "Uhrwerk Orange" anerkennen... und der war, wie man wissen sollte bei den Kritikern früher nicht gerade populär, heuer aber die Meßlatte für kompromisslose, ungeschliffene Weltanschauungen mit Ausage, nein Wegen und Sackgassen der Menschheit.

10 / 10

Bild:
Hier gehts schon nah an die Perfektion in Sachen Bildqualität, wobei man zwischendurch doch mit ein paar "bewussten", micromaginalen Macken mit der Filmkörnung klarkommen muss. Herrlich ;)

Ton:
Musik, Effekte und Sprache sind formidable aufeinander abgestimmt. Fast besser als bei anderen Effektkrachern die Effektszenen viel stärker in den vorderen Boxen betont lassen.

Extras:
Die Leih-Blu-ray bietet so viele Extras wie Nackszenen von Dr. Manhatten OHNE blauen Lurch!

Review written by
Knaxi

Blu-ray-Review
96 Hours - Taken

Review | written by Knaxi | 06.07.2009 | UK-Import - Kauf-Blu-ray

Egal welcher Film momentan auf die Leinwand kommt - irgendwie kritzelt immer wieder Luc Besson (Leon, der Profi) am Drehbuch rum bzw. produziert den Streifen. Naja, bei Transporter 3 hat er ein bissel daneben geschrieben, aber egal... Hier hat er wieder ein Drehbuch zu einem hammergeilen Streifen geliefert und mit Pierre Morel (Ghettogangz) einen klasse Regisseur und mit Liam Neeson (Batman Begins, Darkman) einen spitzen Schauspieler an Bord geholt.

Die Story wirkt recht einfach und wiederholt: Ex-Agent im Ruhestand möchte mehr Kontakt mit seiner Tochter, die natürlich aus seiner gescheiterten Ehe stammt, haben. Um sich mehr Zuneigung zu erhoffen, lässt Papa seine "Kleine" nach Paris. Dort wird sie entführt, während sie mit Papa telefoniert. Papa wird nun zur Furie, fliegt nach Paris, wütet dort wie ein Hurricane durch die Straßen und ballert alles nieder was sich ihm in den Weg stellt.

Warum nur bin ich jetzt so begeistert von dem Film? Weil es diesmal kein Seagal, Schwarzenegger, Stallone oder sonst irgendein Actionstar ist, sondern ein alter Liam Neeson, der so furchtbar glaubwürdig rüberkommt, dass man ihm die Killermaschine abkauft und er sowieso den ganzen Film trägt und einfach nur hofft, dass bald das nächste Arschloch ins Gras beißt. Keine großartigen Effekte, sondern altbewerte Action, die uns Morel zeigt. Kein Pardon, die unser Protagonist zeigen darf, keine Schlägereien, die in manchen Filmen unendlich in die Länge gezogen werden - in wenigen Sekunden tötet Neeson hier nen haufen Typen, weil er einfach weiß, wo man hinschlagen muss :-) Über die anderen Darsteller braucht man nicht viel sagen: sie sind halt einfach da und erfüllen ihren Zweck (nicht negativ gemeint, haha)...

Pierre Morel hat nach Ghettogangz wieder einmal ganze Arbeit geleistet und einen kurzweiligen Film für beste Unterhaltung geschaffen. Mit einem diesmal guten Drehbuch von Luc Besson. Liam Neeson, der gewöhnlich in eher ruhigeren Filmen sieht, möchte man wahrscheins genau deshalb stundenlang beim Killen zuschauen. Wenig Effekte und Gore - ein einfach gestrickter Oldschool-Actioner, von denen man wieder gern mehr sehen möcht.

9 / 10

Bild:
Das Bild ist etwas körnig, aber dennoch scharf - zum Glück wurde da nicht rumgefiltert, dass hätte nur die Schärfe ruiniert. An dunklen Stellen fällt die Körnung stärker auf, ist aber gut was das Kinofeeling angeht.

Ton:
Der Sound ist richtig fettes Futter für die Surroundanlage. Bei den Actionszenen bekommt auch der Subwoofer richtig was zu tun. Rundum genialer Sound, wie es sich für einen Actioner und vor allem einer Bluray Umsetzung gehört.

Extras:
Die scheinbar ordentlichen Boni, sind leider alle sehr kurz ausgefallen und gegenüber der französischen Scheibe, hat man auch den Regiekommentar gestrichen. Sehr schade...

Review written by
Hazard

Blu-ray-Review
Forbidden Kingdom

Review | written by Hazard | 04.08.2009

Als Fan von "Drunken Master" und "Hero" ist es nun fast eine unausweichliche Pflicht sich "Forbidden Kingdom" mit unseren allerliebsten Asia-Hollywood-Leichtgewichten Jackie Chan und Jet Li reinzupfeifen. Natürlich fehlt es weit an den Qualitäten der oben genannten Vorbilder und der Plot ist für Kenner von z.B. "House of Flying Daggers" vergleichsweise very anspruchslos... bürgt aber zumindest für gute, ja fast schon altmodische Unterhaltung mit gesundem Fantasyflair. Die Story um einen Jungen der vom Weichei über ein geheimes "Wurmloch" einen dorfbekannten Säufer und einen galanten Mönch zur Seite bekommt um einen bösen Herrscher ans Leder zu gehen... nunja... muss man da mehr erwähnen? Das die Moral dann schlussendlich die Realität positiv beeinflusst und der junge Mann endlich ein Rückrat bekommt ist ja wohl Ehrensache: Karate Kid und Co. lassen grüssen!

Aber hey, ich muss ja sogar zugeben, es war tatsächlich etwas dieser alten, nostalgischen und infantilen Momente bei denen man sich einfach wohlfühlt (Jackie sozusagen als "Drunken Master"!). Wenn auch übereffektiert und zu unverschämt einfach geniessbar. Für die ganz Pessimistischen, die dem dollen Handkantengebudsche nichts abhaben können, bietet er dann immer noch die Bildgewalt. Grundsätzlich hinterlässt der Film einfach keinen schlechten Geschmack. :P

7 / 10

Bild:
Die Optik und damit das Bild ist grandios. Wirkt oft sogar extrem scharf, von der Sättigung absolut vollmundig, wenn auch stellenweise etwas geringfügig dunkler.

Ton:
Bei der Soundkulisse ist man beim Geschnetzel meistens voll dabei - anderst wie unseren bisherigen Ton-Referenzen "Max Payne" oder "Die Hard 4.0" wurden die Effekte nicht völlig hochgetunt, was den Mehrkanal-Effekt etwas reduziert wenn Action, Dialog und Musik miteinander kopulieren.

Extras:
Achso, die Extras auf der Leih-Blu-ray kann man getrost in der Pfeife schmauchen - Minderwertige Trailer in noch minderwertiger Qualität, only!

Review written by
Hazard

DVD-Review
Freitag, der 13.

Review | written by Hazard | 31.07.2009

Irgendwie schade drum... wo bei "Freddy vs. Jason" vom Humor, Suspense und der bzw. die Killer perfekt aufeinander abegestimmt waren, wirkt der neuste, todernstere Schrecken von "The Texas Chainsaw Massacre"-Regiesseur Marcus Nispel nur noch wie eine blasse Kopie eines damaligen Kultfilms, rausgepresst für ein modernes Publikum, das sich mehr und mehr von gutem Filmgeschmack entfernt.

"Freitag, der 13." hat das geschafft was das Original (zumindest die Nachfolger) erreicht hat: Doofes Teeniemeucheln unter erhöhtem Hormonhaushalt, allerdings ohne die gewisse filmische Essenz (die Stilmittel von Nispel sind einfach, zu einfach... aber effektiv fürs Auge!), also den Hype von Jason fortzuführen. Wirkt wie ein neuer Rambostreifen, ohne Stallone und ertrinkt dabei im Sumpf äh See aller aktuell erhältlichen Teenie-Killer-Folter-Slasherfilme.

Das der Jason entgültig tot ist, zeigt sich spätestens wenn der neue Freddy Krüger mit "Watchmen's Rorschach" Jackie Earle Haley die Bühne betritt. ;)

4 / 10

Review written by
Hazard

DVD-Review
Street Fighter: The Legend of Chun-Li

Review | written by Hazard | 21.07.2009

Als hätte Andrzej Bartkowiak nicht schon genug Mühe sich seit "Doom" nicht als polnisches "Uwe Boll-Plagiat" beschimpfen zu lassen. Tja, seit dem er sozusagen mit Handkantenhero-Steven Seagal in der "Low-Quality-Arena" gestartet ist, kommt er nicht mehr von seiner schiefen Laufbahn (Endstation: Schwarzes Loch des Produzenten) ab... vom Kino nach Direkt-2-DVD, coming soon! Auch die Produzenten haben ihm mit seinen neusten Machwerken wirklich das Rückrat gebrochen! Club-Mucke, dumme Sprüche, Schwachsinnshandlung, Miniaturmoral, Untertitel... Untertitel?! Seit wann habe ich Bock die bei so einer Art Film Untertitel zu lesen?

Den einzigen Grund diese Oldschool-Attrappe (dann wirklich lieber JEDER Van Damme Film!) guter, dumpfer Faustkampfaction der 80er Jahre anzusehen mag wohl an dem hier etwas abgemagerten "Smallville"-Mäuschen Kristin Kreuk zu liegen. Peinlich sind Auftritte von Langhaar-Dackel Taboo der "Black Eyed Peas" als Vega (der mit den spitzigen Gichtgriffeln), der für seinen Unter-1-Minute Auftritt sicherlich viel zu viel Knete bekommen hat. Viel schändlicher ist allerdings das der "echte", übertrieben-trashige "Street Fighter" mit jenem belgischen Schnitzelklopfer und Papp-Kostümen (der lobenswerterweise auf alle wiederlich moralischen Anspielungen und Realismus verzichtet hat) schon wieder sowas wie ein Meisterwerk (für lustigen Abende) darstellt.

In keiner einzigen Sekunde des Films kommt auch nur ein Funken das Gefühl auf einer Spiele-Verfilmung beizuschlafen... das ist krank, dagegen gibt es kein anderes Gegenmittel als die Fernbedienung wie einen Maiskolben abzuknabbern in der Hoffnung irgendwann den Fernseher auszubekommen. Und wisst ihr wie sich diese Krankheit nennt? "Boll-chewismus" *muhaha-schlecht*! Hier gehen alle erhabenen Momente (= Interessante Fights, ich meine ich will doch nur Fights in exotischen Lokations!) und Details die den ganzen "Street Fighter"-Hype überhaupt interessant gemacht haben verloren, oder sind so seicht verändert worden (um z.B. irgendeine bescheuerte Rachefeldzug-Handlung zusammenzuschustern) das sie jeden guten asiatischem Gangster-Gendarm-Thriller verspotten. Allein die Darsteller... wie z.B. Chris Klein, eigentlich ein Underdog-Prinz der herben Comedy... hier so scheusslich als schmieriger Cop - ich konnte nicht mehr hinsehen! Das sind einfach nur Momente des Schreckens, gemacht für goldene Preise deren Vorbilder hmmm Waldfrüchte sind!

Fazit:
Wenn bei einem Titel namens "Street Fighter" nicht mal mehr Platz für unfreiwillige Komik bleibt ist der Ofen aus! Haben wir nicht genug von den bitterernsten Kloppstreifen der 80/90er-Jahre? Und hat es jemals was gebacht eine Spieleverfilmung durch faule Pseudo-Handlung aufzuwerten? Ich meine selbst wenn die Handlung auf höchstes "Watchmen"-Niveau hochgepuscht wird, kämpft man immer noch gegen die Duftmarke eines Prügelspiels an und sollte den Fans einfach nur geben was sie erwarten. Mies, sowas von einem Typen wie mir zu hören, der Mainstreamschnodder gern mit Bierchen belächelt und quält. Aber man sollte dieses "Kindheitsgefühl" das uns Capcom beschehrt hat irgendwie filmisch umsetzen können und sich damit an gewisse Regeln halten. Und diese waren samt Erwartungen sicherlich nicht hoch gesteckt! Warum nicht einfach den "richtigen" Weg gehen und es krachen lassen wie in "Dead or Alive"? Hier übernehmen Bier und Minibretzel die Handlung!

1 / 10

Review written by
Knaxi

Movie-Review
96 Hours - Taken

Review | written by Knaxi | 06.07.2009

Egal welcher Film momentan auf die Leinwand kommt - irgendwie kritzelt immer wieder Luc Besson (Leon, der Profi) am Drehbuch rum bzw. produziert den Streifen. Naja, bei Transporter 3 hat er ein bissel daneben geschrieben, aber egal... Hier hat er wieder ein Drehbuch zu einem hammergeilen Streifen geliefert und mit Pierre Morel (Ghettogangz) einen klasse Regisseur und mit Liam Neeson (Batman Begins, Darkman) einen spitzen Schauspieler an Bord geholt.

Die Story wirkt recht einfach und wiederholt: Ex-Agent im Ruhestand möchte mehr Kontakt mit seiner Tochter, die natürlich aus seiner gescheiterten Ehe stammt, haben. Um sich mehr Zuneigung zu erhoffen, lässt Papa seine "Kleine" nach Paris. Dort wird sie entführt, während sie mit Papa telefoniert. Papa wird nun zur Furie, fliegt nach Paris, wütet dort wie ein Hurricane durch die Straßen und ballert alles nieder was sich ihm in den Weg stellt.

Warum nur bin ich jetzt so begeistert von dem Film? Weil es diesmal kein Seagal, Schwarzenegger, Stallone oder sonst irgendein Actionstar ist, sondern ein alter Liam Neeson, der so furchtbar glaubwürdig rüberkommt, dass man ihm die Killermaschine abkauft und er sowieso den ganzen Film trägt und einfach nur hofft, dass bald das nächste Arschloch ins Gras beißt. Keine großartigen Effekte, sondern altbewerte Action, die uns Morel zeigt. Kein Pardon, die unser Protagonist zeigen darf, keine Schlägereien, die in manchen Filmen unendlich in die Länge gezogen werden - in wenigen Sekunden tötet Neeson hier nen haufen Typen, weil er einfach weiß, wo man hinschlagen muss :-) Über die anderen Darsteller braucht man nicht viel sagen: sie sind halt einfach da und erfüllen ihren Zweck (nicht negativ gemeint, haha)...

Pierre Morel hat nach Ghettogangz wieder einmal ganze Arbeit geleistet und einen kurzweiligen Film für beste Unterhaltung geschaffen. Mit einem diesmal guten Drehbuch von Luc Besson. Liam Neeson, der gewöhnlich in eher ruhigeren Filmen sieht, möchte man wahrscheins genau deshalb stundenlang beim Killen zuschauen. Wenig Effekte und Gore - ein einfach gestrickter Oldschool-Actioner, von denen man wieder gern mehr sehen möcht.

9 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Bedtime Stories

Review | written by Hazard | 05.05.2009

Hach, herrlich... ich und "moderne" Disneyfilme sind wie Feuer und Eis! Aber, wie ihr mich kennt nehme ich mich immer ganz neutral frisch gesichtetem Material an. Erstens, es ist wirklich ein Film für Kinder (das war "Dark Crystal" allerdings auch), zweitens habe ich Adam Sandler platonisch lieben gelernt (auch wenn ich ihn früher irgendwie gehasst habe) und drittens spielt dieser absolut kultige Engländer Russel Brand mit, der schon den Streifen "Nie wieder Sex mit der Ex" aufgewertet hat... burps... so... ich verstehe, das sind keine wirklichen Argumente (und verdammt, warum hab ich "Nie wieder Sex mit der Ex" erwähnt!) - aber das sind gut 3 von 10 Punkten die bei diesem eher lächerlich moralisierten, verdümmlicht-guten Disney-Effektlangweiler etwas gutmachen. Das wir (die alten Kindgebliebenen) natürlich um das 1000-fache bessere Kinderfilme hatten versteht sich von selbst - schliesslich könnte für die tränentreibenden "Hamstergags" hier gar George Lucas engagiert worden sein - aber man hat den Sandler: Diese komische, leicht-gesichtsgelähmte Mischung aus Vin Diesel und Sylvester Stallone die den Film nahezu allein und gekonnt führt und in der jede seine vorherigen Rollen wirklich einwandfrei hineinpasst. Manchmal verlängt es einem einfach nach Sandler - auch wenn Disney draufsteht!

War Adam Sandler in "Click" etwa ein Looser? *Kate-Beckinsale-anführ*! Oder in "Leg dich nicht mit Zohan an"? Hier in seiner weichen Disney-Laufbahn könnte er aber wie Ben Stiller in "Nachts im Museum" (dem Stiller-Pendant zu dem Streifen hier) in das "Kinder-Königreich des Bösen", eben der postmodernen Kinderverdummung hängenbleiben und langsam alt und weich äh reich werden... na das hoffen wir mal aber sowas garnicht!

3 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Unearthed

Review | written by Hazard | 25.04.2009

Vielleicht (aber nur sowas von vielleicht!) seid ihr ja bei der letzten Visite in euerer Videothek an dieser Stinkeperle von Schrottfilm vorbeigelaufen... und hoffentlich blieb es dabei. Der vielleicht (aber auch nur sowas von vielleicht!) einzige Leihgrund, Emanuelle "FarCry" Vaugier in luftigen Tops zu sehen wurde von uns später als "unbegründet zurückgewiesen". Schliesslich sind wir hier nicht bei locker-luftigen sexy "Need for Speed"-Zwischenszenen (da gabs die Dame nämlich zu bestaunen) sondern in einem Monsterfilm gelandet, der kaum vorhersehbarer, langweiliger und oberflächlicher sein könnte. Eine gnadenlose Mischung aus allen hübschen Dummchen, Wissenschaftlerinnen und Sheriff(inen?) sowie von der männlichen Seite harten Typen, ehrwürdigen Indianergreisen sowie strohdummen Cowboy-Anhaltern. Allein hier aber alle Macken und im Detail aufzuzählen würde mir den Bluckdruck unangenehm in die Höhe lupfen, und dieses Gesundheitsrisiko kann ich für diesen Alien/Zerg-Mix mit Schablonendarstellern ohne Seele nicht springen lassen. Als Gegenmittel gleich den großartigen "Slither" anschauen, wenn ihr von dieser "Heuschrecke" infiziert worden seid, deren Art das Filmgenre in Massen abgrast und "ausbluten" lässt.

2 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
The Strangers

Review | written by Hazard | 15.04.2009

Ein reinrassiger Hollywood-Spannungsreigen nach besseren Vorbildern wie "Motel" (Kate Beckinsale, gewichtig!) und natürlich dem einzig wahren "Funny Games". Spannungsaufbau routiniert, Darsteller routiniert, Türen und Fenster solide, Masken witzig aber neutral, das Röcheln des männlichen Geisslers routiniert... der ganze Film, eben einfach viel zu routiniert und vorhersehbar.

Für Fans zu blutleer und einfallslos und für Filmgeniesser weder wegweisend noch irgendwie genial. Wo französische Psychoknüller erst den Hebel samt Niveau ansetzen, wartet man hier nur auf herunterfallende Pfannen, eingeknickste Beinchen und das der Verfolger, sobald sich die geplagte Hauptfigur umdreht wieder einen Kilometer weit entfernt hat. "The Strangers" ist ein klitzekleiner Tropfen Blut in einer "großen Lache" des Genres das mehr und mehr (und völlig zurecht!) durch europäische Konkurrenten besetzt wird.

4 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Diary of the Dead

Review | written by Hazard | 14.04.2009

George A. Romeros "Zombietagebuch" ist nach längerem Ausharren seiner Fans bei weitem keine Miniatur-Evolution wie es bei seinem Vorwerk "Land of the Dead" der Fall war - war ja allerdings auch schon Geschmackssache. Der schon lange durchgekaute Aufruf an das Medienkonsortium und freie Berichterstattung werden hier eher durch den Kakao gezogen und wirken als Hauptthematik unfreiwillig langweilig! Vielleicht liegt es auch daran, das den Darstellern, hier gefühlte B-Movie-Stars, ein durch und durch zusammengenähtes Drehbuch an die "Brüste" genäht wurde (bei der einen Texanerin hätte ich das gerne selber gemacht :D). Also eine Art "Frankenstein" aus guten Zombie-Drehbüchern ohne sprudelnden Einfälle. Der "Hinter-der-Kamera-statt-nur-dabei"-Aspekt, den hartgesottene Reporter samt Kameramann an den Tag legen - anstatt eben ins Geschehen einzugreifen (ob zum Wohle der grausamen Natur z.B. bei hässlichen Tierfilmchen oder hauptsächlich wegen Quotengeilheit) wirkt hier roh und dumm - keineswegs aufwühlend oder ernsthaft kritisch.

Den kompletten Film in stark entwackelter "Shacky-Cam" mit ein paar absurden, unrealistischen Kameraeffekten zu drehen ist weder bahnbrechend noch ultraneu. Das Romero ein traditioneller Filmemacher ist, wissen wir und hätten wir unbedingt geschätzt. Doch das Gefühl hier ultraveredelte "You-Tube-Optik" mit "trash-gebeutelten" Dialogen zu vereinen bietet dieser Fankost eher den bitteren Geschmack fehlender Substanz. Massig Klischees, Situationsklau und "mindestens" 1 bis 3 dröge inszenierte Charaktertypen vom pickligen Student, der heissen Biene bis zum versoffenen Lehrer - die man alle schon irgendwie im Film hat leiden sehen. Für einen Mann, den ich als Vater der Zombie-Filme (wie jeder Fan) schätze hätte die Wertung fast noch schlimmer ausfallen sollen. Dieser reinrassige Videotheken-Knüller der zudem noch realistisch wirken soll hat bei einer so miesen "Überlieferung" aufs Filmmaterial keine Gnade zu erwarten. Zumal Romero nicht sich selbst kopiert, sondern auf relativ furchterregende Weise Snack Snyder's "Dawn of the Dead" zu klonen versucht. Schon gruselig wenn ein 1A-Remake eines eigenen Werks solche Nachahmungswillkür auf einen ausübt. Dialoge plump, Realismus schwach (was bei der optischen Erzählweise kritisch ins Gewicht fällt) und die Situationen aus geklauten Zombie-Klischees sind einfach nur nervenzehrend. Ja wenns allein nur um die heftig-guten, oft digitalen Spezialeffekte gehandelt hätte, dann wär das Teil ja erste Sahne... aber mit der Handlung, nööö sorry! Da hat "Brain Dead" als schwarzhumoriger Zombie-Meilenstein ja 1000x mehr Inhalt als dieser vermurkste pseudo-intelligente Zombie-Schwachposten. Direkt-to-DVD-Charme trifft altbackenen Hirntod für fanatische Romero-Fans. Total charme- und lustlos! Shliesslich kann man immer noch traditionelle Filme mit eigenem, kernigen, männlichen Charme drehen die nicht fürs Massenpublikum taugen: John Carpenter machte es vor.

2 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Tintenherz

Review | written by Hazard | 10.04.2009

Schon mal was von der "unendlichen Geschichte" gehört? Bringt mich nicht zur Verzweiflung! Eben jener schaurig-schönen "Kindergeschichte" von Michael Ende die so ausgeführt wurde als hätte man die Atmosphäre von "Die Rückkehr der Jediritter" mit der Isolation, Verzweiflung und Abenteuerlust eines "Labyrinth" gekreuzt. Leider ist "Tintenherz" genauso seelenlos und kindgerecht wie "Der goldene Kompass", "Narnia 1 & 2" und "Die Geheimnisse der Spiderwicks" geworden - eben nur Durchschnitt. Ob es am "Kammerspiel" liegt, also die Art Inszenierung die darauf hofft wichtige Atmosphäre durch die Darstellungskraft der Schauspieler einzufangen und dabei Screenplay und Kamera eher minimal anfässt, könnte schon sein... das wirkt hier aber eher geschunden und einmal-gedreht, schliesslich sehe ich nirgends einen Ian McKellen :P Allerdings sticht hier natürlich Andy Serkis und genauso großartig Paul "Gangers No. 1" Bettany heraus. Echt traurig, das sich gerade Ian Softley (der Kevin Spacey mit "K-PAX" an der Hand hatte, und ein kleines Meisterwerk schuf) hier einen recht magielosen Kinderbuch-Besteller vorgaukelt dem es total an Raffinesse eines Terry Gilliam mit "Time Bandits" oder Dramatik eines Roman Polanski mit "Oliver Twist" fehlt. Ich rede hier nicht davon das "Tintenherz" schlecht ist, aber es ist jene grausame, kinderleichte Unterhaltung die mal wieder versucht den Grundgedanken von Dramatik und Stil eines "Herr der Ringe" aufzunehmen, aber in fast allen Punkten scheitert. Ja eben fast, "Gollum" und Paul Bettany als guter "Aragorn-Kopie" sind ja noch da!

Schlussendlich haben wir dann vergleichsweise keinen "Der kleine Hobbit" sondern eher "Eragon" am Hals, und der war ja einfach ein schnöder, wenn auch "einmalig" unterhaltsamer Wellen- äh Drachenreiter im großen, dunklen Schatten eines Pete' Jackson. Ja, meine Damen und Herren ich mag sogar fürchten das eben jenes riesige Ungetüm in "Tintenherz" (okay, es ist eine Art Balrog, wenn ihrs genau wissen wollt! *tada*) aus seiner Effektschmiede Weta kommen gekrabbelt ist... denn dieses bietet wenigstens kurzzeitig einen kleinen Lichtblick fürs Auge - Spannung dabei Fehlanzeige. Das Vieh sieht man ja schon im Trailer und auf dem Cover *wow*!

Positiver: Für Kinder harmlos gut und hält sich mit Effekthascherei erstaunlich weit zurück - nutzt den digitalen Zauber an sinnvollen Stellen. Aber wenn der Sud aus mässigen und guten Darstellern mit leichtsinnig inszenierten Stellen zu köcheln beginnt hat man eben keine sensationelle, epische Geschichte, sondern eher ein geplagtes, lustverlassenes Werk das wirklich nur existiert aber nicht inspiriert.

Hey, aber Sirena Miller als Frau von Brendan Fraser ist absolut scharf. Das ist ein wichtiger Punkt, meine Herren!

3 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Martyrs

Review | written by Hazard | 07.04.2009

Französische Foltermärchen und amerikanische Quälreigen wachsen mehr und mehr zusammen. Nicht umsonst haben exzellente französische Regiesseure wie Alexandre Aja schon sehr gute Vorlagen aus "Ami-Remake" und französischem Gewaltstil in "The Hills have Eyes" auf uns losgelassen. Nur an Qualität und unkonventioneller Story kommen pure Amis (eher große Produktionsstudios, die auf Massentauglichkeit trimmen) leider nicht heran. "High Tension", "Inside", "Frontiers" und nun "Martyrs" haben ihren eigenen, kalten Schauercharm und können einem brilliant die Seele zersetzen und dabei noch so unverblümt wie möglich die genialen Darstellerinnen "runterputzen". Das dieses Grauen nun noch eine entsetzliche Spur weiter ins ethnische und moralische driftet, macht diesen neuen, französischen Film unglaublich schwer... schwer zu ertragen! Wenn einem erstmal seit Jahren das Lachen vergeht (aus reiner Freude an eben blutverschmierten französischen Amazonen - sorry, aber französische Männer müssen dagegen voll die Weicheier sein! :) liegt das daran, das "Martyrs" eine Grenze knackt die den Film entweder als abartige Kunst oder als absolutes Tabuthema abstempelt. Selbst "erfahrene" Filmliebhaber derber Kost werden um den ein oder anderen Albtraum nicht herumkommen oder zumindest über das "Ziel" dieser Tortur nachdenken.

Frankreichs derzeit provokativstes "Leichentuch" mit einer unglaublichen, komplett verwirrenden, versteckten Sympathie zum grausamen Ende! Für mich eher Kunst zum Seele auskotzen - und da ist der gemeine Franzose wirklich Spezialist drin! Kein Film zum Gern haben... und schon garnicht zum Spass haben!

10 / 10

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Hazard

Movie-Review
Madagascar 2

Review | written by Hazard | 06.04.2009

Knuddelige Tierbeschau mit extremen Tempo (allerdings nicht in Gags pro Minute gemessen) das leider nicht die wesentlich philosphischen und liebenswerteren Pixar-Meisterwerke erreicht. Allerdings fetzige Unterhaltung für hyperaktive Nervensägen / Kinder und Pixelfanatiker die echte, unsynchronisierte Tiere in Zoos einfach doof und langweilig finden (Wie ich, wenn ich schrecklich schlecht drauf bin :D). Da gehts nunmal hin... pädagogische Wertminderung der realen Fauna inform von "König der Löwen"-Light mit sinnfreien, aber witzigen Kettenreaktionen und ein paar wenigen, guten Hommagen a la "Twielight Zone - Der Film"...

5 / 10

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Hazard

Movie-Review
Eden Lake

Review | written by Hazard | 06.04.2009

Na den kennt ihr sicher schon... kommt 'nen junges Päärchen zum See, macht sich 'nen schönen Abend und wird später blutverklebt durch den Wald gehetzt. Die bekannte Struktur des ausgelaugten Slashergenres. Was sich allerdings folgend zuträgt versetzt einen zunehmend in blanken Hass auf die heutge Jugend :P. Wer schon "Funny Games" und "While she was out" geliebt hat, wird bei "Eden Lake" mit einem besonders bösen Ende beglückt. Einer dieser überraschend guten und fiesen "Frau-gegen-die-Welt"-Filme mit einem beängstigend realen "Gegner". Übrigens auch ein gutes Argument wenn böse Eltern alles auf Killerspiele schieben... wenn einem da nicht der Spiegel vorgehalten wird, dann weiss ich auch nicht ;)

8 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
U-900

Review | written by Hazard | 06.04.2009

Der erste (und letzte?) Atze Schröder-Film der ohne Atze viel besser ausgelaufen wäre. Zumal seine Scherzeinlagen im Vergleich zu den "guten" Bühnenshows so gut wie garnicht vorhanden sind und *sorry* stören! Als U-Boot-Film macht der Streifen sogar was her: Inszenierung sowie (Schauspiel-) Crew zeigen ernsthaft Niveau (der knorrige Maschinen-Cheffe ist köstlich) und steuern den Film eigentlich in niveauvollere Gewässer. Am besten als "Techdemo" für einen großartig-gefilmten U-Boot-Streifen anschauen und man überlebt alle schwachen Gageinlagen bis zum glückseeligen Ende. Hoffentlich checkt Sven Unterwaldt mal endlich das er fast wie Bully Herbig ein Auge für ernstere Filme hat, und unheimlich beschissene Filme a la "Sieben Zwerge" mit der offenbar leidlichen Zutat "Humor" lassen sollte.

3 / 10

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Hazard

Movie-Review
39,90

Review | written by Hazard | 31.03.2009

Gerade als Werbemachender frägt man sich so einiges... aber nicht wie exzentrisch, krank, arrogant und schlussendlich süchtig man nach "Oberflächlichkeit" (schnelle Autos, nuttige Frauen, Markenklamotten, Koks usw.) wird, wenn mans mal ganz oben auf die Leiter einer großen Werbefirma gekrabbelt ist. Wenn man in unzähligen, total überbezahlten Arbeitsstunden die ganzen Werbelügen eines bestimmten Lebensmittelriesen (aus "Danone" wurde wohl "Madone" ;) über seine Konsumenten kleistert und damit deren Seelen vergiftet. Es ist wohl reine Illusion ein echt guter Mensch zu bleiben, mit zu viel Geld im Sack und den nahezu unendlichen Möglichkeiten die sich dadurch ergeben. Hey, bald isses soweit bei mir! *muhahaha* Das der "gemeine" Franzose da keine Hemmschwellen kennt und recht kompromisslos ans Thema "Leben" geht versteht sich fast von selbst. Da waren die Jungs schon immer viel kritischer als so mancher Pseudo-Moralfreimaurer aus Hollywood. Denn unsere "Pariser" verstehen es nämlich ganz einfach die Wahrheit augenzwinkernd und elegant mit einem großen Schuß Ekel zur Schau zu stellen. Der Film ist äusserlich so ästhetisch das (rööööchtig!) der Kern kaum verdorbener sein könnte.

Als Regiesseur von "Dobermann" biegt Jan Kounen zwar in ein vermeindlich eleganteres Thema "Konzerne und Werbung" ein, bringt seine absurden Visionen aber ebenso zynisch und unterhaltsam wie bei "Dobermann" an den Kunden... pardon Zuschauer. Vielleicht ist die ganze Buchverfilmung deshalb so gruselig, weil er hier ohne Waffengewalt demonstriert wie versaut das Leben im großen Stil abläuft und sich jene geldgeilen Massenseelenmörder über Details in Werbefilmen streiten die jeglicher Vernunft trotzen. Da unterhält man sich stundenlang über den Farbton des Rasens im Werbeclip?! Fast jede Szene des Films, oft übersteuerter und unrealistischer es kaum geht, wirkt im gesamten wie ein gigantischer, großer Werbeclip. Gerade diese verkehrte Scheinheiligkeit bewahrt den "unglaublichen" Charme sich komplett jenseits von Gut und Böse zu fühlen, während man diesen Trip verköstigt. Einige Kritiker sehen das allerdings anderst, gut. Denn die Mittel einzusetzen die er angreift hat irgendwie was absolut, total verbotenes. Das sich seine Hauptfigur - der Werbefachmann Oktav - selbst als größtes Arschloch der Welt bezeichnet ist da fast schon ein Tick Selbsterkennung oder Reue zu viel. ;) Erst nach einigen Rückschlägen im Zusammenhang mit Drogen erkennt er langsam aber sicher wie wert- und sinnlos seine Arbeit, nein viel schlimmer... sein Leben nun geworden ist.

Ein heilloser, amüsanter Trip paart sich mit Filmen wie "American Psycho", "Fight Club" und "Fear and Loathing in Las Vegas"... und Regiesseur Jan Kounen scheut sich nicht davor die "Merde" ans Tageslicht zu befördern. Nein, er garniert das Ganze auch noch mit Petersilie und Kaviar. Also perfekter Optik und köstlichen Schauspielern denen man den Werbe-Wahnsinn absolut "abkauft". Das sind Typen die für ihren Tageslohn in zwei Minuten theoretisch einen flauen Abklatsch jeder uns bekannten hochgestylten, seelenlose Werbung produzieren und den Rest des Tages von Kokstisch zu Kokstisch wandern. Und weil sie vor ihrem großen Auftraggeber jedes mal den Schwanz einziehen müssen, verabschiedet sich auch noch das letzte Stück oft nur vermeintlicher Kreaktivität. Weil man eben weiss das diese Kreaktivitätslücke nur allzu gern durch Geld oder noch bessere Positionen in der Werbefirma wieder geschlossen wird. Schmeichelhaft selbstzerstörerisch mit dem Hintergedanken wieviel Geld für "Werbeopium" ausgegeben wird, während überall auf dem blauen Erdball die Menschen verfaulen nistet sich in Oktav sowas wie ein Gewissen ein. Vielleicht ändert sich Oktav ja noch? Die Frage ist nur ob es dann nicht schon zu spät ist? Dreht er sich nur im Kreis wie sein Albino-Meerschweinchen das er gerade mit Kokain gefüttert hat und nun nach einem schnellen (...sehr schnellen Sprint im Laufrad - muhahaha!), kurzen Leben einfach den Löffel abgibt?

Ihr wollt einen offensiven Film der sich an ein längst fälliges Tabuthema wagt? Da ist er! Und er spuckt Gift und Galle... mit Zuckerguss obendrauf! Die allgegenwärtige Substanzlosigkeit in Film und Fernsehen nimmt ja nicht nur geistig schrecklich Formen an, nein es geht uns ja allen direkt an den Geldbeutel. Keine Angst, der Film ist nicht so rebellisch und fanatisch moralisch, ganz und garnicht... er zeigt die Probleme bissig und beherzt auf, wie es sich für einen Franzosen gehört - bravo! Schliesslich bekommt es heutzutage kein Film mehr zu Stande (egal wie einfallsreich, in diesem Fall) irgendwelche persönlichen Einstellungen umzukrempeln... zumindest beim durchschnittlichen Publikum (RTL-Gucker / Bildzeitung-Leser / SPD-Wähler). Wir nehmen das Medium Film leider garnicht mehr ernst, es ist und bleibt einfach nur noch "reine" Unterhaltung. Glücklicherweise beschmutzt der Film dieses "reine", und was bleibt ist dieser bittere Nachgeschmack, einer rein oberflächlichen Werbewelt dessen Konsumenten große Geschwüre pardon Industriekapitäne heranzüchten und immer erst aufstehen wenn es zu spät ist. Nein ehrlich... wir haben die ganzen, fetten, korrupten, überbezahlten Bosse auch verdient! ;) Schliesslich muss ja jemand das ganze unnütze Zeuch schauen (für jene die das gleich abstreiten dann halt: "unterbewusst aufnehmen") und kaufen!

"Kennt ihr den Unterschied zwischen Arm und Reich? Die Armen verkaufen Drogen, um sich Nikes zu kaufen, und die Reichen verkaufen Nikes, um sich Drogen zu kaufen." ...dat ist ein Zitat aus dem Buch "39,90", das hier just verfilmt wurde. :) Ein klarer Fall von Film mit Nachwirkung - zynisch, übertrieben und herrlich scheusslich. Achso warte, ich arbeite ja selbst in Sachen Werbung: Habe ich da überhaupt das Recht mich hier so kritisch darüber zu äussern?
(a) Ja, gerade dann oder (b) nein, eben nicht?

Das sind die Momente die ich Liebe und diesen Film zur Delikatesse machen... und ihr habt natürlich auch die Möglichkeit zwischen zwei Enden zu wählen ;)

10 / 10

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Uncle Pecker

Kino-Review
Watchmen

Review | written by Uncle Pecker | 30.03.2009

Von Superheldenfilmen hält Onkel Pecker normalerweise so viel: perfektes Vakuum! Seien wir doch mal ehrlich, der einzige Weg, wie Flachzangen in Fledermauskostümen oder sonst irgendwelchen Schlafanzügen in halbwegs glaubwürdigem Filmszenario einen Missetäter unschädlich machen könnten wäre durch pythonesques Hervorrufen von Totlachen. Allerdings sind manche Menschen schwer zum Ausgehen zu bewegen und so nahm ich die Gelegenheit wahr in den erstbesten Film zu gehen, den mir zwei gewisse Mitstubenhocker vorschlugen, auch wenn ich mir dafür lächerliche Gestalten in dümmlichen Kleidern mit übermenschlichen Trottelfähigkeiten und abwegiger Denkweise in dummdreister Handlung auf Großleinwand antun müsste. Aber ich wurde tatsächlich eines besseren belehrt. Eines VIEL besseren:

Schon nach kurzer Zuschauenszeit macht sich bemerkbar, dass es sich hier um andere „Helden“ handelt als man sie von den schlechten Serien aus Kindertagen und neuerlichen pseudo-tiefgründigen Effekthaschereien (auch wenn Zack Snyder erwartungsgemäß nicht mit visueller Überflutung geizt) kennt. Da gibt’s zum Beispiel den gewalttätigen Zyniker, der Verbrechen rein aus Spaß am Töten und Zerstören bekämpft aber den Großteil der Menschen glaubwürdig als keinen Deut besser als er es ist entlarven kann, oder den psychisch verstörten Ex-Gutmenschen auf dessen Maske sich dauernd verändernde Tintenklecksmuster (die Teil des für den Helden namensgebenden Rorschachtests sind) abzeichnen, der sich aber trotz brutaler Methoden fast redlich um Recht und Ordnung sorgt. Hier werden keine sauberen Strahleprinzen beim Kampf von Gut gegen Böse verfolgt, mit Ausnahme von Mothman vielleicht ;-) , sondern der Gesellschaft der Spiegel vorgehalten, harte aber ungewollt unfaire, wenn auch exzellent gespielte Charaktere bewegen sich neben gutmütigen aber unentschlossenen und müssen sich entweder zusammentun oder versagen, selbst der Quasi-Übermensch (und einzige Superheld im eigentlichen Sinn, da die anderen über keine übermenschlichen Fähigkeiten verfügen) Dr. Manhattan sieht sich andauernd mit seiner offensichtlichen Unvollkommenheit konfrontiert. Diese findet sich in eine überaus, aber nicht exzessiv, komplexe Handlung eingebettet, in der Fragen wie Recht und Moral, Ordnung, Frieden, Sicherheit, Wahrheit, Freiheit, Demokratie, Vergötterung von Menschen und ihr jeweiliger Preis erörtert werden. Sind es Wohlstand und Sicherheit wert eine Lüge zu leben? Bei solch vielschichtigen und tiefgreifenden Geschichten ist Pecker zu Haus und wenn dabei noch stilsichere Film-Noir-Optik und Atmosphäre Verwendung finden jauchzt sein Herzchen. Fast unnötig scheinen da die reichlich gestreuten Splatter-Szenen, an jeder Ecke spritzen hier Gallonen von Blut und Eingeweide (weshalb der Film ab 16 Jahren freigegeben ist, wird wohl ein Geheimnis des Jugendschutzgesetzes bleiben). Sicher braucht ein Film mit solch einer Schmutzatmosphäre ein glaubwürdiges Maß an Brutalität aber man kann eben alles übertreiben und ich hab mich bei Bad Taste immerhin herrlich amüsiert. Auch ist im Nachhinein betrachtet, die Superheldeneigenschaft des Films (auch wenn die Vorlage darauf beruht) fast schon unnötig, da es fast so scheint als wäre die Wahl des Genres dazu getroffen worden, um weniger kopflastig eingestellte Mitmenschen zum Nachdenken zu bewegen. Wobei, Bildung (im Sinne von Denkanstößen) und Filmkunst sich hier durchaus gut ergänzen.

Alles in allem hat Zack Snyder sein aus „300“ und „Dawn of the Dead“ bekanntes Fingerspitzengefühl erneut bewiesen und düsteren Augenschmaus mit interessanter Charakterzeichnung und einem kräftigen Schuss Wahnsinn in komplexer Handlung kreiert.

8 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Der Mann, der niemals lebte

Review | written by Hazard | 24.03.2009

Das waren noch Zeiten als uns der gute Ridley mit dem garstigen Alien oder einem lebensfrohen, aber leider etwas synthetischen Rutger Hauer geplagt und amüsiert hat. Die Magie, in dem Fall Faszination ist nach seinem Riesenerfolg "Gladiator" vielleicht ein bisschen ausgebleicht, schliesslich hat er sich seither eher ums neue Lieblingsfach "Politiker, Gangster und Krieg" gekümmert - aber da auch nicht ohne Erfolg. "Black Hawk Down" und "American Ganster" zeigen vielleicht etwas ungeniert seine routinierte, aber dennoch handwerklich geniale Arbeitsweise seine Marke die stets Vielseitigkeit hinterlässt. Trotzdem wirkt gerade er als gebürtiger Engländer irgendwie "amerikanischer" als so mancher Hollywood-Regiesseur. In Ästhetik und Genre ist er da mit seinem "kleinen" Bruder gleichauf, wobei Tony Scott noch eine gehörige Portion Schnittkunst ins Spiel bringt... dies aber nur am Rande.

"Der Mann, der niemals lebte" ist für Leo DiCaprio und Russel Crowe zwar "auch" reinste Routine, was einen aber nicht stören sollte (da nützlich für die Figuren), denn so "big american" und "eigennützig" der Film auch wieder im Trailer wirkt, ist er nicht. Groß und artig gespielt, moralisch biegsam, offen, spannend und geheimnissvoll fallen mir da eher ein... passende Begriffe übrigens auch für den begnadeten Mark Strong der als "Häuptling" des jordanischen Geheimdienstes (der sich hier namens Hani Salaam mitunter liebens- und vertrauenswürdiger herausstellt als Sesselfurz Ed Hoffman alias Crowe... der unseren Leo dauernd in die Sch*isse reitet) passen.

Fazit: Moralisch, praktisch und gut. Ein guter Spionage/Terror-Thriller der sich zwar in guter Konkurrenz bewegt, aber auch garnicht wirklich extrem abheben möchte. Selbst das eher glückliche Ende zeigt sich hintersinniger als man zuerst vermutet. Schliesslich stellt man sich hier schlussendlich gerne die Frage: Wer eigentlich hinter einem steht und stand wenns hart auf hart kommt. Eine Ergänzung für alle Fans von "The Kingdom" - die beim Thema "Mittleren Osten" beide Äuglein offen halten und sich "intelligent" damit ausseinandersetzen.

Hab ich Mark Strong eigentlich schon erwähnt? Auch zu sehen in Guy Ritchies "Revolver" oder "Rock n' Rolla"? Allein hier zeigt sich Ridleys Gespür für geniale Besetzung... ein Näschen hat er halt! Auch wenn er seine "fantastische" Ära wohl begraben möchte.

8 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
The Gene Generation

Review | written by Hazard | 24.03.2009

"The Gen-Generation" ist nicht etwa eine tiefsinnige Zukunftsvision die "Equillibrium" oder "Blade Runner" das Wasser reichen möchte - aber der Streifen hat nunmal: Bai Ling. Achso, ihr kennt die Gute garnicht? Dann wird es noch viel schwieriger an diesem Trash trifft Cyberpunk-Erlebnis Unterhaltung zu finden. Er ist nämlich bedrückend mies bis mässig gespielt und wirkt so ungünstig wie John Travolta und Forrest Whitaker in "Battlefield Earth" (wie konnte es eigentlich so weit kommen?)

Das Positive: Er ist wenigstens so kurz das er sogar auf eine anständige Hintergrundgeschichte verzichtet und nach ein paar blutigen Fights und Schiessereien die schaurigen "Chuck Norris-Nebendarsteller" übrigbleiben die einen hoffentlich in den Schlaf wiegen. Vielleicht ist tief in der DNA des Films ja etwas versteckt, was die asiatische Amazone Ling, ja unsere "Tomb Raider" Asia-Style zur Königin... Aber nein, selbst diese DNA ist geklont und erinnert nur in minimalen Strängen an erheblich bessere Filme wie "eXistenZ" oder "Strange Days". Wie ich all diese Filme hier überhaupt in Vergleich stellen konnte ist mir ein Rätsel, vielleicht weil ich die Dame seid "Southland Tales" und dem kommenden "Crank 2" nicht ganz abschreiben möchte? Sie hat hier nunmal eine Hauptrolle, ob verdient oder eben nicht ;)

2 / 10

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Hazard

Movie-Review
Virus Undead H9N13

Review | written by Hazard | 19.03.2009

"Der beste deutsche Horrorfilm seit Anatomie..." - das mag ja sein, bei vergleichsweise wenig Konkurrenz. Es ist ja gut und schön das "Virus Undead H9N13" es auch mit Filmen aus internationalen Gewässern aufnehmen kann - aber anfangs noch irgendwie schön rustikal-deutsch und anderst schwindet die Idylle sobald die Dialoge und Charakertypen amerikanische Klischees heimsuchen, und man merkt das wirklich nicht mehr viel an Story dahinter steckt = Die Fressen hier einfach den toten, infizierten "Tiersche*ss" aus dem Wald, dank Imbissbude!

Ich bin Fan, aber nicht dringend Fan von jedem "Zombiestreifen" (da gibts einfach zu viele von), und die sind oft halt aus amerikanischen Gefilden. Deshalb wirken die fühlbar unreifen Dialoge und Situationen eher aus einem der miesen Zombie-Filmen der vom bekannten, recht lahmen Teenie-Start-Up erst in der letzten halben Stunde ein paar Zombies rannimmt. Die Charakterauswahl ist beispielslos: Da gibts einen in der Ex-Heimatstadt ungewünschten Schönling, einen etwas irren, schüchternen Nerd und natürlich ein reines Arschl*ch - auf der weiblichen Seite haben wir die zartbesaitetere Ex-Freundin und eine vollbusige Schl*mpe. Wenn dann der massige Alt-Schulrowdy mit viel zu viel Tatoos und "Hirn-Hohlraum" eines Imbiss-Schuppens nach dem Verzehr von "Vogelgrippe"-verseuchtem Futterbestandteilen seinen Ärger rauslassen will und die Party der Teens stürmt oder man einen unserer deutschen Polizisten dauernd extracool und "immer irgendwas fressend" übers Bild nerven sieht wirds einem ganz anderst. Schliesslich gibt es nur einen coolen Sheriff in Filmen mit Untoten oder Vampiren, der Typ aus "From Dusk Till Dawn", "Planet Terror" und "Kill Bill".

Für einen "Independent-Film" laut Cinema ist hier jedenfalls kein neuer Land in Sicht... vom lauen Screenplay, vorhersehbaren Handlungsabläufen und den geliebten Zombies fährt das Teil klar auf die *sorry* "Mainstream"-Schiene - ohne große Höhen und Tiefen. Da helfen auch die fetten Effekte und klasse Machart des Films nicht weiter. Der Film bietet sich am Anfang mit dem lecker mutagenen "Vogelgrippe-Virus" als Plotgrundgerüst zwar eine gute Vorlage, schiesst aber am Schluß nur ein Eigentor in dem er sich international beweisen möchte, anstatt seine Wurzeln zu stärken und einen eigenständigen, deutschen Zombiestreifen zu machen. Wirkt wie "Boll trifft Hitchcock" für süchtige Fans die wirklich keinen Zombiefilm auslassen können... schade! Naja, wenns mundet.

2 / 10

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Hazard

Movie-Review
Burn After Reading

Review | written by Hazard | 27.02.2009

Wie fühlt es sich an wenn die Coen-Brüder einen modernen, verzwickten Spassfilm auf ihrem hohen Niveaulevel auf uns loslassen? Also so einen Film über moderne bzw. modernde Beziehungen, "spionage-tastischen" Verkettungen und genialen, "lebennehmenden" Kettenreaktionen die beim Zuschauen einfach nur Spass auslösen... aber genauso schocken können, gell Mr. Pitt! ;) Nunja, kurz gesagt: Es fühlt sich herrlich an! Auch gerade für Fans die "Ein (un)möglicher Härtefall" vielleicht als eine Art "Coen-Light"-Kost genossen haben und nun ein klitze-klein nun ein wenig mehr Dampf in der "unterhaltsamen" Coen-Sparte erwarten.

John Malkovich als frisch-gefeuerter CIA-Statistiker mit viel Groll, Alkohol und Langweile im Bauch, Tilda Swinton als biestige Ehefrau pardon "Ehe...lampe" die ihren frisch gekündigten Ehemann nun los werden will, George Clooney als charismatisches, fremdgehendes "Betthupferl" mit Faible für Liebesspielzeuge und Brad Pitt als überaktiver, liebenswerter Fitnesstrailer (seit "Fight Club" und "Der seltsame Fall Benjamin Button" gibt es für ihn keine bessere Rolle!) machen es einem sehr leicht den schnöden Hollywoodglanz ihrer eigenen, oft überheblicheren Persönlichkeit durch die Coen-Führung zu vergessen. Hier werden die Stärken dieser schlussendlich unabwaschbaren Charaktereigenschaften sogar gefördert. Und stoppele, last but not least sollte man von Anfang bis Ende nicht die Dringlichkeit von vier kleinen Schönscheits-OPs einer Frances "Fargo" McDormand vergessen, die hier in ihrer Rolle als unzufriedene Fitnesstrainerin nichts anderes mehr im Kopf hat und dabei unbewusst vielen Männern das Leben erschwert... ähäm, oder sie gar davon befreit. Natürlich ganz passiv, dank unglücklicher Verkettungen... eben.

Der ewige Kampf zwischen den Geschlechtern übermittelt in einen köstlichen Cocktail aus Mord, Spionage, skurillen Situationen und Menschen die ja eigentlich garnicht so richtig wissen wem sie trauen oder sich trauen sollen. Dieser kalte Krieg im kleinen Rahmen ist ein cineastisch geordnetes, routiniertes Coen-Chaos mit Topriege an Hollywood-Stars in herrlich schusseligen Rollen. Der große Wirbel um fast nichts mit fatalen Folgen ist so geistreich und frisch inszeniert das man "Burn after Reading" auch als Frau pardon Nicht-Coen-Fan lieben oder zumindest extra-unterhaltsam finden muss. Dann noch meine persönlichen Helden Richard "Stiefbrüder" Jenkins als unglücklich verliebter Fitnessstudioinhaber und David "Sledge Hammer" Rasche als Vertretung der CIA-Obrigkeit gespielt von na... na... klaro J.K. "The Ladykillers" Simmons sind das Salz in diesem leckeren Starauflauf mit schrecklich-schönem Nachtisch.

Für Fans von Ein (un)möglicher Härtefall, Der Rosenkrieg und The Ladykillers

10 / 10

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Hazard

Movie-Review
My Name is Bruce

Review | written by Hazard | 25.02.2009

Wowowow... Moment! Ein Film von Bruce Campbell mit Bruce Campbell über Bruce Campbell für Bruce Campbell-Fans der Bruce Campbell von seiner übelsten Seite zeigt und er dabei seinen Bruce Campbell-Mythos köstlich zerpflückt und dauernd rosettenöffnende Sprüche ablässt... und dazu soll ich noch was schreiben? Ihr wollt mich wohl verscheissern! ;)

Für Fans von Bruce Campbell-Filmen wie Bubba Ho-Tep und Army of Darkness

10 / 10

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Hazard

Movie-Review
While she was out

Review | written by Hazard | 25.02.2009

Eine Frau sieht rot... hier erleben wir Kim Basinger als Familienfrau und Pseudo-Mechanikerin in einer nahezu auswegslosen Situation. Als sie dann ihr Schminkköfferchen gänzlich durch einen Werkzeugkoffer tauscht wird aus der schüchternen, vom Ehemann geplagte Dame der Terminator... oder zumindest ein Dirty Harry auf "Gucci-Schuhen". Als Film allerdings nicht ganz so überzeugend wie Kevin Beacons Rachefeldzug "Death Sentence", aber dank Lokation mit herzhaftem Rambo-Ambiente äh "Wald- und Wiesenspannung" gefüllt. "While she was out" wirkt herrlich roh geschliffen bis einfach nur gewaltverherrlichend. Tja und wenn dann noch der passende Feiertag (nämlich Weihnachten) auf dem Kalender steht hat man einen (fast) Klassiker der Marke Thriller auf der Matte, der einen bis zum verstörenden Ende an die Nerven geht.

Das man das FSK 16-Siegel nicht verstehen muss zeigt sich spätestens wenn unsere bis dahin total verschwitzte, abgeschminkte Kim einem Typen mit einem Schraubenzieher Kunststückchen im Bereich des Hinterkopfes beibringt. Kein Meilenstein, aber Dank Psycho Lukas Haas unverzeihlich blutrünstig bis gut und spannend.

Für Fans von Filmen wie Death Sentence und Tödliche Weihnachten

7 / 10

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Hazard

Movie-Review
Disaster Movie

Review | written by Hazard | 09.02.2009

Natürlich vermeide ich jetzt Anspielungen wie "der Film ist ein Disaster" (auch wenn wir dabei genau auf dem hohen Niveaulevel des vorliegenden Streifens wären), aber der Titel macht seinem Namen wirklich Ehre. Aber hey, ich lass den negativen Sud nun gleich vorne weg - das Positive: Im Vergleich zu "Fantastic Movie" sind die Darsteller oft wirklich gute Imitationen der Originale auch wenn sie fast keinen einzigen, witzigen Dialog rausprusten dürfen. Ein Spass für die männlichen Niederregionen ist der Film allemal, denn es "wirken" eine Menge leckere Ladies mit! Ich sage nur Augenweide versus "Kuhgags" (im Trailer sichtbar) die einen auffordern schleunigst betrunken zu werden um nicht zu verzweifeln. Ein echtes Lowlight sind die unzähligen Tanzeinlagen von bestimmten Serien bei Musiksendern die wir schon ewig nicht mehr anschauen und auch wenn nur in den Staaten den Sinn des Fernsehens vergiften. Irgendwie ... hmmm... Schade, denn hier stimmt die vergleichsweise große Anzahl von Filmanspielungen. Die Qualität sucht man natürlich noch zwischen tollwütigen "Chipmunks" und einem nicht-animierten... "Kung-Fu Panda"?!

Für Fans von Gurken wie Meine Frau die Spartaner und ich und Fantastic Movie

2 / 10

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Hazard

Movie-Review
Kill Buljo

Review | written by Hazard | 09.02.2009

Ich liebe eigenwilligen, schrägen "Lokalhumor" samt Provinzhelden (bin ja schliesslich selbst einer, muhahaha! ;) Aber "Kill Buljo" verlässt sich völlig auf die schlachsige "Anti-Comic" seines Helden der leider nicht oft über den "Schnauzbarthumor" hinausgehen will (eine kleine Priese Möchtegern-Antihumor?!) da machen es sogar "westliche" Produkte wie "Reno 911" etwas besser, und solch kleine Juwelen wie "Napoleon Dynamite" noch tausendmal einfallsreicher! Dabei hat er wirklich einige Momente die einem die Lachmuskeln in Sekundenbruchteilen mit Zoten verknoten. Scheisse, ich hätte diesen Lappen wirklich gerne zu meinen Lieblingshelden erklärt wenn er nach der ersten halben Stunde nicht witztechnisch trockener und deutlich flacher geworden wäre. So richtig durchgebraten ist die ganze Show nunmal leider nicht und wirkt etwas trostlos. Hier kommt wohl nichts an meinen Lieblings-Antihelden "Torrente" dran, der ist wenigstens fett und ekelig, damit schon äusserlich schon viel attraktiver für das Schundheldentum.

Vielleicht für Fans von Napoleon Dynamite, In China essen Sie Hunde und Torrente

4 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Joy Ride 2

Review | written by Hazard | 04.02.2009

Was haben wir denn da wieder? Teenie, Folter und ein Killer auf vier Rädern *gängster-gähn*. Irgendwie schon mal gehört und dank der zahlreichen Konkurrenz geht "Joy Ride 2" ja auch fast spurlos an einem vorbei. Wer auf richtig formidable Filmkunst und wirklich ekelhafte Killer steht sollte zu "High Tension" und als darauf folgende Aufheiterung zum herrlich schrecklichen "Dead End", oder noch besser zu "Monster Man" greifen.

Auch wenn einige Darsteller hier einen gesunden (unter ungesunden Konditionen) Beitrag leisten kommt der Film nie in neues Fahrwasser, alles leidlich und einfallslos anzuschauen - also ich bin ja gegen das Klonen (von Filminhalten, wenn man es so überhaupt nennen darf ;). Noch ärgerlicher kommt dabei das klassich-schäbige Ende mit einem verbrutzeltem LKW-Fahrer der es irgendwie geschafft hat einen freien-und-feurigen Fall in eine Schlucht mitsamt seiner fahrenden Foltermaschine (die natürlich richtig fein auf High-Speed explodiert) zu überleben. Oh nein, hab ich jetzt das furiose Ende verraten?! Fazit: Nein - einfach nur nein. Schon allein für die erbärmlichen Klischees der "Figuren" im Film, da kommen einem Erinnerungen an gar noch schlechtere Filme wie Saw II bis V hoch.

Für Fans von The Hitcher, Wrong Turn 2 und High Tension

2 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Stiefbrüder

Review | written by Hazard | 27.01.2009

Kenner der Materie des Nebenspurhumors sind Will Ferrell und John C. Reilly ja schon Heilige. "Ricky Bobby", "Anchorman" und "Walk Hard" haben diesen "internen" Kultstatus ja schon gefestigt - und zusammen sind die beiden einfach unschlagbar. Sie sind Zwillinge im Geiste und als "Stiefbrüder" genau richtig um eben dieses Chaos im Doppelpack tafelfertig für die Fans zu machen. Klar, muss einem der Adaptow / McKay / Ferrell-Humor liegen - aber eben die die ihn lieben: liegen!

Herrlich "infantile" Hammerkomödie mit nicht ganz keimfreien Spätzünder-Situationen (ich sage nur "Eier und Schlagzeugset") die uns doch alle irgendwie bekannt sein dürten - zumindest den Nerds. Teils erfrischend sinnlos und meistens krönungswürdig anderst und unverbraucht. Dazu Richard "Ich, beide und Sie" Jenkins als Vater, der nicht unglücklicher mit seinen neuen Söhnen sein könnte und einfach durchdrehen muss, ein Genuss. Nur länger hätte er sein sollen, dieser Streifen achso fruchtbarer Spätpubertät, dann gäbs auch die volle Punktzahl.

Der "familienfreundliche" Trailer präsentiert nicht wirklich den Wahnsinn dahinter, lieber die Extended Version schauen und sich eitrig lachen. Tja, liebe Farelly-"Verrückt nach Mary"-Brüder, nun seid ihr mal endlich wieder am Zug.

Für Fans von Die Solomon Brüder, Ricky Bobby, Anchorman und Walk Hard

9 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
The Fighters

Review | written by Hazard | 27.01.2009

Da boxt und kickt es sich nach oben, das lahme "Rocky"-Duplikat für Teenies mit Amber "Mandy Lane" Heard und dem nicht ganz unsympathischen Hauptaktivist Sean Faris. Der Plot ist *pardon* eher was für "Waschweiber" und wirkt wie ein kastrierter "Fightclub"-Ausflug ohne Höhen und Tiefen. Dieser reinrassige Teenie-Streifen versucht sogar irgendwie wertvoll und weise zu wirken, was teils auch im Zusammentun mit Djimon "Amistad" Houson passieren kann - nicht muss. Allerdings bleibt von den verschwitzten Adoniskörpern und der (=meiner) neuen Traumfrau Amber Heard nach dem Film nicht mehr viel übrig. Im Vergleich zu Rocky Balboa eine komplette KO-Niederlage. Viel zu hervorsehbar und klischeeverklebt.

Vielleicht für Fans von Blood Sport, Karate Kid und ein wenig Rocky

3 / 10

Review written by
Hazard

Kino-Review
Transporter 3

Review | written by Hazard | 20.01.2009

Der neue Transporter verpuppt sich als recht einfallslose "Wald und Wiesentour". Trotz dem abgefuckten Vorgänger (der die Messlatte für "Übertriebenheit am Steuer" ja ziemlich hoch gesetzt hat) fehlt hier einfach der Biss. Sogar die "Statham vs. 10 Schergen gleichzeitig"-Fights wirken nun nur noch ermüdend und nachgeahmt. Der Film wirkt eher wie ein faustfroher Roadmovie durch Europa. Einzigster Lichtblick ist Robert "Hitman" Knepper als kantiger Bösewicht. Ähnlich wie bei "Rush Hour 3" geht hier wohl langsam der Sprit der Serie aus. Auch wenn die Grundsituation mit den "Handgelenkbomben" etwas einfallsreiches, nunja fast ein wenig "crankes" haben könnte. Jedenfalls, verpasst hat man nichts... und das es nicht jedes Mal abartig Spass macht sich Jason Statham mit "Freiheitseinschränkungen" rumärgern zu sehen zeigt diese neue "Luc Besson-Produktion". Mensch, wo ist denn "Leon - Der Profi" hin... immer noch auftanken?

Für Fans von Transporter 1 & 2 und Rush Hour 3

4 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Black Book

Review | written by Hazard | 11.01.2009

Selbst wenn man Paul "Robocop" Verhoeven auf Sex und Gewalt reduziert (was nicht so einfach funktioniert, weil er viel zu unterschiedliche Filme auf der Kante hat) schaffen es nur wenige Regiesseure mit diesen zwei Hauptzutaten intensive, unterhaltsame und aufwühlende Filme zu schaffen. Er ist nunmal direkt, macht fast keine Kompromisse und wirkt sogar bei bewusst überdrehten "Liebesschnulzen"-Anspielungen ("Starship Troopers") herzlos (macht sich fast schon darüber lustig). Selbst wenn man seine "gewalttätige" Ader nicht mag, in seinen Filmen geht er immer an die Grenzen, und die bleiben zweifelsfrei in Erinnerung. Über ihre Grenzen steigt auch seine "Traumfrau" und Hauptdarstellerin, die noch relativ unbekannte Carice van Houten welche im Film mit ihrer direkten, leicht lasziven und offenen Art als verfolgte Jüdin in Holland mit ihrer Familie vor den Nazis flüchtet und dabei sowohl gesunde Feinde wie ungesunde Freunde dazugewinnt.

Der Film ist für Kenner der "WWII-Riege" einfach köstlich, wirkt sündhaft "unterhaltsam" und dennoch tiefgehend mit einer großen Priese Spannung und Inszenierung die einem "Indiana Jones III" und "Schindlers Liste" alle Ehre bietet. Das schaurig-schöne an Verhoeven ist nunmal das er nie zu stark auf dem moralischen Aspekten rumkauen möchte sondern eine atemberaubende Geschichte erzählen will. Tja, ob es im passt oder nicht, er kratzt dabei immer an den Gefühlen der Zuschauer, was nicht immer an den Greueltaten liegen muss - sondern durch die markanten Darsteller an Masse gewinnt.

Wenn sich die (atemberaubende) Hauptdarstellerin später dann mit dem bösen Hauptsturmführer Müntze (Sebastian Koch - das nenn ich mal einen nennenswerten, deutschen Schauspieler) in die Kiste legt um mehr über die Ermordung ihrer Familie herauszubekommen, folgen jene unglückliche Wendungen die sie in die bittere Ecke der Verzweiflung stellen: Freund, Feind.... Hier kann man sich auf ein paar tiefschürfende Wendungen gefasst machen, den schliesslich ist alles möglich, wenn es um das liebe Geld geht.

Paul Verhoevens ist der wahrhaftige, fliegende Holländer: Er balanciert hier geschickt zwischen Abenteuerfilm und Kriegsdrama - pausenlos und nahezu ungehemmt. Fast schon ein kleiner Spritzer "Basic Instinct" trifft einen großen Topf "Sophie Scholl" und "Schindlers Liste" mit niederländischen/deutschen Darstellern die sich mehr als international behaupten dürfen - vielleicht auch durch Verhoevens brodelnde Art als Regiesseur und Freigeist.

Ein großartiger Film, der sich in die Reihe der ganz Großen "WW2-Kriegsdramen" stellen kann.

Für Fans von Schindlers Liste, Sophie Scholl, Der Pianist und ein klein wenig Pan's Labyrinth.

9 / 10

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Hazard

Movie-Review
Bangkok Dangerous

Review | written by Hazard | 10.01.2009

Das Original von "Bangkok Dangerous" habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen, bestimmt ein glänzendes Original, aber was dieses Remake mit einem durch und durch gelangweilten Nicolas Cage hermacht kann ich euch sagen: Es ist beschissen! Hier werden alle schlechten Seiten von Nicolas Cage gefördert. Beschissen-lange "Tom-Hanks-Schwuchtelhaare", "Dauer-Hänge-und-Flenn-Gesicht" und gar grauenhaft unterfordert wirkt der gute Mann. Der Film erreicht oftmals nicht einmal die Qualität eines schlechten Steven Segal Films und sprudelt voller dumpf-vorhersehbarer Figuren Klischees. Dagegen ist sogar "Hitman" als Feind aller Kritiker und "Killerthriller" ein Meisterwerk.

Das einzige was dieses Remake schafft ist einen richtig runter zu ziehen und wirkt wie Gift auf die richtig guten Asiathriller wie "Exiled", "Silent Killer" oder "Running Wild". Einer der schlechtesten Cage Filme auf Welt und selbst als "Ästhetik-only-Thriller" grottenschlecht. Dann lieber was zu lachen wie "Bangkok Loco" oder "Hitman" - wer es anspruchsvoller mag, siehe Filme hier unten.

Vielleicht für Fans von A Bittersweet Life, Exiled, Silent Killer und Hitman

1 / 10

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Hazard

Movie-Review
Die Mumie und das Grabmal des Drachenkai...

Review | written by Hazard | 08.01.2009

Rachel Weisz wurde wohl schon vom leicht fauligen "Fortsetzungszauber" der zweiten Auferweckung der Mumie abgeschreckt, denn ihre Figur (sie hat bekanntlich eine sehr gute ;) ersetzte man in dieser flauen "Indy-Alternative" durch Maria Bello (ebenfalls gute Figur, sogar nicht mehr so knochig!)... soviel jedenfalls zu den weniger schlimmen, wissenswerten Neuigkeiten dieser Fortsetzung. Ansonsten lasset uns eines vorraus sagen: Die dritte Mumie ist einfach nur eine belanglose, trickverwöhnte CGI-Machtdemonstration die auch mit Untertiteln und Asiakinoflair versucht an Filme wie "Crouching Tiger, Hidden Dragon" oder an Jet Li-eignen "Hero"-Meisterwerk mitzumischen (das klappt ja vielleicht ganze 10 Minuten, bis sich der vorgekaute, amerikanische Humor einnistet... den wir ja von der ersten "Mumie" kennen und damals noch geliebt haben).

Irgendwie ist der Anfang ein eigenständiger (aber für die "Mumie"-Serie etwas unpassender) "Film", eine Art "Anti-Hero" mit Jet Li als Bösewicht und später (wenn es zur Sache geht) einfach nur ein einbalsamiertes, brüchiges Stück Mumie (deren Charakterzüge fast direkt von Teil 1 und 2 kopiert wurden, lecker Motioncapturing) mit ner Menge Spezialfähigkeiten von Feuer bis Wasser. Es ist eine "Asiakinofarce" im Schnelldurchlauf bei der sich der kaugummikauenden Westen mit dem ästhetischen Osten paaren möchte (sehr beispielhaft sogar im Film herübergebracht: O'Conners Sohn verliebt sich in eine asiatische Dame...) Das Söhne bekannter Helden irgendwie nerven, hatte bei Indy wenigstens ein bisschen Charme, doch hier wirkt der Sohnemann nur noch leer, allerdings auch alle anderen Figuren. Der Film wirkt lästig und längst überholt und stützt sich nun vollends auf seine "Blu-ray-reifen" Spezialeffekte. Wenns dann mal zu leise wird kommt wieder dieser Drang irgendeinen flauen Spruch aus den Backen lassen, beängstigend! Für Typen die sich gerade einen Blu-Ray-Player gekauft haben sicherlich eine interessante "Hollywood-Tech-Demo", aber sind wir ehrlich zu uns selbst: Dann lieber Riesenameisen, digitale Schrottaffen, Aliens statt Yetis und ne fiese Russin die mal ne zauberhafte Elbe war.

Mit Untertiteln und Asia-Storyline dreht hier keiner mehr die Niveauschraube hoch. Und der gute Jet Li wirkt als Mumie genauso farblos und nutzlos wie 15 Rollen Toilettenpapier statt in Edelbinden zugemumt. Wer dann noch die Yeti-Football-Szene antun musste kann sich bald einbalsamieren lassen. Grundzätzlich ist die Mumie nur Beleidigung anspruchsvollen Asiakinos, ein würziger Handkantenschlag ins Gesicht für Filme wie "House of Flying Daggers" aber auch als Spassfilm und Mumien-Fortsetzung kein Wunderwerk das man sich nochmal anschauen würde. Lässt man sie nun endlich in Ruhe schlafen?

Für Fans von Die Mumie kehrt zurück und Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

2 / 10

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Hazard

Movie-Review
Redacted

Review | written by Hazard | 07.01.2009

"Redacted" ist ein Film der einen nicht kalt lässt, schon wie Brian de Palmas ähnlich verstörendes Kriegsdrama "Die Verdammten des Krieges", nur auf einer ganz anderen für ihn fast neuen Stilebene. Er zeigt hier ganz unverblümt, optisch sehr schlicht ein scheußliches Kriegsverbrechen im Irak. Gefasst in hässlichen, wackeligen Bildern - so unerträglich trocken - dass es einem bewusst an Sinn und Verstand fehlt... eben genau was das Verbrechens selbst und das Thema Krieg im allgmeinen wiederspiegeln soll. Sicher kennen wir viele "dokumentarisch-inszenierten" Filme (nach einer wahren Begebenheit) mit ähnlicher Gewichtigkeit und Zusammenhang, allerdings nicht von einem De Palma. Der visuelle Perfektionist der für uns schon unzählige Kameraschienen verlegt hat ("Die Unbestechlichen", "Scarface") bringt mit "Redacted" nicht nur ein wahres Kriegsverbrechen auf unseren Radar sondern ein (für US Army-Verhältnisse wohl einfach nur schmutziges, kleines...) Geheimnis das nicht verschwiegen werden darf. Dabei ist der Film keinesweges "antiamerikanisch" (wie einige Kritiker es zu Blatte gaben) sondern durch seinen "Kleinfilmcharakter" einfach nur unerwünscht und ätzend, weshalb wohl die meisten amerikanischen Filmfonds da ihre Finger von gelassen haben. Er wirkt genauer betrachtet recht unparteiisch und neutral, auch wenn mans zuerst nicht glauben mag.

Zum Nachdenken kommt man allerdings auch da man nicht genau "messen" kann ob De Palma den Medien vorwirft (gesprochen durch seine Darsteller) nur zu beobachten anstatt zu handeln oder andererseits die "YouTube Generation" inkl. freier Meinungsäußerung ankurbeln und damit die Zensur verurteilen möchte. Es gelingt ihm irgendwie beides, und dennoch wirkt es "gefühlt" und herzlos berichtet zugleich. Aber genauso chaotisch verhält es sich ja auch mit der Realität, die er in seinem hier zusammengeklebten Würfel aus verschiedenen Wahrheiten vor eine grausame Tat wirft. Ihm vorzuwerfen das er das gnadenlose Gegenteil eines "US-Army-Werbevideos" in dem er die zwei Hauptverdächtigen, (wie sich bald herrausstellt unmenschliche Idioten) als Cowboys darstellt, bleibt nicht ganz unbegründet. Fakt ist aber, wenn man sich die zwei fast stereotypen "US-Monster-Soldaten" im Alkoholrausch ansieht, spürt man sofort das es genau diese Art Typen gibt, und sie ziehen nunmal das Bild unserer "Weltpolizei" USA herunter. Egal wie unecht diese Personen wirken, haben sie genau dieses große Gegenreaktionspotential das unklare Situationen anheizt, Kriege entfacht und damit das Volk gegen sich und die unbeteiligten Soldaten aufhetzt. Egal wieviel Hass De Palma vielleicht in diese "Ami-Figuren" investiert hat (wie z.B. Spielberg bei den Deutschen in "Der Soldat James Ryan") ändert das nicht den Tatbestand. Das Klischee wird hier zur Wahrheit: Durch Frust, Langeweile, Drogen, Kriegsrecht, psychischer Labilität...

"Redacted" wirkt fast wie ein kleiner Kubrik-Film (oder liegt es einfach an der liebevoll geklauten "Barry Lyndon"-Theme und einem leichten "Full Metal Jacket"-Flair? ;)) Per billiger Video- und Überwachungskamera zeigt er uns wie wie grausam Menschen in Kriegssituationen sein können, wie die Tat teilweise vertuscht wird und welche Reaktionen darauf folgen können. Das einem durch die kernigen Darsteller bald selbst die Wut hochbrodelt spürt man schon wenn die ersten Schweisstropfen per Mittagssonne an der Verkehrskontrollstation (wo die betroffenen Soldaten ihr späteres Vergewaltigungs- und Mordopfer treffen). "Redacted" schockt, fährt aber keineswegs einschienig, denn dieser "Amerikanische Albtraum" zeigt aber auch die andere Seite (mit Szenen in denen Kinder nachts Sprengfallen verstecken), soll nicht pseudo-spektakulär wirken und zeigt zu guter letzt das immer viele aufrichtige, gutartige Menschen büssen müssen wenn einige wenige ihre "Macht" missbrauchen. Nichts für verwöhnte Filmgucker.

Für Fans von Jarhead, Die Verdammten des Krieges und Full Metal Jacket

9 / 10

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Hazard

Movie-Review
Star Wars - The Clone Wars

Review | written by Hazard | 20.12.2008

Wisst ihr noch (gerade wir alten Star Wars-Fansäcke!) wie die erste neue Episode mit Jar Jar Binks und vielen, anderen (fast schon unheimlich) lästigen und digitalisierten Monstern (es sind Monster, auch und gerade die schnuckeligen!) auf euch gewirkt hat? Dann stellt euch dieses Ekelgefühl nochmal vor und multipliziert es mit vollends charmloser, blasser Renderoptik, noch nervigeren Spruchbeilagen, total langweiliger (extrem im SW-Universum eingeschränkter bzw. "geklonter") Geschichte und einer nervenden, weiblichen Padawan-Schüler namens Ahsoka Tano (bitte keine Freudengefühle was diesen recht asiatisch-klingenden und deshalb wohl anspruchsreiferen Namen betrifft, sie ist purer pubertärer Schrott - wie Paris Hilton als Jedi).

Wenn die gesamte Star Wars-Reihe auf der Schlachtbank liegen würde (was sie ja tut - u.a. verhelt ja Hasbro das ganze unheilige Sortiment der "Clone Wars" in der echten Welt), dann ist "The Clone Wars" ein aus den Abfällen minimal besseren Kinovorgängern zusammengewürfeltes, lebloses Stück "Kinderfilm" der sogar das Niveau von "Speed Racer" hochschraubt.

Tja, wen sich leider mal wieder zeigt das die einst glorreiche Lucas-Fantasie nicht mehr weit über sprechende, grummelige Nashornwesen und nervenden Sprüche hinausgeht sollte man die Macht gegen einen gewissen dunklen Ring eintauschen um dieser Vergiftung entgegenzuwirken... mit sowas sollte jedenfalls kein Kind aufwachsen!

Für Fans von Star Wars - Episode 1 und The Clone Wars (Serie)

1 / 10

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Hazard

Movie-Review
Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

Review | written by Hazard | 09.12.2008

Roooar... schon beim Vorgänger hat man sich ja fast an "Die Gefährten" für Kiddies versucht und hat dabei ja nicht komplett versagt (zumindest gab es recht charmante Ansätze). Das es diesmal in Richtung "Die zwei Türme" geht liegt wohl am Gesetz der Serie... und wenn mans ganz plump mag einfach an der Aufstockung der Kampfszenen. Hier spritzt zwar kein Blut, aber so manches Knuddeltier lässt hier seine Federn... und mit jedem Schwerthieb verlässt uns ein Teil der Handlung.

Auch wenn der Film fabelhaft sein möchte, und an manchen "magischeren" Stellen sogar etwas aus seinem grauen Kleidchen springt (vielleicht auch nur weil Peter Jacksons Effektschmiede Weta die Kreaturen, Kostüme und Waffen geschmiedet hat?!) wirkt er nur wie ein düsteres Disneyland mit einer Unmenge Kampfszenen aus der CGI-Dose. Wer diese modernen Kindermärchen alle schon gesehen hat stumpft hier leider noch mehr ab und bekommt noch stärkere Hassgefühle auf sprechende Tierchen. Tja, die Hoffnung ist wohl verloren in diesen Landen. Da schaut man sich aus reiner Schadensfreude doch lieber "Bauer schlägt König" mit Statham und Burt Reynolds in "Dungeon Siege" an. Ein ähnelnder Film, nur mehr zu lachen, total beklopptem Regiesseur und ohne sprechendes (...vielleicht das falsche Wort, meine "nervendes") Getier. Wenn ihr wie ich auf Tiere in Rüstungen - oder allgemein kommunikationsfreudige Tiere steht dann schaut euch lieber "Labyrinth" oder "Die Unendliche Geschichte" an. Die sind bunt, düster, spannend und haben volle Lotte Niveau.

Für Fans von Narnia, Der Goldene Kompass, Harry Potter und Die Geheimnisse der Spiderwicks

4 / 10


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Hazard

Movie-Review
Unter Kontrolle

Review | written by Hazard | 03.12.2008

Das David "Twin Peaks" Lynch irgendwann seine kontrolliert-geisteskranken Gene an jemanden weitergibt war ja mehr als nötig. Das seine Tochter allerdings mit "Unter Kontrolle" einen so verstörenden wie überraschenden Thriller auf die Beine stellt übertrifft selbst meine (damit verbundenen) hohen Erwartungen. Alle Darsteller sind grandios (und wenn ich sage alle, dann vom kleinen Mädchen bis zu unsympathischen, recht kurzlebigen Drogenfreaks die nicht einmal zur Geltung kommen dürfen weil sie an ihrem eigenen Erbrochenen ersticken), das Screenplay mitsamt den Charakteren besonders schräg und die filmischen Stilmittel/Brechmittel sowie Handlungsüberlagerungen aussergewöhnlich absurd und nervenzehrend. Das der zahme Bill "Spaceballs" Pullmann dabei noch die größte Präsens darstellt war die echte Krönung in diesem kranken Treiben völlig unkonventioneller Charakteraufbereitung. Das hämmert den Film in meine Top-Ten der aktuellen Independent-Filmliste, zweifelslos. Das ist nicht wie Kevin Spacey oder Robert de Niro, die von grundauf ihre Fähigkeit und Routine in die (meisten) Szenen bannen, nein das ist hier ein noch recht unumhypter Typ (und Star meiner Kindheit) der im Alter gereift ist und einen nun regelrecht die Haare zu Berge stehen lässt. Solche Überraschungen wünschte man sich ja schon (wieder) nach John Travolta in Pulp Fiction. Ein stark-bissiger, unbequemer und fuhrteinflössender Aussenseiterfilm, der unter den Fittichen von David Lynch einen ziemlich üblen Nachgeschmack hinterlässt... na sicher ist das gut!

Für Fans von Funny Games, Ein einfacher Plan und Natural Born Killers

10 / 10


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Hazard

Movie-Review
Axte X - Jenseits der Wahrheit

Review | written by Hazard | 30.11.2008

Lange wars her das uns Agent Mulder und Scully mit ihrem letzten, recht kühlen Abenteuer ver- und entwirrt haben. Etwa genauso seltsam aber wahr hat der Film durch seine damalige "Blockbuster-Machart" sogar Nicht-Fans hinters Licht geführt und verzaubert. Der neue "Film" wirkt allerdings nur wie eine gute, aufgebohrte Akte X-Folge mit recht solider Spannung, etwas gähnenden und fragwürdigen Stellen, herber Thematik und einem recht banalen Ende. Anstatt dieses "Over-the-Series"-Feeling mit kinoreifen Kameraeinstellungen, umfassender Hintergrundgeschichte und charismatischem Screenplay zu erreichen hat man wohl versucht das Treiben mit zwei Stars wie Xzibit und Amanda "Keine halben Sachen" *rarrr* Peet aufzutunen. Scully wirkt etwas weniger engstirnig, ja und der Herr Mulder ist auch wieder back. *Doh* Was nun trotzdem fehlt ist seine "Original-"Synchronstimme, was es einem als Fan schwer macht den guten Fox und seine oft recht knackigen Sprüche ernstzunehmen. Was ein Glück das im Bereich Akkustik dann wenigstens die frische Musikuntermahlung von Mark Snow geblieben ist, wenn auch fern der Vielseitigkeit im Vorgänger.

Leider wirkt das neue Abenteuer der beiden Alienschnüffler blass und im Vergleich (jaja, jetzt wisst ihrs) mit dem Vorgänger (mir egal wie unverschämt das klingen mag) unkommerzieller. Versteht mich nicht falsch, ich bin selbst eher Mainstream-Banause, aber es fehlt dieser Pathos im Zusammenhang mit der FBI-Behörde und gewissen Szenen des Films die einfach packender hätten werden können. Dieses aufgedrehte, verschwörungsgeile "Gehabe" zwischen den Personen, die sich einerseits wie Scully immer an die Regeln halten wollen, aber andererseits wie Mulder immer ihren Dickkopf durchsetzen wollen - oft mit fatalen Folgen - misst man leider. Auch wenn sich die beiden hin und wieder in die Zange kriegen, bleibt es eher ein Trauerspiel anstatt originell zu wirken. Viel zu oft verbleibt der Film in einer Art Wachkoma zwischen Zweifel und Treue das nun auf dem etwas (untertrieben) näher gekommen Duo lastet.

Genug des Negativen, denn ich finde ich es auch sehr mutig das Chris Carter (dessen Blütezeit ja längst abgelaufen ist!) den Film diesmal wirklich nur für seine Fans gemacht hat, zumindest spürt es sich so. Vielleicht ist die Wahrheit tatsächlich irgendwo da draussen... aber im Grunde wollen wir ja nur unterhalten werden, deshalb beim nächsten mal mehr Lügen und weitreichende Verschwörungen und kein lokal eingegrenztes Gebiet wie in einer Folge! ;)

Für Fans von Akte X - Der Film und etwas Sieben

6 / 10


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Hazard

Kino-Review
Ein Quantum Trost

Review | written by Hazard | 30.11.2008

Ein "Ein Quantum Trost" wirkt wie ein Daniel Craig-Remix aller bisherigen, neuzeitlichen Bond-Filme mit Pierce Brosnan... oft nur ohne Charme, Handlung und ein richtiges Timing. Zwar ist da von allem etwas, doch nichts (von Story bis Bösewicht) geht tiefer unter die Haut. Recht langweilig, wenns einem rausrutschen sollte. Wo sich gerade die Männer unter uns bei Le Chifre noch die Glocken vor Angst festgehalten haben, kommt beim Krötenblick von Passiv-Bösewicht Mr. Greene eher etwas unfreiwillig komisches auf. Wenn der "dritte" Bond wieder so leer wirkt wie diese Actionfanfare ohne den einzigartigen, vielleicht sogar unübertreffbaren "Casino Royale"-Biss, dann könnte die köstliche Craig-Ära schon wieder vorüber sein. Bitte, bitte nicht!

Zudem möchte wirklich niemand sehen wie sich "M" fast eine gefühlte halbe Stunde lang ihre Gesicht eincremt, pudert oder was auch immer... während sie telefonisch aktiv ist. Manche Szenen wirken einfach aufgesetzt bis besonders klanglos. Gerade der furiose, unpersönliche Anfang bestätigt später den Verdacht das hier der Schwerpunkt fast nur auf Action gestellt wurde. Versteht sich von selbst das unserm Daniel da fast schon das unbezahlbare Grinsen (ihrer Majestät) vergeht. Wie von unserem Schreiberling Knaxi beschrieben merkt man Bond an dass er hier nur noch durch eine Szene nach der anderen rutscht, fliegt, schiesst und vögelt. Seine Agressivität gemixt mit dem frechen Charme der in "Casino Royale" so lobreich Hand in Hang ging, geht hier flöten, da ihm hier einfach gar keine Taktik mehr angeboten wird.

Damit ist das Schlimmste was eintreffen konnte nämlich schon passiert: Daniel Craig wirkt fast schon austauschbar und unterfordert! Und das darf einem Regiesseur bei einem so gewichtigem Nachfolger nicht passieren. Denn bombastische Action hin oder her: "Casino Royale" wäre sogar ohne sie ausgekommen. Hier ist sie das einzigste was den Film zusammenhält und vielleicht auch zum Glück ein bisschen beschleunigt. Traurig aber wahr, es ein reiner Actionthriller fast ohne jeglichen wiedersehwert geworden.

Für Fans von Das Bourne-Ultimatum und Casino Royale

5 / 10


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Knaxi

Kino-Review
Ein Quantum Trost

Review | written by Knaxi | 12.11.2008

"Mein Name ist Bond - James Bond"... Diesen Satz wird man sicherlich in "Ein Quantum Trost" vermissen. Eine der vielen Änderungen, die an der erfolgreichsten Filmreihe überhaupt, vorgenommen wurde. Daniel Craig als James Bond wirkt in seiner Rolle noch sicherer, wie in Casino Royale - allerdings muss sein dargestellter James Bond noch stümperhafter vorgehen, als im Vorgänger.

Hier ist James Bond eine unaufhaltsame Killermaschine, die den Tot seiner geliebten Vesper Lynd aus "Casino Royale" rächen will und dabei sein Hirn ausschaltet. Dieser Streifen geht genau da weiter, wo "Casino Royale" aufgehört hat. Regisseur Marc Forster, der für seine Filme "Finding Neverland" und "Stay" jede Menge Preise einheimsen konnte, durfte bei "Ein Quantum Trost" seine Kreativität wohl nicht freien Lauf lassen. Aber gerade das, hätte dem Film sicher gut getan. Einzig die Szene im Österreichischen Bregenz während der "Tosca" Aufführung trägt die künstlerische Ader von Marc Forster und ist genial umgesetzt. Mehr in diesem Stil wäre sicherlich nicht falsch gewesen. Mehr wie Action-Szenen im Minutentakt gibts hier nicht. Die paar Szenen, in denen Bond sich mal nicht durch die Gegend ballert, sind für den Film nicht wirklich bereichernd. Mit "Mathieu Amalric" als Bösewicht, der einfach nur langweilig ist, eine blasse "Gemma Arterton", die in einer öligen Szene an "Goldfinger" erinnern darf und die "Hitman"-Schönheit "Olga Kurylenko" sind hier völlig deplatziert oder kommen einfach zu kurz zur Geltung. Mehr Tiefe bei den einzelnen Figuren hätte dem Film sicherlich gut getan und allem voran, eine vernünftige Story. James Bond rächt sich und rettet ein kleines Kaff in "Bolivien" vorm Verdursten - WOW! Was anderes ist den Authoren beim Schreiben wohl nicht eingefallen.

Dieser James Bond Film ist jedenfalls weit weg vom "Besten Bond aller Zeiten". Klar muss sein, dass wir hier einen James Bond in seinen Anfangsjahren haben. Dennoch wünscht man sich wenigstens ein paar wenige Anzeichen dafür, dass er mal der Bond wird, der die Serie erfolgreich gemacht hat. Immerhin gibts ganz zum Schluss des Films die Hoffnung, dass der nächste James Bond einiges besser machen wird...

Für Fans von Das Bourne-Ultimatum und Casino Royale

6 / 10


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Hazard

Movie-Review
Prom Night

Review | written by Hazard | 27.11.2008

Das "Slashergenre" spart ja nicht gerade an Blut und Schockmomenten, gerade weil man ja gegenüber der Konkurrenz immer einen durchgeschnippelten Hals vorraus sein muss. Immer deftigere und ausgefallenere Meuchelszenen sind ein Muss. Wie man es allerdings ganz anderst machen kann zeigt dieses durch und durch verkorkste Remake eines mehr oder weniger Genreklassikers, welches in allen Kategorien abbaut wo es nur steht und geht. "Schlecht" ist ja auch nur ein Wort, denn man kann diesen Schund ja nicht einmal in die Kategorie Film einordnen. Eher eine Art "Beverly Hills 90210" trifft Michael Meyers mit Kappe in so schlecht und langweilig inszeniert das einem selbst dieser blasse Killer leid tut. Hier wird nicht nur jedes Klischee ausgeschlachtet, sondern auch noch stolz demonstriert als wäre er die größte Spannungsbombe aller Zeiten. Vielleicht war der Regiesseur auch 30 Jahre ohne Film und Fernsehen eingesperrt... na dann schon wieder ein Verbrechen begangen! Hier ist nahezu jeder Würg- und Schnitzelstreifen besser. Dann lieber Sean Bean als The Hitcher, der bietet wenigstens Highlights die einem in Erinnerung bleiben.

Vielleicht für Kenner von Halloween, Scream und The Hitcher

0 / 10


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Hazard

Movie-Review
Der unglaubliche Hulk

Review | written by Hazard | 20.11.2008

Mensch... oder Tier, bei diesem grünen Muskelpudding schlägt ja fast garnichts an. Ja nicht mal das frisch gebraute Gegenmittel das sich Bruce Banner - der mal kurzfristig in Brasilien untergetauchen musste - in seine zornigen Venen spritzt. Für alle die sich jetzt schon von der "genialen" Story-Einleitung gelangweilt oder beleidigt fühlen und auf die Action warten sei gesagt: Alles was beim neuen Hulk spektakulär oder relativ interessant und aussergewöhnlich erscheinen möge gabs schon im "Original" von Ang Lee zu sehen. Und den digitalen Rest kennen wir aus vielen, besseren Comic-Spektakeln wie "Iron Man" oder "Die Liga der aussergewohnlichen Gentleman"... eben!

Machen wir uns nichts vor, Ang Lee hat aus dem Vorwerk ein echtes, wenn auch gewöhnungsbedürftiges (ich liebe diese Überblenden!) Meisterwerk geschaffen. Was nun in der Fortzetzung folgt bzw. wohl folgen musste ist einfach nur wunderbar vorhersehbar, fehlbesetzt und artet in wirklich nichts anderes als in eine digital aufgedrehte Wutorgie aus. Dies wäre alles nicht so schlimm, wenn dabei nicht der erste Teil regelrecht ausgeschlachtet, wieder zusammengewürfelt (rein für Otto-Normalkinobesucher die mit den ehemals unüblichen Stilmitteln nichts anfangen konnten) und regelrecht begraben wird = Das ungewollte, recht innovative Original wird einfach verschmäht und begraben. Optimierung? Keineswegs... hier gibt es nämlich ausser einem (versteht sich) bösen "Übersoldaten-Hulk" (der etwa das "unberbrauchte" Aussehen von jenem übermutierten Hyde-Muskelgebilde aus "Die Liga der aussergewöhlichen Gentleman" oder einem beliebigen, hautlosen Boss-Monsterklops aus der "Resident Evil"-Reihe) und George Lucas-reifer "Digimonsteraction" nur mehr "Brawns" statt "Brains". Auch wenn man es in Verbindung mit Edward Norton nicht wahrhaben möchte und einem durch den Anfang des Films tatsächlich sowas wie eine ultra-originelle Handlung im "Bourne"-Szenario vorgekaukelt wird.

Vielleicht liegt es auch daran das wir genau diese "Hetzjagden" aus anderen Filmen ("Die Bourne Verschwörung") besser kennen und Comic-Verfilmungen wie "Spiderman 3" (die schliesslich auch Dreck am Kostüm haben) dagegen wie moderne Meisterwerke wirken. Ja, es wirkt zu solide und lieblos inszeniert, wenn mans ganz oberflächlich nimmt. Gegen blasse Fortsetzungen die den Vorgänger verspotten gibts wohl echt nichts wirksames! William Hurt gibt übrigens einen grottigen General Ross ab (dabei fand ich den kalten Kerl immer ziemlich kernig). Aber auch Liv Tyler (mit größeren "Eulen" dank Schwangerschaft, aber wenig Ausstrahlung) und Edward Norton (der von seinem "Fight Club"-Charakterzügen nicht mehr runtersteigen möchte) wirken irgendwie deplatziert.

Für Fans von Hulk, Iron Man, Fantastic Four und Die Bourne Verschwörung

3 / 10


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Uncle Pecker

Movie-Review
Der Rote Baron

Review | written by Uncle Pecker | 15.11.2008

Ja, das müssen Zeiten gewesen sein als tapfere Luftfahrtpioniere in klapprigen Fockern Nieuwports, Albatrossen und Camels sich, fair wie Sportsmänner, am Himmel duellierten und der Verlierer in Ermangelung eines Fallschirms die Wahl hatte in seinem brennenden Flugapparat auf den Aufschlag zu warten oder in den Tod zu springen, während am Boden sich Millionen von armen Schweinen in jahrelangen Grabenkämpfen gegenseitig abschlachten durften. Wie der Titel sagt geht es hier um den vermutlich bekanntesten Jagdpiloten des 1. Weltkriegs oder vielleicht sogar überhaupt.

Als Manfred von Richthofen seine Laufbahn als Kampfflieger beginnt ist der Luftkampf für ihn nicht viel mehr als ein ehrenhafter Wettkampf für harte Männer und er gehört dabei zu den Besten. Doch als immer mehr seiner Kameraden nicht mehr von ihren Einsätzen zurückkehren wird ihm der bittere Ernst und die Sinnlosigkeit des idiotischen Schlachtens nach und nach bewusst. Was für ein Glück, dass man sich da bei schnieken Krankenschwestern erholen kann.

Es hätte wohl der richtige Stoff sein können, um zu zeigen, dass auch deutsche Filme manchmal gut sein können. Aber nein... man muss natürlich auf ein Neues versuchen Hollywood nachzumachen, komplett mit Liebesgeschichte und zumindest teilweise Star-Wars-artigen CGI Luftkämpfen, die die damaligen, zebrechlichen Holzkonstrukte nicht mitgemacht hätten. Wo ist die akribische, nüchterne Genauigkeit beim Blick auf die Materie und die große Schauspielkunst, die „Sophie Scholl“ oder „Das Leben der anderen“ ausgezeichnet haben? Wieso wird Richthofen, der mit Mitte 20 dreinblickte wie eine geballte Faust, von der deutschen Version von DiCaprio gespielt? Was ist der Sinn davon, jemanden als etwas darzustellen, was er nicht war? Anstatt die Abartigkeit des industrialisierten Krieges anhand Richthofens eigentlicher, von Gefühlskälte geprägter, Biographie zu zeigen, wird er fürs heutige Kinderzimmer zum politisch korrekten Friedensaktivisten im Sinne einer ehemaligen amerikanischen First Lady („Krieg ist nicht nett“). Einige Pluspunkte findet man im Film dennoch: Neben einem für seine Verhältnisse guten Til Schweiger als vernünftigen Werner Voß findet man auch einen soliden Joseph Fiennes als Roy Brown. Verglichen mit dem unsäglichen US-Film „Flyboys“, der zur selben Zeit spielt ist „Der Rote Baron“ die reinste Wohltat und es sollte auch fairerweise gesagt sein, dass nicht alle Flugszenen hemmungslos übertrieben sind, was aber wiederum auch zeigt, was leicht aus dem Stoff hätte herausgeholt werden können.

Unterm Strich bleibt dieser Richthofen jedoch ein belangloser Ausflug des deutschen Kinos in Richtung „Pearl Harbour“, der weder ein reiner Actionfilm ist noch eine überzeugende Aussage über die Unmenschlichkeit des Krieges machen kann.

Für Fans von Flyboys und Star Wars Episode I-III

4 / 10


Review written by
Hazard

Movie-Review
[REC]

Review | written by Hazard | 13.11.2008

Neulich konnte man ihn endlich wieder riechen... den Stuhl im Hause Huck. Grund dafür war eben jener spanische Gruselshocker namens [REC] der einem den realisitschen "Wackeloptik-Erzählstil" von The Blair Witch Project und den schieren Grusel von Referenz-Knüllern wie The Grudge auf die blanken Nerven legt. Wer die gnadenlose Reportage in seinem, eigenen tiefschwarzen Zimmer mit Vollmondaussicht in voller Lautstärke überlebt hat, wird spätestens wenn sich die Überlebenden in die vermeindlich sichere Dachwohnung retten mit einer "hammerharten" Persönlichkeit konfrontiert... und in Ohnmacht fallen. [REC] ist ein echtes Highlight im Gruselgenre, das wieder mal zeigt das die Spanier dem lahmen Hollywood-Horror deftig auf die Füße treten. Nicht alleine geniessen ;)

Für Fans von The Blair Witch Project, The Grudge und 28 Days Later

10 / 10


Review written by
Hazard

Movie-Review
Catacombs

Review | written by Hazard | 08.11.2008

Ihr dachtet die letzten, fiesen Ausgüsse der Saw-Reihe wären schlecht?! Falsch gedacht, denn dieses ultralangweilige, grauenhaft inszenierte "Kellerkind" von einem Dunkelkammershocker bietet ausser (Sängerin/Schlampe) Pink mit eingekloppten Schädel nicht einen wirklich erwähnenswerten Moment und nervt mit maximal einem (ratet mal) filmischen Brechmittel: Die schnellen, nervenden Schnittfolgen und pseudo-agressiven Überblenden... eben, wie bei Saw. Und ich dachte der Franzosen-Party aus dem Hammerstreifen Killing Zoe wäre schon unangenehm. Hier nervt einfach nur alles und das als Film einfach ein Verbrechen.

Für Fans von Saw 2-3, Touristas und versucht sich an The Descent

1 / 10


Review written by
Hazard

Movie-Review
You Kill Me

Review | written by Hazard | 08.11.2008

Ihr weigert euch zu glauben das Ben Kingsley ausreicht um einen Film stilvoll zu machen? Tja, euer Pech... denn er als Killer mit Alkoholproblem(en) ist auf diesem eher stillen Wasser von einer Gangsterkomödie die extrafettige und zugleich ranzige Sahne. Allein schon wegen der schrägen "Dialogschusswechsels" zwischen den Hauptfiguren (hier sei die "immerpessimistische" Téa Leonie als Extrazuckerstückchen zu erwähnen) ein kleines Meisterstück. Hey, Ben Kingsley!

Für Fans von Sexy Beast, Grosse Point Blank und Mord und Margaritas

8 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Full of It

Review | written by Hazard | 30.10.2008

Er hat nicht nur die Frisur der Beach Boys, sondern ist auch sonst so eher der altmodischere und schüchterne Typ, pardon Streber mit dem unverdorbenen Lächeln einer "Kinder-Schokolade"-Werbung. "Full of It" wirkt wie "Der Brady Bunch" trifft "Der Dummschwätzer" und ist nach der ersten Hälfte der Albtraum, und nach der zweiten Hälfte der Traum jedes pickeligen Nerds, der versucht hat in seiner Schule einfach nur cool, gefragt und bei den Mädels beliebt zu sein. Und warum sollte mich und euch so ein Streifen interessieren? Weil der kleine Kerl so anderst, immer-fröhlich und charmant ist, das man ihn einfach gern haben muss (Vielleicht wie ihr oder ich früher ;). Wenn er dann lügen anfängt um seinem Schicksal "Looser" davonzuschleichen wirds fast schon magisch... im wahrsten Sinne, aber psst! Lügen haben bekanntlich kurze Beine, in seinem Fall sowieso und überhaupt... als abgebrochener Zwerg. Lasst euch überraschen, wenn ihr mal während einer "Kuschelphase" (drang nach leichten Filmen oder mit Freundin unterwegs) durch die hiesige Videothek lauft. Hey, und ausserdem spielt Kate "sabber" Mara mit! ;)

Nur für Fans von Juno, She's the Man und American Pie

8 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
The Eye

Review | written by Hazard | 22.07.2008

Dumpfes Remake eines von jenen Asia-Gruselschockern, die wenn mans genau nimmt auch kein besonders "geistreiches" Dasein mehr fristen. Leider und oft von Sam Raimi produzierte Pseuso-Shocker die mit leckeren Darstellern, aufgetrumpften Special Effects die das noch schwächelnde, sterbende Original entgültig begraben. Jessica Albas anfängliche, gute Leistung (genial war sie ja in "Fantastic Four" *scherz!) und die leisen Töne verschwinden schnell wenn sich die "Boogeyman/Pulse-ähnlichen, glatzköpfernen Alienfiguren" als fiese Wegbereiter ins Jenseits offenbaren. Für Kenner ist und bleibt die Uhr bei "The Grudge" stehen. Hier gibt es allerdings nur (wieder) einen lahmen Mischmasch aus sagen wir Carpenters "Body Bags"-Episode "Eye" mit dem großartig, verkannten Mark Hamill und dem um längen spannenderen Final Destination. Die schlussendliche Auflösung verpufft genauso wie die Explosion des Tankwagens. Wann werden seelenlose Asia-Filmremakes endlich verboten?

Für Fans von Boogeyman, White Noise, The Return, Pulse und Final Desination

2 / 10

Kino-Review
Indiana Jones und das Königreich des Kristall...

Review | written by Hazard | 20.07.2008

Ein fast schon würdiger Nachfolger... bis zur gefühlt 80. Minute, bei dem sich Ur-Väterchen George Lucas nicht doch überlegen sollte Tierforscher zu werden. Nach einem Rudel beknackter Erdmännchen, hirnloser Affen, superathletischen Ameisen und einem schauderhaft übereffektiertem, spannungsarmen und nunja einfach schlechten Finale ärgert es mich umso mehr das Spielberg ein köstlichen Anfang in sowas "Alltägliches" verwandelt hat. Drehbuch wechseln, Lucas einsperren, weniger Darsteller reinbringen und bitte jegliche Tierauftritte und überdimensionale CGI-Effekte (wie das Billig-Alien mit der mürrischen Grimasse das schlussendlich die königliche Cate Blanchet verfeuert) rausstreichen. Man Indy, wir brauchen nur dich und Spielberg! Für den Rest gibts Schrott wie die Mumie 3 oder die Star Wars Episoden 1-3.

Für Fans von Indiana Jones und der letzte Kreuzug und Die Mumie kehrt zurück

6 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Abgedreht

Review | written by Hazard | 17.10.2008

"Abgedreht" ist eine Liebeserklärung an die gute, alte Videokassette, unvergessliche Filmklassiker und dem Willen auf eine kreative Weise etwas zu erreichen das man sich anfangs nicht zugetraut hätte. Ein sehr warmherziger, knuddeliger und schräger Film bei dem gerade die Dialoge so erfrischend und verzwirbelt sind, das man selbst als Jarmusch-Fan mit (durch- und ab)drehen kann.

Vielleicht frag ihr euch vielleicht warum sowas wie YouTube erfunden wurde? Dann gibt doch mal dort einfach "sweded" als Suchwort ein. "Abgedreht" ist der Katalysator für eine riesige Gemeinde Filmfans und Kreativgeister die ihre Lieblingsfilme mal auf die kurze, billige Tour mit viel Herz machen und ansehen wollen. Klar sind wir da schon selber alle mal drauf gekommen, aber das Machen ist nunmal der Punkt! ;)

Der Charme am Amateurvideo, eben einen Film (oder die kurze 30 Minuten-Variante davon) mit den einfachsten Mitteln nachzudrehen war nie größer. Ist eben ein Film wie ein Denkanstoss der schon lange überfällig ist und die Welt oder zumindest die Filmwelt samt Fans zusammenschweisst. Einfach nur liebenswürdig (dank Mos Def), sehr menschlich (dank Message) und irgendwie gekonnt billig (dank der guten alten Schere mit Papier und genügend Vorstellungskraft)! ;)

Für Fans von Bowfingers Große Nummer, "YouTube" und Das Wunder in der 8. Straße

9 / 10

Review written by
Knaxi

Movie-Review
Das Waisenhaus

Review | written by Knaxi | 25.09.2008

Wenn ein bekannter Name einen Film produziert, heißt es noch lange nicht, dass dieser Film gleich ein Meisterwerk sein wird. "Das Waisenhaus" wurde von Guillermo del Toro ("Pan´s Labyrinth", "Hellboy") produziert. Und Regie Debutant Juan Antonio Bayona inszenierte einen hervorragenden Gruselfilm der alten Schule. In "Das Waisenhaus" wird weniger auf Special-Effects oder Visual Effects gesetzt, vielmehr setzen sich die Effekte aus der Geräusch und Soundkulisse zusammen, sowie - und das ist das Wichtigste - aus den Darstellern, die hier eine Glanzleistung abliefern. Allen voran Belén Rueda, welche hier die Hauptrolle so stark spielt, dass man einfach die ganze Zeit über mit ihr fiebert.

Der kleine Roger Príncep, welcher den Jungen Simon spielt, muss man ebenfalls loben. Hier könnte sich auch noch eine große Filmkarriere anbahnen. Ebenfalls die gesamte Inszenierung der Geschichte ist perfekt gelungen. Dem Film selber merkt man an manchen Ecken an, dass del Toro hier und da doch seine Erfahrung mit einbringt, vor allem bei den ruhigen Kamerafahrten macht sich seine Anwesenheit bemerkbar. Die Geschichte ist sehr gut von seinem Schützling J.A. Bayona umgesetzt worden und greift das Nervenkostüm frontal an. Endlich mal wieder ein Film, der zeigt, dass man weder CGI, oder sonst irgendein Effekte-Wirrwarr braucht, um einen guten Grusler auf die Leinwand zu bringen. Hier wird auf den Sound-Schnitt gesetzt, der immer im richtigen Moment eingesetzt wird.

"Das Waisenhaus" ist ein Grusler aus Spanien von J.A. Bayona, einem Regie Debutant, der sicherlich noch mehr auf sich aufmerksam machen wird. Er hatte mit Guillermo del Toro einen guten Lehrmeister am Start. Hier wird nicht durch CGI-Splattereffekte schockiert, sondern durch die klassische Soundkulisse und der brillant umgesetzten Geschichte. "Das Waisenhaus" ist ein Film, der bis zum Schluss dass Geheimnis verschlossen lässt und den Zuschauer bis zur letzten Minute fesselt.

Für Fans von The Sixth Sense und Poltergeist

10 / 10

Review written by
Knaxi

Kino-Review
Batman - The Dark Knight

Kino-Review | written by Knaxi | 23.09.2008 - Updated!

Inspiriert durch die Comic-Version von Frank Miller ("Sin City" und "The Spirit") erschuf Tim Burton im Jahr 1989 den ersten düsteren Batman. Ebenfalls mit dem Joker, damals von Jack Nicholson hervorragend verkörpert. Ein weiterer Batman unter der Regie von Burton durfte die Fans erfreuen. Alles danach war einfach nur noch eine Hommage an die Batman TV-Serie der 60er und nur zu ertragen, wenn man auf LSD oder anderen Drogen war. Die Fans der Fledermaus hatten erstmal die Schnauze voll von einem Batman-Film.

Erst Christopher Nolan ("Memento", "Insomnia") wagte sich erneut an eine Neuverfilmung des dunklen Ritters. Auch wieder durch den gleichnamigen Comic von Frank Miller inspiriert und mit einem exzellentem Cast, allen voran Christian Bale ("American Psycho") schaffte es Nolan dem dunklen Ritter wieder aus dem Kitsch-Sumpf heraus zu ziehen und den bis zu diesem Zeitpunkt "besten" Batman-Film zu drehen. Nach dem Erfolg von "Batman Begins" musste um jeden Preis eine Fortsetzung her. Und nach 3 Jahren Wartezeit und einem riesigen Hype um den Film, durften alle Fans endlich durchatmen und sich "The Dark Knight" anschauen. Die Erwartungen waren sehr hoch und wurden dennoch übertroffen. Denn was uns Christopher Nolan hier präsentiert, ist alles andere als ein klicki-bunti Batman-Filmchen. Dieser Streifen hat schon was von einem Psycho-Thriller und was macht einen Psycho-Thriller aus? Richtig, ein Psychopath muss her. Der leider, kurz nach den Dreharbeiten, verstorbene Heath Ledger ("Brokeback Mountain") verkörpert den völlig durchgeknallten Joker und das in einer Art und Weise, wie sie nicht besser sein könnte. Die Optimalbesetzung möchte man fast behaupten. Auch Aaron Eckhart ("Thank you for smoking") als Harvey Dent und später als Two-Face (zweit genannter kommt leider viel zu kurz) macht eine gute Figur und läuft Christian Bale, der hier wahrlich fast nur eine Nebenrolle hat, den Rang ab. Alle anderen Darsteller wie z.B. Morgan Freeman, Michael Cane und Gary Oldman, welche schon in Batman Begins eine gute Figur machten, integrieren sich hervorragend zu den 3 Hauptakteuren. Lediglich Maggie Gyllenhaal scheint nicht so recht zu wissen, was sie überhaupt spielen soll. Da geht der Punkt klar an ihre Vorgängerin Katie Holmes (ist aber nur meine Meinung).

Die Story ist aller erste Sahne und geht runter wie ein lecker gekühltes Bier in der Sommerhitze. Spannend bis in den kleinen Zeh und die Action hat das richtige Timing. Ein Ende das auf jeden Fall verspricht, dass "The Dark Knight" zurückkehrt und wenn sich an Cast und Crew sowie am Regisseur nix ändert, knallt Christopher Nolan noch einmal einen Blockbuster der Sonderklasse auf die Leinwand. Leider wird das jetzt wieder mindestens 3 Jahre dauern, aber so lange darf man rätseln, wer der nächste Bösewicht sein wird, dem Batman in den Allerwertesten treten darf :)

Ein Batman Film, nicht nur für die Fans und dem männlichen Publikum, sondern auch für die Mädels, die auf Thriller und Psychopathen stehen. Dieser Film richtet sich ausschliesslich an das erwachsene Publikum, was auch die Altersfreigabe zeigt, die hier durchaus angebracht ist. Diese Comicadaption setzt die Messlatte für künftige Comic-Verfilmung sowie dem eigenen Nachfolger sehr hoch und es wird verdammt schwer sein, diese Messlatte noch höher zu setzen.

Für Fans von Batman Begins, L.A. Confidential und Heat

10 / 10

Review written by
Hazard

Kino-Review
Batman - The Dark Knight

Kino-Review | written by Hazard | 16.09.2008

Damals wo mir Burtons schräge Kunstwerke noch in Erinnerung waren ist mir der ultraneue, überarbeitete Batman Begins ganz tief ins Mark geschossen (wie sich später herausgestellt hat, zum Positiven). Wie kann man der guten alten Flattermaus so viel Realismus in die Strumpfhosen nähen? Funktioniert das Ganze überhaupt noch als Comic-Figur in jenem bunten (hier beispielsweise konkurrierenden) Genre-Universum das kostümgeile Figuren wie Spider-Man auf die Leinwand gepinselt hat?

Wer Batman Begins gesehen hat weiss das Bruce Wayne nicht mehr ganz der Alte ist, aber viel an Tiefe und Menschlichkeit hinzugewonnen hat. Wir reden hier auch nicht mehr wirklich von einer Comicverfilmung sondern von einer Reinkarnation als seriösen Thriller mit gar massigen "prophetenstarken" Weisheiten. Christopher Nolan, jener Regiesseur der schon mit dem Film Memento in Sachen Anspruch punkten konnte, hat aus The Dark Knight etwas unvergleichbar Episches geschmiedet. Das schafft man übrigens wenn man nicht nur das ultimative Gut gegen Böse-Gekröse auf die Zuschauer loslässt, sondern sie dort packt wo richtige Filme Schmerzen oder zumindest Reaktionen verurchsachen. Liebe, Hass, Gerechtigkeit, Heldentum, Korruption, Chaos, Wahnsinn... sind nur einige Bruchstücke die Nolan in seinem intelligenten, eigenwilligen Film aufeinander hetzt. Vergleichsweise sind die beiden Nolan-Flattermänner Batman Begins und eben The Dark Knight nämlich durchwachsener und aussagekräftiger als alle "messagefähigen" Filme der letzten zwei Jahre.

Wer den neuen Batman direkt nach Sichtung immer noch mit Kitsch und Kiddies verbindet oder im vorneherein boykottiert, verpasst tatsächlich eine der ausgereiftesten, düstersten und "kantigsten" Comic-Verfilmungen aller Zeiten. Oder man hat einfach nur im Kino gepennt, was zumindest ein kleinwenig besseres Alibi (bei einem ca. 3-stündigen Kinoaufenthalt) abgibt... nicht! Sowas gibt ganz klar auf de Döner mit der Faust! (Ich würde warscheinlich einen Infarkt bekommen wenn einer meiner Mitbringsel im Kino einpennen würde - allgemein, bei jedem für mich heiligen Kinoaufenthalt ;)

Selbst das Finale hat Nolan dabei nicht unangetastet gelassen. Wo der Vorgänger noch explosiv die Produzenten-das-was-die-Hühner-legen geschaukelt hat zieht Nolan "nur" seinen Joker aus dem Ärmel. Recht unspektakulär aber immer spannend demontiert er das klassiche Happy- oder Unhappy-End und bleibt wie die Hauptfigur neutral in der Dunkelheit stehen. Doch keine Angst, es gibt ein gesundes Maß an Wucht und Knallerei zu bestaunen. Gerade die stückweise Sprengung eines Krankenhauses durch den Joker (der in Frauenkleidern einen anscheinenden Defekt aus dem Zünder schütteln möchte) macht nicht einfach nur "Laut", sondern wirkt genauso klasse platziert wie die Darstellerriege. Ja wo wir gerade davon schwafeln...

Aaron "Thank You For Smoking" Eckart als äusserst "heldenfähiger" Staatsanwalt mit seinem noch internen, ungeliebten Spitznamen "Two-Face" und Heath Ledger als sadistischer Joker bringen die gewünschte Gegensätzigkeit vom stahlenden Helden bis zum fiesen Schurken auf die Leinwand und schubsen damit zeitweise sogar Batman alias Bale aus dem Rampenlicht. Aber das ist auch so gewünscht, denn Batman ist die Grauzone die auch Fehler machen kann und oft (durch schwerwiegende Entscheidungen) muss. Er hat das beste aus beiden Pole. Er ist sozusagen die gerechte, eiserne Mitte, und einzigste Konstante auf die man sich noch verlassen kann wenns hart auf hart kommt. Gerade diese Eigenschaft als "dunkler Wächter" macht ihn als undurchschaubare Mysteriösität zur Zielscheibe der Öffentlichkeit und Polizei. Er wird gehasst, wenn sie ihn hassen wollen und kreischen nach ihm wenn sie ihn brauchen. Er ist eben ein echter Held "weil er es ertragen kann". Genauso wie alle alten Burton-Fans oder Batman-Hasser. Steiget hinein in die Kinosessel, ihr werdet sehen und Hören wie überraschend gut er ist... und ihr werdet wissen wie es ist ein echter Held zu sein ;) Last but not least, darf man Gary Oldman alias Gordon nicht vergessen, dessen gutes Herz und Loyalität zu Batman sogar das Leben kosten könnte... doch seht selbst.

Der ganze Hype und die guten Kritiken sind hier tatsächlich mal angebracht. Denn wenn man selbst den Bösewichten einige Argumente oder nennen wir es grundlegende, interessante Denkansätze eingestehen muss somit der Held zum Ende umgepolt wird (der Joker ist nunmal raffinierter als er sich gibt) hat man nicht nur ein Actiongerüst aufgebaut das jedem Bond-Film (samt technischer Spielereien) alle ehre erweist, sondern hat einen eigenständigen Film erschaffen der Comic- und (Mafia-)Thrillergenre mit einer Klappe schlägt. The Dark Knight ist das was man sich von einem hochkarätigen Film verspricht: Spannend, einfallsreich und zugleich ein gewaltiges Stück glaubwürdiger, durchdachter als die Konkurrenz. Und die geht weit über das teils viel zu einfach gestrickte Comic-Genre hinaus. ;) Eine Messlatte bitte... ich muss mal nachchecken!

Für Fans von Batman Begins, L.A. Confidential und Heat

10 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Todeszug nach Yuma

Review | written by Hazard | 05.09.2008

Die Gleise verlaufen kaum entgegengesetzter für Ben Wade alias Russel Crowe der eine Horde blutrünstiger Halsabschneider anführt, die auch gerne mal größere Geldkutschen überfällt, während Dan Evans alias Christian Bale einfach nur seine Familie inklusive Vieh und Farm durch die Dürre bringen möchte. Da krieselt es scheinbar schon länger, und sein Sohn ist nunja nicht gerade sein größter Fan seit dem sein alter Herr im Krieg verwundet wurde und ihn eher als Verlierer ansieht. Als es sich da anbietet den just eingefangenen Oberbösewicht (Crowe) für mehr als eine Hand voll Dollar in die Arme des Gesetzes zu eskortieren (und seiner gerechten Strafe am Galgen zu überbringen), schlägt der vom Krieg gehandikapte Farmer seiner Familie wegen zu.

Doch umso mehr der Gefangenentransport mit unterschiedlichsten Marken Mensch oder Unmensch, darunter auch ein Arzt, ein Kopfgeldjäger und Geldeintreiber jener Eisenbahngesellschaft die Evans (Bale) bisher das Leben schwer gemacht haben näher an den "Todeszug nach Yuma" rankommt, ändern sich so manche Einsichten.

"Todeszug nach Yuma" fühlt sich nicht nur wie ein anspruchsvoller Western an, sondern knabbert fast wie (dank den Schwergewichten Crowe und Bale) ein Mafiafilm an Ehre, Mut und Blut der beiden komplexeren Hauptfiguren. Wenn die vielseitige Saufnase Crowe und der charakterstarke Bale hier mit den Colt schwingen ist das zwar kernig, übertrifft aber die geniale Handlung keineswegs und sollte nur als pfeffriger Zusatz für den kleinen, aber feinen Film dienen. Versteht sich von selbst das so ein Eintopf nicht ohne Bohnen auskommt, aber die Figuren sind eben mehr als nur die Würze.

Diesem modernen Western sind die Schienen zum Klassiker gelegt worden. Das der deutsche Titel ein wenig fremd fährt könnte höchstens Actionfanatikern die Gurgel abdrehen, denn es geht hier um keinen beschissenen Zug und bohnenhagelnde Duelle darauf, sondern um den Weg dahin... und das ist glücklicherweise mehr Drama, Spannung und Anspruch als alles Drumherum ;)

Für Fans von The Proposition und einer kleinen Priese Assault on Precinct 13

9 / 10

Review written by
Uncle Pecker

Movie-Review
Cloverfield

Review | written by Uncle Pecker | 03.08.2008

Regie: Matt Reeves - 2008

Manche Filme werden so gehypt, dass es einem den ganzen Spaß versaut. Gleichzeitig gibt es jedoch Menschen, die erst von dem Riesenhype erfahren, nachdem sie den Film gesehen haben, wie zum Beispiel ich. Daher konnte ich schon damals bei Hostel vollkommen unvoreingenommen feststellen, dass der Film tatsächlich so beschissen ist wie alle, vom Hype heimgesuchten, klagten. Scheinbar wurden im Vorfeld im Werbefernsehen und Netz massenweise Trailer ohne Monster ausgestrahlt und Methoden aus dem sog. „viralen“ (=sich virusartig ausbreitenden) Marketing angewandt und damit so ziemlich jeder erreicht, der was auf sich hält.

Was wohl alle vorausgesehen haben ist, dass das Monster selbst nicht viel Neues ins Genre bringen kann, schließlich ist spätestens seit der echte Godzilla mit seiner mickrigen CGI-Billigkopie binnen 13 Sekunden abgerechnet hat nichts mehr wirklich neues passiert. So gibt es auch bei diesem amerikanischen Ungeheur eigentlich nichts, was man nicht in anderen Monsterfilmen schon einmal mit älteren Effekten gesehen hätte. Der eigentliche Clue ist der, aus Blair Witch Project bekannte, Handkamera-Stil, der dem Zuschauer ein Mittendringefühl vermitteln und so die Handlung für den Zuschauer intensiver spürbar machen soll. Diese Rechnung geht auch tatsächlich zu einem guten Teil auf und so findet man sich öfter mit den nicht allzu einfallsreich geschriebenen Charakteren, auf ihrer Flucht durch die Straßen und U-Bahnschächte New Yorks, mitfiebern. Natürlich hat die Praxis den ganzen Film über die Perspektive der Shaky-Cam zu zeigen auch ihre Grenzen, zum Beispiel ist es natürlich unumgänglich, dass der Typ mit der Kamera auch dann filmt, wenn er eigentlich eher damit beschäftigt sein sollte sich voll und ganz auf den Erfolg seines bloßen Überlebens zu konzentrieren. Dies nagt dann doch an der Illusion selbst in der Situation auf der Leinwand zu sein, die ja schließlich das Hauptziel dieses Kamerastils ist, und bringt einen doch teils schnell wieder in den Kinosessel zurück. Nervig ist in dieser Beziehung auch, dass zumindest für einen Teil der Hauptpersonen brasilianische Strände nach möglichst knackigen Mädels abgesucht und metrosexuelle Wellness-Club-Angestellte für die männlichen Rollen gecastet worden zu sein scheinen. Im echten Leben ist die Chance auf einen haarlosen, Killerkrabben scheißenden, Riesenaffen zu treffen jedenfalls größer als solchen Schönheiten zu begegnen. Dass diese dann aber noch weniger Charakter haben als ihr triefender Verfolger ist fast schon wieder zu viel Realismus ... ;)

Im großen und ganzen ist die Verwendung des Handkamera-Stils gelungen, jedoch bietet der Film ansonsten nichts aber auch gar nichts Neues. Da sich der Kassenerfolg aber bereits eingestellt hat ist, im Gegensatz zum grottigen Zilla von Emmerich, mit einem Sequel zu rechnen. Ich gebe zu, ich bin ein wenig gespannt.

Für Fans von Krieg der Welten, Independence Day und The Blair Witch Project

6 / 10

Review written by
Hazard

Movie-Review
Cloverfield

Review | written by Hazard | 30.08.2008

Regie: Matt Reeves - 2008

Natürlich bietet "Cloverfield" einen kleinen Innovationsvorschub im aktuellen SCI-FI-Genre... ähm okay... das Stilmittel der "wackeligen Linse" (Sicht des Films komplett aus der Handkamera) hatten wir schon beim krönungswürdigen "The Blair Witch Project". Aber man darf wirklich gerne behaupten das diese von J.J. Abrams (Lost... oder aktuell der neue Star Trek-Streifen) produzierte Version von "Krieg der Welten" eine aufreibende und beklemmende Mischung im überirdischen Genre abgibt. Man fühlt sich fast wie am "normandiesch'n" Strand von "Der Soldat James Ryan" wenn einem der Straßenkampf zwischen Stiefmütterchen Alien inkl. seiner Brut gegen die menschlichen Bastarde die Augen angreift. Also rein optisch wackelt es sogar doppelt, denn die Darsteller klimpern auch recht fein an den Hormonen. Da liegt möglicherweise auch ein kleiner Hinterhalt für den anspruchsvolleren Filmliebhaber: Ich frage mich wieder warum solch schönen Menschen immer so hässliche Dinge wiederfahren. Zielgruppe!? Schönheit geht vor! Ja dann... jedenfalls ältere, fettigere und unterdurchschnittlich dummes Volk gibts höchstens kurz vor die Linse gequält oder kreischend im Hintergrund. Nach dem Motto: Die dürfen nicht mal vor der Kamera sterben (gellende Schreie im Hintergrund). Mensch, wo ist der menschliche Kanister Palmfett aus "Dawn of the Dead" aus der Schubkarre oder die alte Lady mit Magnum und Zigarette? Die asthmathische Hetzjagd vom einen Ende der Stadt bis zum trostlosen Ende unter einer Brücke bietet den üblichen Anti-Realismus im soliden Hollywood-Bollwerk: Schöne Menschen gegen fiese Aliens, die sich bis zum bitteren Ende ja sooo lieb haben. Hätte man dieser "Kamera" von einem Film etwas "realere Menschen" gegönnt, hätte der Streifen intensiver und geistreicher werden können und auch so "dokumentarisch" gewirkt wie der Regiesseur es wohl angestrebt hat. Ausser der Kamera und der starken Endzeitstimmung (gerade die köstlichen Gegenangriffe des Militärs oder der Auffenthalt in der U-Bahn-Station mit spärlicher Beleuchtung) bringen die jungen Leute einfach kein Leben ins Menü.

Schlussendlich bleibt "Cloverfield" fast nur ein spannendes, digitales Monstergekröse das man irgendwie, klar in einer anderer Perspektive schon mal gesehen hat. Dieser starke "Perspektivenwechsel" hätte echt besseres verdient. Man kauft diesen jungen Typen die Dramatik nicht ganz ab und selbst die einfallsreichen Locations und Situationen wirken dadurch oft lebloser als jeder peinlich-mysteriöse neue M. Night Shyamalan-Streifen. Dagegen hatte "28 Days Later" von Boyle viel mehr Charakter(e) und war selbst von der Hintergrundgeschichte deutlich raffinierter und zynischer. Wobei man hier nicht gerade von einem Hintergrund ausgehen kann, denn die Erklärung woher und warum der agressive Klumpen Alienfleisch die Gegend unsicher macht bleibt in den Rauchschwaden stecken. Mit Spielberg und "Krieg der Welten" ist man da ein bisschen besser bedient, wobei der Film in der ersten Reihe des Kinos durchaus ne feiner Achterbahnfahrt sein könnte... vielleicht mit Endstation Toilette oder gleich Krankenhaus per epileptischen Anfall. "Shackycam" trifft "Krieg der Welten" und stört Abschiedsfeier. Genial oder nur ein arroganter Hypeangriff? Jedenfalls muss man ihn "laut" gesehen haben ;)

Für Fans von Krieg der Welten, Independence Day und The Blair Witch Project

7 / 10

Kino-Review
Indiana Jones IV

Review | written by Uncle Pecker | 26.08.2008

Regie: Steven Spielberg - 2008

Tja, als wir noch kleine Jungs waren, dachten wir alle Archäologe zu sein wär ein total aufregender Job. Das hatte einen Grund: Ein Typ mit Lederhut, Peitsche und Dreitagebart (was ein Professor ist wussten wir damals noch nicht), der Nazis, die mit Standarten durch die Wüste marschierten und Anhänger eines Affenhirn auf Eis fressenden indischen Todeskults vermöbelte. Besonders anspruchsvoll war das nicht aber aufgrund des charmanten Helden, dessen erstklassiger Darsteller nicht genannt werden muss und den für die jeweilige Zeit sahnehaften Special Effects machte das was herauskam einfach eine ganze Menge Spaß.

Harrison Ford ist merklich älter geworden aber wir auch und Leute, die wirklich was taugen werden schließlich mit dem Alter schließlich immer besser. Und da auch Indys Welt älter geworden ist kämpft er nun nicht mehr gegen Nazis, sondern russische Agenten. Nun, die Nationalität der Gegner war ja eigentlich immer egal, wichtiger war und ist da eher der Unterhaltungsfaktor der Hauptantagonisten. Da liegt schon ein entscheidender Schwachpunkt des Films, denn Cate Blanchett mit Domina-Frisur und üblem Akzent ist selbst für den humorvollen Indy zu abgedreht. Trotzdem lässt man sich gerne auf die neuerliche Expedition ein, die den schlangenhassenden Peitschenvirtuosen diesmal nach Süd-Amerika führt, der perfekte Ort, denn Dschungel ist schließlich für den Abenteuerfilm wie der Weltraum für Science-Fiction. Das Rätsel, das Indy diesmal zu lösen hat ist nicht gerade übertrieben interessant aber rutiniert inszeniertes, häppchenweises Aufdecken von Puzzleteilen hält den Zuschauer bei der Stange. Darüber hinaus freut man sich über Treibsand, Riesenameisen und zerfallene Tempel, obwohl zwischendurch einige Dinge, wie die heute leider scheinbar obligatorische übertriebene CGI Autojagd (Gott schütze Quentin Tarentino), ein aus dem Hut gezauberter Teenie-Held und uninspirierte, voraussehbare Wendungen nerven. Äußerst negativ fällt auch auf, dass gute Schauspieler wie, die schon erwähnte, Cate Blanchett oder John Hurt (einen meiner absolut favorisierten Lieblings-Super-Duper-Für-den-ich-sogar-schwul-werden-würde-Schauspieler) überhaupt nicht zur Geltung kommen. Und noch einen Minuspunkt sammelt Spielberg für das all zu phantastische Ende, bei dem man sich wundert, dass nicht Mulder und Scully auftauchen.

Letztendlich haben wir hier einen Film, der uns zeigt, dass Harrison Ford immer noch sympathisch ist, geniale Schauspieler Rollen brauchen, die ihnen etwas abverlangen und (mal wieder), dass die Kunst im Einsatz computergenerierter Spezialeffekte eher darin liegt zu wissen, wo man auf sie verzichtet anstatt ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

5 / 10

Movie-Review
The Signal

Review | written by Hazard | 20.08.2008

Das nenne ich mal einen ambitionierten und im wahrsten Sinne "verstrahlten" Shocker. Den psychopatischen Charme bekommt der Streifen durch den krassen Mix aus Filmen wie "Dawn of the Dead" und seinem kleinen, sarkastischen Bruder "Shaun of the Dead". Wirken tut das allerdings viel morbider, denn der Regiesseur mischt nicht einfach schwarzen Humor und grausamen Splatter, sondern klappert das Genremenü nacheinander ab. So beginnt der Film sehr nüchtern und ernst, folgt mit einer "Silvesterparty" die Lacher im Dauerfeuer garantiert und wird dann wieder hässlicher... Gerade sich daran zu gewöhnen macht herzhaft Spass und bei den schrulligen Darstellern für den offenen Filmfreak unverzichtbar.

Für Fans von Shaun of the Dead, 28 Days Later und Dawn of the Dead

9 / 10

Movie-Review
Darjeeling - Limited -

Review | written by Hazard | 06.08.2008

Wes Anderson... ein Regiesseur wie eine Zartbitter-Schokolade. Der Kerl kann alternativ sogar Liebhaber des aktuellen Jim "Broken Flowers" Jarmusch (etwas leiser, gefühlskräftiger, weniger skuril ;) beglücken. Ein echter Seelentrip mit Owen "Die Royal Tenenbaums" Wilson, Adrien "Der Pianist" Brody und Jason "Spun" Schwarzman auf den Gleisen nach Indien. Eine Art Relaxation für die morderne Seele in diesen schnellen Zeiten. Da fühlt man doch glatt wieder wie nah Freud' und Leid zusammen liegen. Achso, lachen geht nur bei "Scary Movie" & Co.? Jaaa dann seid ihr hier komplett falsch ;)

Für Fans von Die Royal Tennenbaums, Rushmore und Broken Flowers

9 / 10

Movie-Review
8 Blickwinkel

Review | written by Hazard | 06.08.2008

Ja, da isse wieder... die solide, "verschwörungsfreudige" und intelligente Filmwerkskunst aus Amerika. Gespickt mit viel Stars, vielen Überraschungen und Top-Ästhetik. Gerade Liebhaber der "Bourne"-Streifen oder "terroristisch"-angehauchten Hochlganz-Streifen wie "The Kingdom" wird sich ein Knick in die Optik freuen. Ein paar "Blickwinkel" waren vielleicht mehr pseudo-aufschlussreich aber dafür immer anspruchsvoll und spannend garniert bis zum knisternden Ende. Das schmeckt hier ja fast schon nach Brian "Spiel auf Zeit" de Palma... fast.

Für Fans von L.A. Crash, Bourne Identität, The Kingdom und In the Line of Fire

8 / 10

Movie-Review
Juno

Review | written by Hazard | 24.07.2008

Sie ist eine kleine Hexe, das steht ausser Frage. Denn wer Ellen Page aus dem ähnlich hochkarätigen, aber nunja "etwas" härteren Film "Hard Candy" kennt weiss das die junge Dame ordentlich was auf dem schauspielerischen Leierkasten hat. Nun hat sie auch noch einen Braten in der Röhre und Jason "Thank You For Smoking" Reitman führt einen durch herrliche "Wehen" zwischen Komödie und Drama mit Sprüchen die einem das Leben lang verfolgen werden. Ein Film den man als Geniesser der Tragikomödie nicht missen darf - allein schon wegen der Hauptdarstellerin und ihrem fetzigen Mundwerk das euch Tränen in die Augen treibt, gerade wenn der Humor trockener nicht sein könnte. Wenn der Begriff "Frechheit" Charakter und Namen haben dürfte, dann würd man sie oder ihn "Juno" taufen.

Für Fans von Beim ersten Mal und Superbad

9 / 10

Movie-Review
Der Nebel

Review | written by Hazard | 22.07.2008

Frank Darabont - (Screenplay-)Schreiberling und Regiesseur hätte ja schon aus dem neusten "Indiana Jones"-Abenteuer mehr als nur ein übereffektiertes, wenn auch gutes Freundschaftsfilmchen zwischen Spielberg, Ford und Lucas schreiben können. Da bin ich mir sicher! Aber der kleine, olle George wollte ja nicht... weshalb sich nun Mr. Mini-Jones alias Shia LaBeouf mit einer Horde Affen zur bösen Cate Blanchett hangelt und das Original Indy Ford zu anfangs wie "Baron von Münchhausen" per Kühlschrank (genauer im Kühlschrank, aber sicher verriegelt) durch eine etwas "atom-geschwängerte" Luft flattert... aber das ist eine andere Geschichte.

"Der Nebel" ist eine Old-School-Streifen mit echtem "80er/90er-Charme" - den ich ihm anfangs garnicht zugetraut hätte. Was bei einer von Kings Vor-Vorlagen wie beispielsweise "Dreamcatcher" nicht wirklich der Fall war. Wenn auch wenn die Kreaturen teilweise reinste Pixelaugenweiden (vergleichbar mit dem "Käferkabinett" aus Spieleknüllern wie "Half-Life") sind merkt man hier die traditionelle Handwerkskunst von Darabont gepaart mit Kings kranken, grauen Zellen in Handlung und Horror deutlich. "King" mag kein "Kong" (spektakuläre Digitalisationen)... er ist ein traditioneller "Kleinstadt-Spuker". Das betrifft auch Darabont, der sich damals schon mit dem kult-trashigen "Der Blob" einen Namen im "Horrorfilm" machen konnte nun aber Filmkünste wie "Die Verurteilten" und "The Green Mile" zusammen mit King auf die Leinwand gebracht hat. Es gibt keine abgefahrenen schnellen Schnitte, keine langen digitalen Achterbahnfahrten und die Darsteller, darunter auch Marcia Gay "Miller's Crossing" Harden, Thomas "The Punisher" Jane und last but not least Bill "Demon Knight" Sadler der auch schon in "The Green Mile" mit dem Regiesseur gearbeitet hat sind hier effektiv besetzt. Im Grunde geniesst man mit "Der Nebel" sowas wie eine aufwändige Folge "Twielight Zone" (oder nehmen wir mit dem etwas "professionellerem" Film vorlieb) oder einer (gute!) "Geschichte aus der Gruft" im Kinoformat an. Es gibt heuer genug krampfhaft zielgruppengesteuerte und "teeniebelastete" Horrorfilme, noch viel mehr sadistische Schnetzelstreifen a la "Hostel"... aber einen ungezügelt spannenden Schauerstreifen dieser Klasse gabs schon lange nicht mehr.

Wie schön und schrecklich das Herrn Darabont niemand in dieses meisterhaft-fiese Ende gepfuscht hat, welches er uns hier aufs ungeschützte Gewissen legt. Das lässt diese "King-Horrorvision" für mich in die Filmgeschichte eingehen. Was George Lucas wohl aus diesem Ende gemacht hätte? "Der Nebel" ist jedenfalls ein richtig guter, "altgebackener" Horrorschocker geworden, der einen von anfang bis Ende umhüllt. Am besten auf VHS spulen, verstauben lassen und irgendwann wieder anschauen - der Charme dafür ist jedenfalls vorhanden. Denn wie alle Klassiker, darunter fast alle Carpenter-Streifen, will der Film nicht aufwändig wirken sondern einfach nur eine spannende Geschichte erzählen. Sowas geht in dieser vom "Augapfel gepeitschten" Filmwelt echt unter.

Für Fans von The Thing, The Fog und einem kleinen Biss Eight Legged Freaks

10 / 10

Movie-Review
Meine Frau, die Spartaner und ich

Review | written by Hazard | 17.07.2008

Machen wir es kurz und schmerzvoll: Man hat sich richtig auf den Streifen gefreut und wurde leider verarscht. Negativ: Zu viele und wirklich miese "Insider"-Einlagen mit amerikanischem TV-Hintergrund und nach den ersten 25 Minuten zünden nur noch die wenigsten Gags. Positiv: Klasse "Leonidas"-Ersatz mit sehr viel Spucke und eine "fette" (wenn auch gnadenlos peinliche) Tanzeinlage Richtung Mitte. Wie war das nochmal... 300 Spartaner gegen ein riesiges Heer gnadenlos dumpfer Gags? Das ist aber echt unfair, und deshalb wirds nach dem recht köstlichen Anfang wirklich nur noch "spartanisch". So gewinnt man keinen Krieg gegen die Konkurrenz wie "Scary Movie 3" oder bald auch "Superhero Movie". Mit Hopfen und Malz im Hals sicherlich witzig, aber nüchtern wird das eine schwierige Schlacht gegen die Langweile und viel zu bescheuerte Dummgags mit denen wir schon im schrottigen "Fantastic Movie" geärgert wurden!

Für Fans von Fantastic Movie, Scary Movie 4 und Date Movie

3 / 10

Movie-Review
Hitman

Review | written by Hazard | 17.07.2008

Nun sollte hier entgültig "pro-saunt" werden das "Hitman" zu einer der guten Spiel-Film-Umsetzungen gehört, auch wenn meine Wunschbesetzung Jason Statham nicht zum Einsatz antreten durfte ;). Höchst amüsant das sich Kritiker bei dieser vergleichsweise "simplen" Vorlage Extrawünsche (vielleicht sogar oscarreife Dialoge und Darsteller) geäussert haben und somit in so ziemlich jedem TV-Müllblättern fehlende Story als Hauptkritikpunkt für einen rosa Daumen runter gereicht hat. Fakt ist, der Stil und die Liebe zum "Killer"-Thema ist da - wenn auch ganz kühl und klar. Und als Fan ist "Nummer 47" nicht mehr und nicht weniger so geraten wie man sich das vorgestellt hat. Alle anderen haben ja immer noch die "Bourne"-Reihe oder umgekehrt zahlreiche Boll-Filme die zeigen wie mans wirklich verhauen kann. Für eine wirklich anspruchsvollere Version von Hitman könnte man auch nur Ben Kingsley als Killer einsetzen, siehe "Sexy Beast" - das wär oscarreif!

Für Fans von Assault on Precinct 13 und Das Bourne Ultimatum

8 / 10

Movie-Review
10.000 BC

Review | written by Hazard | 16.07.2008

Uhhhh... ein Emmerich-Film mit weniger "Spekulatius" (Spektakel) als gewohnt, und auch noch dramatisch bis anspruchsvoll soll er wirken. Leider "würgen" Story und Darsteller leicht überlastet und allein schon der stilistische und später auch plot-technische Vergleich mit Meisterwerken wie "300" oder Halbmeisterwerken wie "Apocalyptica" ist nur noch absurd. Mensch Rollo, wir wollen von dir "amerikanisch-duftende" Actionspektakel a la Gozilla, egal was die Kritiker sagen. Das ist dein Ding, und kein bleicher Abklatsch von "Das Dschungelbuch" trifft "Apocalyptica" - wobei letzerer hier vergleichsweise um "Kreidezeiten" genialer rüberkommt!

Für Fans von Apocalyptica, Braveheart und einer Spur 300

5 / 10

Movie-Review
Boogeyman 2

Review | written by Hazard | 16.07.2008

Dagegen ist der schlechteste "Nightmare on Elmstreet" reinste Filmlegende. Für die paar (wenn auch mehr oder weniger einfallsreich) Splatter- und Schock-sequenzen braucht niemand einen ganzen Film. Der übrigens die ganze Zeit in einem Irrenhaus spielt, wo Tobin "Jigsaw" Bell den Leiter spielt äh (nunja übertreiben wir nicht) anwesend ist. Die oft kopierte "Krügermasche" a la "...er kennt unsere Ängste" wirkt nun nur so schlecht kopiert das man sich entweder nur langweilt oder sich zu Tode lacht. Auch wenn "Jigsaw" tatsächlich eine Emotion mehr (entweder war es Angst oder Schmerz ;) an den Tag legt, will man einfach nur noch raus aus diesem Irrenhaus. Gute Shock-Therapiemöglichkeit für just eingewiesene Independent-Regiesseure.

Für Fans von Boogeyman, White Noise und einem Tropfen Nightmare on Elmstreet

2 / 10

 


 

Movie-Review
Southland Tales

Review | written by Hazard | 11.07.2008

Funktioniert sowas überhaupt? Dwayne "The Rock" Johnson, Sarah "Buffy" Michelle Gellar, Seann "Stiffler" William Scott und Justin "Oh Shit!" Timberlake in einem Film der heftig die Gehirnzellen befruchtet äh zum Nachdenken anregt? Nein... tja, das habe ich auch gedacht (und ich war eigentlich fast überzeugt), aber das herrlich verkorkste und geniale Hirn von Richard "Donnie Darko" Kelly hat es tatsächlich geschafft. Auch wenn man sich selbst als Fan erstmal an den prall-bunten Stil gewöhnen darf ;)

"Southland Tales" ist ein sehr, sehr spezieller Film der wie bei "Donnie Darko" erst bei vielmaligen, exzessiven Genuss köstlich wird. Und das eben auch nur solange man mit dem Regiesseur auf dem gleichen Frequenzgang steht. Es ist auch nicht direkt ein vollständiger Film (und das nicht nur allein weil wir hier schon eine Fortsetzung sehen, mit einem rein "illustriertem" Comic-Vorgänger) sondern ein Trip, ein Brainstorming durch eine "kranke" Welt die von einem großen Knall oder einen oder gar zwei Erlösern gerettet werden kann, möchte, vielleicht...? Alles eben sehr "Kelly"-like, versteht sich. Der Streifen setzt sich aus realen, fantastischen und sarkastischen Happen zusammen, die später poetisch (auch dank dem Soundtrack von Moby) miteinander verschmelzen... auch wenn man oft mehr grübelt als verstehen darf. Hier wird von Drama, Erlösung, Krieg, Komplettüberwachung, Politik, Macht, Zeitreisen, TV/Film-Entertainment, Merchandising, Religion so ziemlich alles angeboten was in einen neuen, "Extended Edition" Weltuntergang von einem Richard Kelly gehört. Der Film ist einfach schrill, eigenwillig, tiefgehend, inspirierend und der Realität vorraus. Interessant ist (wie immer) wie er die wissenschaftlichen / weltlichen Aspekte von Zeitreisen bis Alternative Energien mit religiösen / phantastischen Hintergründen wie der Bibel verbindet. Man merkt wie sich er sich bei seinem "Comic"-Epos durch eine Menge Materie gearbeitet haben muss, auch wenn er zwischendurch alles mit etwas zu schwarzhumorigen Situationen überlagert und sich dabei leicht bis mittelstark verzettelt. Es bleibt jedenfalls immer was im Hinterstübchen hängen.

Für die meisten Kritiker ist es ein einfaches den Film komplett zu verreissen (siehe Cannes 2007), aber da gibt es ein gravierendes Problem. Es ist schlichtweg einer der interessantesten Filme seit langem und das sei hier noch untertrieben betitelt. Das irre an dem Streifen ist das er wirklich so bunt und trashig wirkt (was wohl auch den Großteil der Kritiker verärgert hat), aber durch seine Adern so viel zum Mitgrübeln anregt das man gleich einige Stichworte speichern will mit denen man später sein Wikipedia füttert. Selbst das Offensichtliche, wie es auch schon Paul Verhoeven mit seinen "Propaganda-News-Flashs" in "Starship Troopers" oder "Robo Cop" gezeigt hat: Die Menschheit wird eingewickelt und ist immer willenloser dem politischen "Denken" ausgesetzt wird einen Tick interessanter und einfühlsamer rübermittelt. Das die Neo-Marxisten dann "USIdent" - jene gigantische Überwachungsbehörde in "Southland" infiltriert und zum Angriff bläst kann nicht mehr lange dauern. "Southland Tales" ist oft ausführlicher als so manche Polit-Satiere, kostümgeiler als jede Fasnachtsveranstaltung und poetischer als so mancher großer Schriftsteller unter Alkoholeinfluss.

Das Problem und gleichzeitig das Geniale an dem Film ist: Was viele wohl nicht so sehen oder wahrhaben wollen ist das Kelly dieses, unseres "Pop-Corn-Zeitalter" mit den Stars zeigt die es vertreten anstatt jede Szene mit gnadenlos gut ausgezeichneten Herren und Damen zu besetzen. Dadurch wirkt es so herzhaft unreal, was gleichzeitig aber genau den immer größer werdenden Wahnsinn zwischen Arm und Reich / Volk und Regierung aufzeigt. Das nenn ich ziemlich tapfer, wenn auch verrherend für die Kritiken. Ich glaube kaum das sich eine gehobene "Kritikereminenz" vor der Beschau des Films bei den Namen "The Rock" oder "Stiffler" einen Freudentanz durchgeführt hat.

Aber mal ehrlich, lieber bestaune ich interessante, eigenwillige Filme (siehe Low-Time Score "Equillibrium") als zwanghaft oft publikumsgetestete Pseudo-Satieren mit perfekt kalkuliertem Aha-Effekt. Ich bin mir sicher das Richard Kelly den Film genauso anspruchsvoll und publikums- und kritiken gesteuert hätte machen können um damit auch die Kritiker zu beheucheln, aber er ist und bleibt einfach der jugendliche Freigeist der (sagen wir mal unverblümt) mit dem festgefahrenen, alten "Pack" weniger anfangen kann.

Mainstream-Filmegucker sollten dringendst die Pfoten davon lassen (die beamen sich allerspätestens nach 20 Minuten in den Tiefschlaf - getestet) aber auch Leute die bei den "spritzigen" Hauptdarstellern ohnehin schon das kalte Brechen bekommen (was hier leider die andere Seite der Zuschauer - "anspruchsvollere" Filmgeniesser abhalten könnte). Wer allerdings ganz offen für alles Andere und Phantastische ist kann sich nicht nur auf was Eigenständiges freuen sondern auf einen Gehirmschmaus erster Güte. Messages in Massen verpackt in eine Optik die ich fast nur Terry Gilliam zutraue und mit Ansätzen die in viele neue Filme investiert werden kann. Zugegeben, es wirkt oft verzettelt, aber ich kann mir bei dem Mamutprojekt keine solchen Macken vorstellen. Es ist irgendwo da draussen oder vielleicht auch nur in Kellys eigener, kleinen Welt. ;)

Ist "Southland Tales" nun Genie oder doch nur Wahnsinn in exzentrische Filmkunst verpackt? Das ist hier die Frage! Für meinen Teil beides und DER große Stern am aktuellen ausgelutschten und seelenlosen "Filmament". Aber wie viele Regiesseure die ihrer Zeit vorraus sind und waren (siehe Stanley Kubrik - als Beispiel, nicht direkt Vergleich!) werden sie oft von Presse und Publikum flach gehalten. Der Film hat nun einfach keine festen Nischen fürs Massenpublikum und baut zwischen "Hey cool, Buffy!", "Neo-Marxismus" und einer "Orwell'schen"-Zukunftsversion auf die trotz oder wegen ihres amerikanischen Comic-Charakters so real und detailiert gehalten ist. Kelly ist tapfer das genau so "Terry Gilliam"-like amüsant und zugleich ernsthaftig rüberzubringen. Tja, that's life... gesehen haben sollte man ihn. Darüber streiten? Gerne! Ihr könnt euch zumindest sicher sein noch nie solch einen Streifen gesehen zu haben ;)

Für Fans von Donnie Darko, Twelve Monkeys und Equillibrium

10 / 10

 

 

Movie-Review
Straightheads

Review | written by Hazard | 14.06.2008

Ein richtig mieser, schonungsloser Thriller mit einer (später) knallharten "Scully" Gillian Anderson. Im richtigen Licht betrachtet ein kleines Meisterwerk, in dem in jeder Ecke eine neue Überraschung lauert. Nimmt man ein Rudel aktueller Psycho- oder Rache-Streifen dann findet man wenige in denen es weniger konventionell äh originell zugeht. Hier kommen nicht nur Frau Anderson und Ihre schnelle Liebschaft abseits der Wege sondern auch der Film führt einen auf einen Irrweg: Und zwar zu Glauben das Rache so einfach sein kann. Sowas brauch keine Action, aber Spannung und abartiges Verhalten zu genüge.

Für Filmgourmets ein kühles Stück Anti-Filmmatierie mit einem leichten Hang zum Independent-Film. Eben für Kleinfilm-Geniesser.

Für Fans von Ein einfacher Plan und Funny Games.

9 / 10

 

 

Movie-Review
Der Goldene Kompass

Review | written by Hazard | 19.05.2008

Der Postal-Dude aus dem gleichnamigen Film/Spiel würde hierzu sagen: "What's wrong with you people?". Nicht das das jetzt in irgendeinen größeren Zusammenhang passt, aber wer diesen Streifen in das gleiche Regal wie "Der Herr der Ringe" oder minderwertiger "Narnia" stellt (was laut manchen Kritikern beschämenderweise getan wurde) , dem gehört diese Frage erzürnt und mit nem ungesicherten Bohnenpuster in der Hand gestellt. Denn der Regiesseur dessen Name ich mir nicht gemerkt habe ist wahrhaftig meisterhaft... und zwar darin digitale Figuren zu pushen (mal wieder, kennen wir ja diese Typen) und damit der lebendigen Darstelleriege mit einen bitteren Hauch Minderwertigkeitsgefühle zu belasten. "Der Goldene Kompass" ist nicht märchenhaft sondern wirkt nur so, in dem putzige kleine Nagetiere die kleinen Kinderchen begleiten und auch man besoffener Polarbär in vollstem Detailgrad die Schnauze aufreissen kann.

Richtig, auch ich trauere Yodas Latexohren nach und fühle in den neuen Star Wars Episoden viel weniger Macht. Und was die Charaktere betrifft... selbst in "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" gabs da interessantere, neue Figuren als in diesem "Kompass-Ding". Der Streifen ist sicherlich für Kinder was unterhaltsames und sei den kleinen Duselköppen sehr ans Herz gelegt, WENN nichts besseres im Haus lagert (...das wäre traurig!). Allerdings kommt auch eine recht harte Szene darin vor, in der ein wohl betrunkener Eisbär seinem Konkurrenten den Unterkiefer wegschnappt! Kein Scherz, kein Blut... aber das Teil fliegt regelrecht in die Kamera.

Gegen dieses bleiche Märchen sind "Star Wars Episode 1" und "Narnia" wahre Meisterwerke. Auch der wohl noch aktuell recht anziehende "Eisbären-Effekt" lockt hier keine Blicke mehr auf sich. Sind die Dinger mal groß, digital und fett, dann fangen sie gleich mit trinken an (so ne Art Ex-Coca Cola Bär der den Entzug nicht gebracht hat). Es ist einfach für Leute die auf die Magie der CGI-Effekte stehen und sich bei richtig guten, traditionellen Filmen Langweilen, ganz einfach. Wen interessiert da noch das offene Ende und (bitter aber war) wie Daniel Craig vielleicht von einem Rudel Hexen, verlausten "Gyptern" und anderen digitalen Lästigkeiten gerettet wird. Ja klar, da gibts noch dieses kleine Hauptdarstellerin äh Göre, aber die und auch die anderen Darsteller wie Käseflittchen Kidman ziehen hier keine Wurst mehr vom Teller. Außerdem habe noch nie so ein freches, offenes Ende vor den Sabberlatz bekommen. Und so wirkt die Pseudo-Schlacht zu kurz vor Schluß so lustlos und provoziert das einem das Loch von Langeweile im nachhinein noch stärker auf die Gebeine drückt.

Wenn schon, dann zu richtigen Filmen wie "Labyrinth" (mit echten Puppen!) oder für unsere Weinschmecker äh älteren Feinschmecker "Pan's Labyrinth" oder eben "Narnia" greifen.

Für Fans von Eragon und Harry Potter.

4 / 10

 

 

Movie-Review
War

Review | written by Hazard | 14.05.2008

Jason "Turkish" Staham versus Jet "Danny The Dog" Lee. Das kitzelt einem schon ein wenig in der Adrenalinpumpe, zumindest wenn man zu fast gleichen Teilen auf die beiden anspruchsvolleren Actionneandertaler steht. Doch beim längeren hinsehen vergeht die Freude schnell wieder, die beiden wirken irgendwie fremd aufeinander obwohl sie hier ansonsten recht angenehm ballern, zerschnippeln und sich ganz gleichwertig durch Triaden- und Yakuza-Schergen kicken. Aber im großen und ganzen fährt der blasse Streifen auf der Schiene "Auf der Flucht" und es kommt nie zu einem direkten Gegenüber zwischen den beiden. Joar, nur ganz zum Finale treffen sich die fein-gewzirnten Herren und massieren sich die Kopfhaut. Das ist ja wohl sehr schwach! Da Lob ich mir nen richtigen Versus aus den 90ern a la Stallone und Snipes, aber das hier verschwindet einfach nur im Nebel der Vergessenheit.

Was man dem stark routinierten (okay ernthafter, nennen wir es klischeebelasteten) Film lassen muss ist die nicht ganz unoriginelle Überraschung zum Schluß. Keine Entschuldigung, aber wer erwartet das bei einem 3-letternen Filmtitel schon. Aber selbst für eine angenehme Unterhaltung viel zu lau zur Wiederschau. Als Gegenmittel für danach gleich Top-Performancen in "Snatch" gefolgt von "Hero" einnehmen.

Für Fans von The One und Transporter.

5 / 10

 

 

Movie-Review
The Messengers

Review | written by Hazard | 06.05.2008

Eine Familie zieht in ein neues bzw. altes Bauernhäuschen... in dem es spukt! Soweit so breit... -getreten kennen wir dat ja im Schockergenre. Leider bringt uns auch dieser Streifen keinen Schritt weiter. Er ist in der großen Masse keine Klasse und hat keine wiedersehenswerten Hightlights die einem beim Schlafengehen die Socken hochkrempeln lässt. Es sind echt schmutzige (vorallem die Wände) und kurzzeitig schockierende Gruselecken (im Keller wo so ne wässrige Schl...eimkuh aus dem Sumpf aufsteigt - ohne Zepter) aufzufinden, bei denen man aber eher gekonnt mitgruselt anstatt sich ernsthaft zu erschrecken. Aber die reichen nicht an das anständige "Grudge"-Niveau heran. Einzigster und schönster Lichtblick ist die putzige Kristen Stewart in ihrer Hauptrolle als großes Schwesterlein. Sie kennt man vielleicht aus "Zathura" oder noch etwas früher in "Panic Room" bei der sie an der Seite von "Hannibals Liebchen" Jodie Foster mitüberleben durfte. Hier ist sie leider fast nur anwesend und arg unterfordert.

Man muss es ja zugeben, von der technischen Seite wurde nur vom Feinsten geklaut. Aber genau das löst bei mir im vorneherein einen Schreikrampf aus: Technisch aufwändige und Gruselfilme haben meistens keinen Charakter, kein Herz und eine Seele - auch und gerade wenn letzere darin verzehrt werden. Aber oho, im Zeitraffer kraxelnde Gummimenschen an der Decke, dunkle Flecken an Wänden durch die das ein oder andere Flittchen levitiert und natürlich ein kleiner Junge der die ganze Freakshow als einzigster sehen kann (aber glücklicherweise den ein oder anderen stummen Tipp per Fingerzeig an seine Schwester weitergibt).

Habet keine Hoffnung, hier gibts wirklich nichts neues... wer aber sowieso weniger Streifen konsumiert als wir kranken Gestalten hat bei "The Messengers" zumindest was einigermassen unterhaltsames. Meine Empfehlung, allerdings nur für Geniesser des asiatischen Filmuniversums: Das (immer noch) interessante Schauermärchen "Silk", was plottechnisch sehr einfallsreich ist und viel spannender auf eure geliebte Gänsehaut wirkt.

Für Fans von The Amityville Horror, The Grudge und Poltergeist.

5 / 10

 

 

Movie-Review
Aliens vs Predator 2

Review | written by Hazard | 05.05.2008

Ihr kennt vielleicht die Filme von denen nichts mehr übrig bleibt wenn konsumiert. Der neue Aliens vs Predator ist so ein Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem Machwerk selbst sollte man die "blaue Ätzsosse" des Predators über die Film-DVD kleckern und schnell alles wieder vergessen.

Wer diese Dunkelkammer (Bild zu dunkel gehalten) an Restmüll der beiden Meisterwerke als eigenständigen Film respektiert ist selber ein Monster. Versteht mich nicht falsch, ich liebe auch Popcorn-Unterhaltung und unfreiwillig komischen Trash. Aber schnellgeschnittene Möchtegernspektakeln ohne Charakter geschweige denn fähige Darsteller, vorzeigbarem Drehbuch, einigen Spannungsbogen verpackt in ein darin mal kurz schlecht verschustertes Teenie-Drama versetzt mich in einen ganz anderen Schrecken namens Langeweile. Ja klar, man sieht Aliens. Sicher, man sieht den guten alten Predator und seine Kumpels. Und ja, man sieht darf sich die sogar noch etwas unhübschere Mischung der beiden Mega-Monster ansehen... aber das wirkt hier so als hätte man aus "Stirb Langsam" die Charaktere genommen und sie für nen Van Damme-Film verwurstet (warte, gabs da nicht sogar mal sowas wie ne Kopie?).

Nicht nur reine Zeitverschwenung sondern ein Alienschwanz-Schlag ins Gesicht des wahren Fans. Da soll noch einer sagen nur der Predator kann gut ausschlachten. Hier ist nur noch die Hülle der beiden Großen übrig. Und die Army-Amazone als Ripley-Ersatz ist ja wohl mehr als unverschämt. Da ist einfach nichts, die Leere des Weltalls hat die beiden Regiesseuren wohl das Hirn vermistet. Schnell Camerons Original einlegen gefolgt vom tropischen "Rasenmähen" mit Arnie und seiner Minigun.

Für Fans von Critters 4, Battlefield Earth und ein wenig Predator 2.

0 / 10

 

 

Movie-Review
Flash Point

Review | written by Hazard | 21.04.2008

Haltet euer Rückrat fest, hier fliegen Fäuste und Ellbogen nahezu ungebremst auf die hässlichen Denkmurmeln. Fans der anspruchsvollen, asiatischen Action-Kino-Küche können sich freuen: Charakter-Kampfkünstler Donnie Yen und sein "Meister"- und Regisseur Wilson Yip sind zurück. Nach dem genialen Comic-Fantasy-Knochenbrecher "Dragon Tiger Gate" kommt eine neue Action-Fanfare des Duos Yip/Yen. Wo Dragon-Tiger-Gate in der Kategorie Comic-Fantasy die erste Geige der Perfektion zupfte bietet Flash Point u.a. mit seinem Endkampf schmerzhaft-gekrönte Kampfakrobatik die beim Zusehen einfach nur Weh tut. Gesichtsklatscher in Massen und 100%-wirbelknackende Kampfeinlagen sind sichergestellt. Und das die Darsteller im Vergleich zu Actionproleten wie Van Damme oder Steven Segal dann noch Charme und Charakter beweisen steht bei Donnie Yen ausser Frage. Und verglichen mit den Uringesteinen der dumpfen Action-Unterhaltung hat jeder Yip-Streifen einen Oscar verdient, schon allein weil Dramatik und Inszenierung meisterhaft gegen das Auge klatschen. Wilson Yip wird der neue (... nana nix Windtalkers! Hard Boiled!) John Woo. Ein materialisches Muss für jeden anspruchsvollen Asia-Action-Fan.

Für Fans von Killzone, Exiled und Dog Bite Dog.

9 / 10 - für Fans

 

 

Movie-Review
Footsoldier

Review | written by Knaxi | 14.03.2008

Soll ja ne wahre Geschichte sein, na wer weiss :) Auf jeden Fall hat der Film so einiges an Material, dass in meiner XXL-Windel nicht genug Platz ist um das alles zu verstauen :P Was dieser fetzige UK-Import aus den Händen von Julian Gilbey auf die Mattscheibe strahlt hat "Natural Born Killers"-Feeling was die unterschiedlichen Kamera und Bildformate angeht und eine Priese "Snatch". Hier wird die Geschichte von Carlton Leach (Hervorragend "Ricci Harnett") erzählt, der vom einfachen Fußball-Hooligan über einige Stationen zum Top-Drogendealer aufsteigt. Gleich zu Beginn gibts mächtig Bratkartoffeln, wenn sich die Hooligans gegenseitig auf die Fresse kloppen. Natürlich nicht nur Bätschereien, auch private Probleme des Carlton Leach werden erzählt. Zwischendurch flacht der Streifen zu sehr auf Drama ab, kann sich aber bis zum Schluß wieder aufrappeln.

Da dieser Film durch die 70er, 80er und 90er wandert gibts dementsprechend unterschiedliche Mucke zu belauschen. Da hat der Regisseur die richtigen Platten, ääh CDs aufgelegt. Die Mucke fetzt und weckt Erinnerungen in meinen Eingeweiden. Kleiner Tip: schliesst vor dem Film jeden Schlagstock oder Baseball Schläger weg - ich brauch jetzt ne neue Garnitur ;) Seit "Romper Stomper" mein Videogerät verseucht hat, hab ich nicht mehr so nen Mix aus Schläger-, Drogen-, Gang-, Mafiafilm und Drama gesehen. Allein die deutsche Synchro lässt den Film billiger wirken, als er ist - echt schade drum. Aber egal - man gewöhnt sich an alles :D

Für Fans von Romper Stomper, Hooligans und ein bissel Snatch.

8 / 10

 

 

Movie-Review
Cashback

Review | written by Hazard | 22.02.2008

Ich will garnicht wissen wieviele Knödel (inklusive uns) den Streifen nur wegen des "spitzen" Covers ausgeliehen haben. ;) Aber Obacht oder zum Glück hat man es hier mit einem ganz anderen Kaliber von Unterhaltung zu tun. In kleinen, oft herzhaft schmunzelhaften Schritten versucht der Hauptdarsteller die Gedanken an seine just erloschene Liebe zu bekämpfen. Doch so einfach ist das bekanntlich nicht, und als er merkt das er seitdem nicht mehr schlafen kann und das Leiden wegen "Ihr" nunja nicht unerträglich aber sehr an den Nerven zehrt schnappt er sich einen Job in einem Einkaufszentrum und versucht diese "dazugewonnene" Zeit sinnvoll zu nutzen. Dabei findet er bald seinen eigenen Weg, seinem recht sensiblen, von Kunst durchtränkten Gehirn eine Pause zu verschaffen. Er hält einfach die schönen Momente seines Lebens an und schwingt den Zeichenstift. Hauptmotiv sind und waren dabei schon immer weibliche Formen. Doch ganz im Arbeitsalltag versteckt findet und zeichnet er schon bald seine neue "wahre" Liebe. Dem prüden Volk sei hier wiederum ans Herz gelegt das einem hier sehr angenehm freizügige, weibliche Formen um die Augen flattern. Allerdings so angemessen entpackt das man die FSK sogar mit einem FSK 12 überzeugen konnte. Man hat es schliesslich "nur" mit einem sehr kunstbelauchten Film zu tun. Eine selbsironische, leichte Drama-Komödie mit vielen persönlichen und skurillen Momenten bei denen man gerne mitlacht. Vielleicht gerade weil sie einem oft selbst so bekannt vorkommen oder teilweise aus der Kindheit zutreffen. Aus der Gourmet-Filmsparte "Klein aber fein" über Kunst, Liebe und Erwachenwerden.

Für Fans von Filmen wie Art School Confidential und ein wenig Die Regeln des Spiels.

9 / 10

 

 

Kino-Review
John Rambo

Review | written by Hazard | 22.02.2008

Mal ganz im Ernst... der neue, alte Rambo richtet sich fast ausschliesslich an Action-Splatterfans. Das hab ich nicht anderst erwartet, und ihr hoffentlich auch. Das alte Prinzip "Rette den Tag" egal gegen welche Übermacht und mit welchen Mitteln spielt hier blutig mit und ist eben das gellende "Ahhhhh" und "Ohhhhh" im finsteren Gemeuchel vom ollen John Rambo. Aber das kann ich dem Film nicht wirklich übel nehmen, auch wenn mans vom einstigen Original anderst kennt. Ich erwarte wirklich hier kein "Euro-Terroristen-Klatschen" (laut Peger) und überstrapaziertes Spurennaschen a la Jason Bourne. Diese kleine, gemeine Rambo Welt- und Sichtweise, ausgetragen in der großen realen Welt muss man dem Streifen einfach zugestehen, sonst klappt dat nisch. Hut ab, der alte Bierschinken Stallone toppt hier an Zerstörung alles bisher dagewesene. Gut vergleichbar mit Der Soldat James Ryan was Gewaltdarstellung und auch äh sogar Dramatik angeht. Aber ich rede hier natürlich nicht nur von Explosionen und Gewehrsalven. Es geht echt deftig an die Anatomie des menschlichen Körpers, wie ihr selbst sicher schon wisst ;) Selbst in der geschnippelten Kinofassung verzücken die Splattereffekte einen ausgewachsenen Fleischfresser noch viele, viele Jahre lang.

Also gut, warum John Rambo dann eine Wertung von 8/10 Punkten verpassen? Nunja, es geht wirklich zur Sache, das darf man nicht leugnen und es ist nunmal das Hauptanliegen dafür ins Kino zu steigen. Auch wenn ich dem ersten Rambo - First Blood nachtrauere (auch weils ja mit Rocky Balboa geklappt hat, das Original geschickt zu "imitieren") war mir bewusst das dieses Kapitel ein für alle mal abgeschlossen ist. Man will Rambo einfach richtig in Action sehen, auch wenn die schmodderigen mittleren Teile sogar weniger Nährwert als so mancher Mission in Action auf die Geschmacksknospen geschleudert hat. Uhhhh...

Aber die dramatische, ehrliche und genauso gnadenlose Umsetzung der Fast-schon-Realität zeigt das Rambos wüste Orgie ihm im Grunde auch keinen Ausweg gelassen hat. Töten oder Getötet werden, ja klar... das olle Leid. Aber man fühlt sich hier tatsächlich nicht verblödet sondern fiebert dem ganzen Leid und vorallem "Leid verteilen" mit. Eine kranke Hass-Liebe-Reakion der Gewaltdarstellung, allerdings so genauso gesehen in Der Soldat James Ryan. Die Vorstellung von Angst, Krieg, Ohnmacht (auch wenn ich hier bewusst zu viel reininterpretiere, mir egal ;) fesselt einen an den Sitz. Sie sind ja auch schon fast verloren... die kleine Gruppe "Weltvervesserer" hätte man einfach nur mitsamt dem Dorf abgemurkst und in der Heimat betrauert. Denn sie schauen der bitteren, (waffen)mächtigeren Realität leider viel zu spät ins Auge. Pazifisten, Priester, Ärzte... es bringt oft nichts Menschen helfen zu wollen wenn dazu keine Sicherheit gewährleistet wird und herzlose Monster jedes Leben in hier gnadenlos sichtbaren Todesspielchen zerstören oder das zu ihrem Vorteil ausnutzen. Manche Situationen, gerade Situationen die ausweglos sind können oft nicht diplomatisch geregelt werden. Mit diesen seelenlosen Typen kann man nicht reden... und genau dazu ist unser stilles Wässerchen Rambo da ;)

Grins... aber der eigentlich Wiedersehwert beschränkt sich bei John Rambo wirklich auf das heillose Actiongeschnatter und Sly's bester neuer Freundin - das hammerharte MG auf dem zuvor noch besetzten, feindlichen Militärjeep (vielleicht hat er es ja auch nach den Dreharbeiten mit ins Hotelzimmer genommen, wer weiss es schon :). Aber Rambo macht eben dabei keine heuchlerische Ehrenrunde um die armerikanische Flagge, was einem seit dem wiederspenstigen Original klarer geworden ist. Auch wenn er seine Amikumpel schon so aus einigen blutegelerregenden Situation befreit hat. Sondern wie gesagt, es geht nur um Selbsterhaltung. Es ist dieses dreckige Elend das gezeigt wird und übrig bleibt und in den Kinosessel fesselt... jaja, natürlich verpackt in die bluttriefenste Rettungsaktion der Kino-Geschichte. ;) Was ehrlich und überraschend übrig bleibt ist ein dramatischer, splattriger Actionfilm mit erschreckend realen Kriegserlebnissen und einem Gefühl der Ohnmacht wenn man sich ohne Schutz, ohne Soldaten in ein Land traut das von Schergen übelster Sorte gefoltert und abgeschlachtet wird. Die Umsetzung ist tatsächlich ähnlich grausig und dramatisch wie in Blood Diamant (der fast genauso grausam rüberkommt, nur ohne den splattrigen Rambo-Selbsterhaltungseffekt mit seinem MG). John Rambo und Rocky Balboa zeigen unzweifelhaft das der italienische Hengst als Regiesseur was auf der Pfanne hat. Sei dahingestellt wieviel Arbeit wirklich direkt von ihm leitet (schliesslich ist man nicht Robert Rodriguez) so zeigt er doch das er mit seinem Splatter-Actionfilm eine gewisse Reife zeigt.

Wir reden hier nicht von Der Soldat James Ryan mit allem drum und dran - von Script, Giovanni Ribisi bis pädagogisch wertvoll... aber von einem Blutwurstspektakel mit einger guten MG-Ladung Stil... wenn man die Nerven dazu hat. Ob es einem nun Spass macht den Überlebenswillen per MG als Unterhaltung zu geniessen (*grins*) oder auch der Dramatik wegen mitfiebert... das Ende mahnt doch ein klitzekleines wenig das man Monster nur mit Monstern wie Rambo bekämpfen kann. Eine der letzten Szenen des Streifens zeigt das, so guten Herzens man sein kann, wenn man sieht wie einem geliebten Menschen das Leben auf bestialische Weise genomen wird, selbst zum Monster werden kann und in dem Fall muss. Nana ich rede nicht Rambo... der liebt nix mehr und den juckt es ja bekanntlich weniger... sondern um den einen Typ Kerl der meint zu wissen was Krieg bedeutet, davon einen Furz kennt und seine blümeranten, überschatteten Weltvorstellungen mächtig am Popo gepackt wird. Als er merkt das es (viel zu viele) Menschen auf der Welt gibt für die die Würde eines Menschen ein Klostein ist tötet auch er. Ohne Krieg, kein Frieden? Wohl schaurig aber auch ein bisschen wahr. An dem Spruch "Habt ihr Waffen dabei?" - "Nein" - "Dann werdet ihr garnichts ändern" ist jedenfalls etwas dran. Auch wenn diese Schiene wie geschehen vorzüglich als Alibi für einen sauharten Wurstsalat hergibt. Jaja ich weiss, ich hab hier zuviel reingedacht (das sollte man beim Ansehen dringend abschalten!), aber ich muss zugegeben das noch etwas hinter dem Fleischberg steckt. Auch wenn die guten Ansätze fast ausnahmslos von den Übermengen an Splattereffekten eingedeckt wurden. Immerhin ein sehr intensiver, dramatischer und ultra-gewaltverherrlichender (Splatter-)Actionfilm ;)

Für Fans von Filmen wie Rambo 2, Der Soldat James Ryan und eine Priese Blood Diamond.

8 / 10

 

 

Movie-Review
Big Nothing

Review | written by Hazard | 12.02.2008

Der Film ist ein kräftiger, skurriler im Schlagabtausch zwischen David "Friends" Schwimmer und Simon "Hot Fuzz" Pegg. Die bitterschwarze Komödie vom Dead End Regiesseur Jean-Baptiste Andrea ist mit sovielen, kleinen Hinterlistigkeiten gespickt das man bis zum bitteren Ende viele wahnwitzige "Aha-ohos" erleben darf. Natürlich kommen auch die kleineren Figuren nicht zu kurz. Gerade Jon Polito "Miller's Crossing" zeigt hier einmal mehr das die komplette Cast zum Knuddeln ist, wenn nicht gerade ein Unfall oder Mord auf dem Speiseplan steht denn gerade hier gibt es zwischen beiden eine sehr sehr dünne Grenze. Wer kleine, schräge Streifen mag kommt an den unseren Lieblings-Englandimport Pegg wieso nicht vorbei.

Für Fans von Filmen wie The Big White, The Ice Harvest und Dead End

8 / 10

 

 

Movie-Review
Die Solomon Brüder

Review | written by Hazard | 12.02.2008

So guten Herzens aber leider so herrlich naiv liebenswert bis unausstehlich. Wer sich von Die Solomon Brüder eher flauen, altbekannten und amerikanischen Humor a la Chuck & Larry erhofft ist hier ganz schief gewickelt. Den die zwei verschrobenen Brüder wollen ihren im Koma liegenden Vaters ein Enkelkind schenken und lassen dabei nichts unversucht ein Date mit dazugehöriger Begattung ähm zumindest organisieren. Doch das ist nicht alles... da steht noch die Baby-Vorbereitungsphase an! Spätestens seit diesem Streifen ist Will Arnett nicht nur ein schauerlich-grinsendes Beiwerk zu Komödien wie aktuell Hot Rod sondern lässt einen hier nicht mehr gerade sitzen - abendfüllend. Sein ihm ebenbürtiges "Robin Williams"-Double Will Arnett (der auch am Drehbuch schreibselte) überspannt die Lachmuskeln damit komplett. Ob das nun an einem Bierchen zuviel lag oder nicht, die Solomon Brüder erreichen Farelly-Brüder-Qualität und knacken so manches Tabu. Und genau dieser schräge Pfiff haut den Streifen aus dem kommerzielleren Adam Sandler-Niveau. Deshalb wohl nicht so erfolgreich, tja besser für uns... die total verkorkste Huckworld. ;)

Für Fans von Filmen wie Dumm und Dümmer, Stuck on You / Unzertrennlich und eine kleine Priese Beim ersten Mal

9 / 10

 

 

Movie-Review
Die Die Regeln der Gewalt

Review | written by Hazard | 08.02.2008

Lasst euch vom Titel nicht täuschen, das haben wir uns nämlich. Die Regeln der Gewalt ist kein gewaltgepfeffertes Möchtegerngangster-Aufsteigerdrama sondern ein Drama um einen verzweifelten, von Selbsthass zerfressenden Jungen der mit seiner Behinderung nicht mehr klar kommt. Als er neue, gefährliche Wege kennenlernt mit seinem "Einschränkungen" umzugehen merkt er leider erst zu spät das es nicht nur der falsche Weg ist - sondern das er damals auf ähnliche, leichtsinnige Weise seinen fatalen Unfall verschuldet hat. Ganz groß in dem kleinen aber feinen Streifen kommt dabei auch Jeff Daniels als Blinder "Larry Flint" rüber - dessen harten, weisen und unverschämten Sprüche den traurigen Stoff aufheitern. Der Film macht es ganz klar auf die leise Tour, der Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt (Jungstarter mit Stil) vom feinsten. Den gabs ja schon in ähnlichen empfehlenswerten Filmen wie Brick zu bestaunen.

Für Fans von Filmen wie Unsichtbar, Memento, Brick und Ein einfacher Plan

8 / 10

 

 

Movie-Review
Valerie on the Stairs

Review | written by Hazard | 08.02.2008

Wieder einmal habe ich mich von den alten Großen im Grusel-/Horrorbusiness täuschen lassen. Mick Garris hat ja die neuen Masters of Horror auf uns angesetzt und hier nun mit einem seiner "Beiträge" Valerie on the Stairs einen echt flaues, schäbiges Kammerspiel fabriziert. Die Grundidee mag ja interessant sein (basierend auf einer Clive Barker-Story)... aber diese reicht nicht mal aus um aus dem wenigen was hier von den Treppen burzelt einen anständigen TV-Film zu machen. Das kann auch nicht der gute Hauptdarsteller Tyron Leitso und vorallem nicht unser Candyman "Tony Todd" nachhelfen. Wohl einer der "trashigsten" und zugleich langweiligsten der neuen Masters of Horror-Filmchen... für DVD fast zu schade. Aber diese "Miesen" gabs auch schon bei den Alten. Ausserdem fehlt uns hier der Cryptkeeper und damit der Sarkasmus.

Vielleicht interessant für Fans von Filmen wie Zimmer 1408 und Toolbox Murders

3 / 10

 

 

Movie-Review
Wächter des Tages

Review | written by Hazard | 05.02.2008

Wächter des Tages ist wie der Kaviar unter den aussergewöhnlichen, in allen Kategorien (Darsteller, Story, Ästhetik, Ideenreichtum, Musik...) perfektionisierten Filmwerken. Eine Reise in ein Russland, nein eine Welt die man nicht so schnell vergisst. Allerdings wirklich nur für Fans des "aussergewöhnlichen Films". Für "Normalfilmgucker" sind es einfach nur ein paar "coole Effekte" und ein plumpes "voll krank". Regiesseur Timur Bekmambetov labt sich nämlich gerade an den kleinen, feinen Situationen im Leben und verwandelt diese im pure Filmmagie - wie einst Terry Gilliam mit verrückten Kostümen, Ideen und allzu menschlichen Gefühlen und deren Eigenarten. Ob das dann so auf einen einstrahlt wie Herr der Ringe oder vielleicht "Tarantino-like-Situationen" ist seinem wachen und zugleich verträumten Verstand überlassen. Die Optik wie die Darsteller: Ausgeprägt, grandios und lebendig. Das Mütterchen Russland hier was total International präsentierbares geschaffen hat interessiert mich persönlich schon garnicht mehr. Der Film ist und hat alles was ein Meisterwerk ausmacht. Für die einen nur absurd und technisch perfekt, für mich grandios einfallsreich und ein komplett neues Filmgenre das ich keinem mir bekannten Filmepos vergleichen kann. Regiesseur Timbur hat ein Meisterwerk zwischen Kultur, Fantasy und Wahnsinn erschaffen.
PS. Das deutsche "Matrix"-Style Cover ist purer Schrott und fast schon beleidigend für diesen Streifen ;)

Grob-fahrlässig vergleichbar mit Filmen wie vielleicht Blade, Fight Club, Brazil und Die wunderbare Welt der Amelie.

10 / 10

 

 

Movie-Review
Ratatouille

Review | written by Hazard | 05.02.2008

Pixar hat es tatsächlich wieder geschafft. Ratatouille schmeckt cineastisch fast so tiefsinnig wie die Ursuppe (von Mensch und Maus äh pardon Ratte) und so fein wie ein echtes Pixar-Original: Viel, viel romantischer, meine Freunde. Wo Cars nur noch für junge Auspuffschnüffler und fast nur was für Disneys Merchandising-Ecke war kocht sich die kleine Ratte Remy in jede Region unseres Herzens. Pixar hat hier endlich wieder was romantisches, kulinarisches zubereitet das einfach einen warmen, gefüllten Magen inkl. Herz zurücklässt. Versteht sich von selbst das durch Pixars CGI-Raffinesse jedes Gericht so lecker serviert wird, das man selber Hunger bekommt. Aber schliesslich geht es nicht nur ums Fressen (auch wenn das Auge mitisst) sondern um das Geniessen! Doch genau das muss Remy erstmal seiner rattigen Familie klarmachen, für die er ja ein ganz besonderes Talent bereitstellt. Er hat ein sehr feines Näschen und mehr Geschmack als das ganze, verlauste Nest zusammen. Und das Schicksal hat noch einiges mit ihm vor: Er will nämlich Koch werden! Nun fehlt ihm nur noch eine menschliche "Marionette" um genau das zu tun. Tja, wenn es so einfach wäre. 5 von 5 Sternen mit viel Trinkgeld von mir! Jetzt schon ein "Trickfilm"-Klassiker.

Für Fans von Filmen wie Flutsch und weg, Die große Käseverschwörung und eine Priese Das große Rennen von Belleville

10 / 10

 

 

Movie-Review
Captivity

Review | written by Hazard (oben) and Knaxi (unten) | 05.02.2008

Elisha Cuthbert als Model die in Gefangenschaft eines Psychopathen gerät. Hört sich plottechnisch einfach an, ist es auch. Hmmm... allerdings macht der Film keine große Aufwärmphase mit Familie und Co. durch sondern startet schon vor den ersten 10 Minuten mit kranken Schnetzeleien. Die Atmosphäre wirkt dadurch tatsächlich viel bedrückender und weniger klischeehaft. Und wenn mans später nicht gerade voraussieht erfreut man sich sogar einem schönen Twist. Ein solide Kammermär die man als Fan des "Saw"-Genres gesehen haben kann, nicht dringend muss. Den miesen Hostel schlägt dieser ätzende Streifen allemal. Der Killer steht übrigens sehr auf einen gesunden Säurehaushalt. Wenn die ersten Opfer seinen sauren Regen abbekommen versteht ihr hier meine schäbige Wortwahl. Absolut fein und nur für Fans, nicht mehr und nicht weniger. Allerdings zum Schluß gibts sehr gute Mucke von Marco Beltrami "Stirb Langsam 4.0" die sich "Carpenter-like" anhört und Elisha's knackige Rundungen sind natürlich auch nicht zu verachten ;)

Für Fans von Filmen wie Saw, Creep und Hostel

6 / 10

Wow, recht guter Mix aus Saw und Hostel. Knappe 80 Minuten Psycho-Thrill aus dem Hause Lionsgate. Roland Joffé setzt auf das Können seiner beiden Hauptdarsteller. Vor allem Elisha Cuthbert (The Girl Next Door) schärft das Auge des männlichen Zuschauers. Die Story ist schlicht, alt aber ok. Das Model Jennifer wird betäubt und von einem unbekannten verschleppt und gefoltert. Im Nachbarverlies lernt sie Gary kennen, der auch Gefangener ist. Gemeinsam versuchen sie aus den Fängen des Psychopathen zu entkommen - doch das ist nicht ganz so einfach. Wem Hostel zu viel Folter und zu wenig Story war und den ersten Saw mochte, ist hier an der richtigen Adresse. Keine großartigen Stars, no Special-Effects und kein Megabudget - dennoch kann Captivity überzeugen. Ich bin mir ziemlich sicher das der Elisha Cuthbert Fan-Club mehr Mitglieder bekommen wird :-)

Für Fans von Filmen wie Saw, Creep und Hostel

7 / 10

 

 

Movie-Review
Timber Falls

Review | written by Hazard | 28.01.2008

Hier mussten wir leider passen und den Vorspulknopf betätigen. Wer echte Knüller im "Teenie-Folter-Rednecks"-Genre sehen will sollte dringend The Hills Have Eyes oder Texas Chainsaw Massacre anschauen. Dieser Streifen hier ist das bislang mieseste an Film was uns über die Augen gefahren ist. Was hier wieder aufgewärmt wurde ist einfallslos, erschreckend unspektakulär und so lahm das man jede Filmminute an seine Lebenszeit verschwendet: Campingausflug, knaddeln, Rednecks mit Knarren mucken auf, oh nette alte Dame / Herr sind doch böse, Foltern, entstellter Sohn, Foltern, Überleben...
Da wirkt Hostel 2 ja fast schon revolutionär in Sachen frische Ideen! ;)

Grundsätzlich vergleichbar mit Filmen wie Wrong Turn, Texas Chainsaw Massacre und Wolf Creek

1 / 10

 

 

Movie-Review
Death Sentence

Review | written by Hazard | 28.01.2008

Kevin Bacon in einem Rachefilm vom Saw-Regiesseur - Kurz und bündig: Ein harter, dramatischer Thriller fast ohne Kompromisse. Man muss zwar zugeben das der Film ein paar Hollywood-Schwächen hat, aber die sind hier von der tatkräftigen Seite (fetzige Selbstjustiz) und werden durch die Top-Darsteller gut überspielt. Wie beim Punisher kann dem Hauptdarsteller und sein Gewissen kein flauer Richterspruch stillstellen, schon garnicht beruhigen. Und ehrlich gesagt hat er auch mein Mitgefühl, gerade die Einleitung des Film macht es einen schwer diese Monster unbetraft entkommen zu lassen. Hier regiert die blinde Wut eines Vaters dessen Sohn von einer kaltblütigen Gang vor seinen Augen ermordet wird. Das zu zeigen muss ja nicht dringend nur den eigenen, filmischen Blutdurst stillen sondern hat schliesslich auch Konsequenzen... die leider nicht nur er zu tragen hat. Death Sentence hat von beidem - anspruchsvolle Dramatik und kommerziellen Thrill mit teils heftigen Szenen in grandioser Optik. Doch wie weit kann man gehen um nicht wieder eine Gegenreaktion zu starten? Ein aufwühlender Film mit gnadenlos guter Musik, Optik und Kameraeinstellungen und recht solidem Plot. Es gibt nur wenige Filme die einen so wütend machen... aber genau das macht eben einen guten Film aus.

Für Fans von Filmen wie The Punisher, Ein Mann sieht rot und Taxi Driver

9 / 10

 

 

Movie-Review
Shoot Em' Up

Review | written by Hazard | 22.01.2008

Schon satt gesehen an den zu ernsten Actionfilmchen - die aber trotzdem immer aufs Gleiche abgesehen haben: Masse Action, ausgeflippte Bösewichte, lecker Damen? Tja, Shoot Em Up braucht diese pseudo-intellekuelle Masche garnicht erst zu knüpfen, denn der Streifen lässt sich nicht einmal 5 Minuten Zeit und es geht es schon zur Sache... der Titel machts. Aber anderst als die oft sonst so knallhart-klischeehaften Hauptfiguren knabbert unser Killer (Clive Owen) gerne Karotten (welche er auch kreativ für den Kampfeinsatz benutzt) und lästert auch gern mal über Filmklischees. Dabei jagt eine abgefahrene Idee die andere. Das Monster Man Regiesseur ... hier seinen eigenen Spielplatz an echt kranken Actionexperimenten erbaut hat wird Frauen nur noch mit einem herzlosen "Pffff" oder "wie unrealistisch" aus dem Zimmer treiben. Aber genau so soll es sein, hier läuft ein reiner Männerfilm... eigentlich so offen und ehrlich (ungeschwafelt) wie es die Frauen mögen. Ohne überflüssige Romantik, viel Stunts und... oops warte, wie war das nochmal mit den Frauen? Achso umgekehrt! Egal, hier wird jedenfalls das Vorspiel ausgelassen und es geht direkt zum Hauptmenü.

Für Fans von Filmen wie Dobermann, Smoking Aces, Payback, Hard Boiled und Crank

10 / 10

 

 

Movie-Review
Sind wir endlich fertig?

Review | written by Hazard | 22.01.2008

Ice Cube in voller Pracht rappen zu hören und einfach in Filmen wie Friday oder Trespass auf der Leinwand zu erblicken ist königlich. Aber hier in seinem eigens-produzierten Kinderfilmchen wirkt er ja irgendwie fehl am Platz. Denn die Rolle als Familienvater bekommt er fast so genauso ausgehölt "rübergemimt" wie jeder andere Big Screen Daddy. Keine Frage... Kinder werden an dem Streifen ihren Spass haben, aber Vielfilm-Gucker und Ice Cube Fans bringt er hier eigentlich so richtig zum weinen. Gerade die Gags der Kategorie "Sprechende Tiere" sind ekelhaft und teils echt so plump das einem "Kinder/Haus"-Filme wie Kevin allein zu Haus wie ein Meisterwerk erscheint. Die restlichen drei Punkte gebühren eigentlich nur John McGinley der hier das Ruder umreisst bzw. das Haus abreisst. Vielleicht gut so, jedenfalls muss hier davor gewarnt werden: Wenn ihr Ice Cube cool findet, lasst diesen Streifen aus. Ich habe fertig, peace!

Für Fans von Filmen wie Geschenkt ist noch zu teuer, Kevin allein zu Haus und Eine schöne Bescherung

3 / 10

 

 

Movie-Review
Right at your Door

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Schmutzig sind hier in diesem bitteren, gemeinen Filmchen nicht nur die Bomben die in L.A. und Umgebung hochgehen, sondern auch das unvermeidbare Ende das einen kalten Schauer zurück lässt. Right at your Door ist ein aktueller und realer Albtraum der ohne Action, Zombies und überflüssige Gewalt auskommt. Mit einem Plot der nach dem 11. September so real und persönlich werden kann das es einem fast die Luft nimmt. Er ist der Reservoir Dogs unter den Katastrophenthrillern und spielt fast nur in einer neubezogenen Wohnung in der der der junge Mann des Hauses (genial gespielt von Rory "A Scanner Darkly" Cochrane) auf seine Frau wartet. Ihr werdet ihn hassen... entweder aus Langweile oder wie ich aus Angst. Was tun wenn der Ernstfall eintritt, und man sich nur noch auf Radio und Nachrichten verlassen kann.

Für Fans von Filmen wie Wenn der Wind weht und Outbreak

8 / 10

 

 

Movie-Review
Hairspray

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Hairspray ist eine moralisch-musikalische Zuckerbombe die fast schon Travolta zum Platzen bringt - der hier eine faustdicke, weibliche Speckrolle auf seinen Leib geschrieben bekam. Der Streifen ist wie eine alte Vinylpladde mit zeitloser Mucke die mit dem Alter einfach nur besser wird. Nur das es der Regiesseur geschafft hat diese Nostalgie in einen top-aktuellen Film zu bändigen. Sehr funky ist auch das man nicht einmal 60' Mucke- und Musikalliebhaber sein muss, sondern in einem nur ein großes nostalgisches Herz schlagen sollte. Hairspray ist wie der Brady Bunch, Blues Brothers und Grease zu einem leckeren Cocktail aus Rythmus und sehr sehr putzigen Darstellern zusammengerührt. Moralisch sehr anspruchsvoll und einfach nur oscarverdächtig gut... es tut mir ja leid, aber der Film hat mich verzaubert. Die Frisuren sitzen, die Stars glitzern...

Für Fans von Filmen wie Grease, Westside Story und Blues Brothers

10 / 10

 

 

Movie-Review
Sterben für Änfänger

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Frank Oz ist zurück... er hat ja schon einige Muppet-Filme gedreht, fleischfressende Pflanzen in seinem kleinen Horrorladen gefüttert und auch schon vielen realen Figuren den Frohsinn aus dem Zwerchfell entlockt. Das er aber auch genauso herzhaft mit dem Thema Tod umgehen versteht, nunja versteht sich von selbst. Der Streifen veredelt klassischen englischen Humor von der stillen Ironie bis zur derben Unverschämtheit. Selbstvverständlich immer mit Stil und amüsant. Dabei fängt dieser liebe, kleine Film doch so brav und fast schon bieder an. Gerade die jungen, englischen Darsteller sind kultverdächtig. Allem voran der meisterhafte Alan Tudyk (der kecke Pilot) aus der Kult-Serie Firefly und Kris Marshall aus meiner liebsten englischen Sitcom "My Family". Wirklich zum Totlachen...

Für Fans von Filmen wie Die Muppets und Monty Phyton's Der Sinn des Lebens

9 / 10

 

 

Movie-Review
Hot Rod

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Die Dumpfbirne und der gleichnamige Film Hot Rod ist wie eine ungebremste Mischung aus Napoleon Dynamite und Evil Knievel. Ein eigenwilliger Stunt-Stick-Film den man auch als Liebhaber von Nacho Libre oder Ricky Bobby ins Auge fassen sollte. Mit dem Humor können zwar nicht alle was anfangen, aber hey das ist vielleicht auch mal gut so. Wo früher noch der ein oder andere Adam Sandler Streifen die Lachmuskeln zum Zucken brachte - also fürs breite Publikum kommt nun eine neue Generation Humor. Genauso doof, wirkt aber größtenteils unkonventioneller und freigeistiger. Gerade wenn man so manch unnatürlich, abgefahrenen Dialogen und Situationen beistehen muss. Wer Superbad oder Anchorman gesehen hat weiss von was ich fasele... hier nur ein bisschen dümmlicher aber dank Hauptdarsteller Andy Samberg charmant blöd ;)

Für Fans von Filmen wie Napoleon Dynamite, Ricky Bobby und Nacho Libre

8 / 10

 

 

Movie-Review
Das Bourne Ultimatum

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Da gibt es nichts daran zu zweifeln... auch wenn Hauptdarsteller Matt Damon im dritten Gourmet-Thriller an so ziemlich allem zu zweifeln hat: Der Bourne rockt Europa, nein anscheindend fiebert die ganze Kino-Welt mit ihm. Dabei ist er ja garnicht so übertrieben actionbetont ; Wo der zweite Teil ein wenig geschwächelt hat setzt Greengrass mit seinem Sprintspektakel noch eins drauf. Mr. und Mrs. Smith und Mission Impossible sind dagegen fast schon Märchengebilde, denn Bourne setzt wie immer auf puren Realismus und packende, realitätsnahe Charaktere. Und wenns dann mal richtig Huckepack geht und die Fausttänze beginnen sollte man wissen das hier seit Casino Royale kein härterer Männer-Fight zu sehen ist. Und das Ende hat doch was... ernüchterndes, cooles ;)

Für Fans von Filmen wie Staatsfeind Nummer 1, Mission Impossible und Mr. und Mrs. Smith

8 / 10

 

 

Movie-Review
Dead Girl

Review | written by Hazard | 15.01.2008

Etwas stiller als L.A. Crash und deutlich runtergedrehter als 11:14 zeigt Dead Girl das unkonventionelle, überspringende Erzählabschnitte nicht dringend ästhetisch und nur cool wirken, sondern einfach nur erzählen sollen. Dead Girl zeigt das Schicksal der Familie und Familien um die sich der Mord an einem jungen Mädchen dreht. Grandios gespielt, gerade von Brittany "Sin City" Murphy die die Ermordete vor ihrem Tod mimt was im letzen Abschnitt des Filmes folgt. Der Film sollte einem einfach zu denken geben und wütend machen... was für kranke A-Löcher da draussen rumrennen und die Menschen zerstören denen es sowieso mies geht. Man weiss wie es zu Ende geht und sieht noch die quietschfidele Mutter die ihrer Tochter ein Geburtstagsgeschenk bringen möchte, aber den in den falschen Wagen steigt. Der Film is einfach nur bedrückend und traurig.

Für Fans von Filmen wie L.A. Crash, 11:14 und A Little Trip to Heaven

9 / 10

 
 

Movie-Review
Storm Warning

Review | written by Knaxi | 09.01.2008

Australiens gute Antwort auf "Wrong Turn". Jamie Blanks (Düstere Legenden 1) schickt in seinem netten kleinen Film ein Ehepaar (Pia und Rob) auf eine Angeltour. Natürlich verirren sie sich und suchen Unterschlupf in einem Farmhaus, das "na klar" von 2 total gestörten Typen und ihrem brutalen Vater bewohnt wird. Das Ehepaar wird misshandelt und gedemütigt und jegliche Fluchtversuche scheitern (schon einmal gehört, oder?). Nachdem Rob bewegungsunfähig gemacht wird, übernimmt Pia das Ruder und da beginnen die kleinen "aber" feinen Unterschiede zu den Ami-Streifen.

Hier gibt es endlich mal was neues zu sehen, die Akteure harmonieren gut miteinander und dieser Film ist auch noch interessant. Sicher gibt es ein paar netter Splatter-Effekte aber Jamie Blanks weiß, wie man einen Film gestallten kann ohne das er "nur" von Splatter getragen wird. Natürlich ist der Kern der Story schon X-mal an einem vorbeigepaddelt, dennoch gibt es kleine Unterschiede, und die machen den Film besser, als einige andere dieser Sorte.

7 / 10
 

 

Movie-Review
Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Review | written by Hazard | 13.12.2007

Liebe Fantastic Four-Fans... ich möchte mich hier schon im vorraus entschuldigen (...für den Regiesseur :D) das diese Review wie beim Vorgänger negativ ausfällt. Aber das neue Machwerk über die fantastischen Vier zeigt wieder genau wie wir Comic-Verfilmungen ganz und garnicht nicht sehen wollen (zumindest wenn man konkurrierende Helden wie Spiderman oder Batman kennt und damit vergleicht): Grottige Kino-Sprüche, leblose teils nervende Charaktere - aufgepeppt durch digitalen Augenschmaus, herzlich dumme Seifenoper-Szenen einer angehenden Telenovela (Es wird geheiratet... Juhuuuu!) und am Allerschlimmsten: Jessica Alba, hier so unnatürlich aufgebretzelt und blond wie Barbie die hier auf ihren langfingrigen Ken wartet. Diese 4 cm dicken ultra-blauen Kontaktlinsen, sprödes Puppenhaar und dann diese durch-gebräunte Haut... nein ich will hier auf der Stelle verrecken!

Diesen Film schaut man einmal, der ein paar wenig guten Effekte wegen höchstens zweimal im Vorlauf an und dann ist man wirklich gesättigt von der wiedergekäuten Hochzeitsduselei ... dazwischen ganz kurz Schurkenkloppen und überamerikanisch bürgerlich sein. Im Vergleich zu Spiderman wirkt der zweite Aufschnitt des recht lästigen Viererbündels wie Battlefield Earth versus Star Wars - Die Rückkehr der Jedi Ritter. Mich stören hier nicht die Effekte (auch wenn der Gummityp und seine Glied-Gags teils mehr als nerven), sondern wie schrecklich seicht und leblos der Film wirkt. Er baut fast nur auf eine eigenwilligen Super-Fähigkeiten und deren oft so aberwitzigen Nebenwirkungen auf und vergisst dabei spannend, geistreich und aussergewöhnlich zu sein. Das alles sind die Figuren in der Comic-Vorlage nämlich. Am Ende frägt man sich leider: Was ist in dem Film eigentlich passiert? Silver Surfer, Hochzeitsversuch, Silver Surfer, alter Bösewicht, Welt vor dem Untergang retten. Und dabei ist der Silver Surfer richtig fein drauf und zusammen mit The Thing das einzigste Hightlight. Wirkt wie ein jugendlicher Leichtsinn eines Effekt-Regiesseurs, nur das z.B. fett übereffektiertes wie z.B. Men in Black dagegen 20 Oscars verdien hätte. Und das Michael "Vic" Chiklis solche albernen Sprüche ablassen muss und wieder unter die Steinmaske verbannt wird... naja, moderner Mainstream-Trash.

3 / 10
 

 

Movie-Review
Harry Potter und der Orden des Phönix

Review | written by Hazard | 19.11.2007

Der lange "Todesschlaf" für Potter und seine treuen Fans hat begonnen. Der bis dato uninspirienste Streifen dieser unendlichen Geschichte stand heute auf unserem Speiseplan. Minimal bis fast nichts hat sich da "weiterentwickelt" (wenn man das so nennen darf). Alles wirkt so quälend wiedergekäut und unangenehm bekannt (wohl auch damit die Fans nicht verärgert werden). Natürlich, und gerade die dumpf und dämlich zum Klamauk eingesetzten Spezialeffekten mit denen die Rotznasen ihren geplagten Schulalltag versüssen. Langweilig schaukelt er zwischen Schule, Freunde, Familie, Lehrerzoff hin und her und bietet keine nennenswerten Hightlights, ausser einem dicken "Riesen-Baby" das Hagrets Halbbruder darstellen soll?!... also jene Fantasyfiguren die hier wiedermal nur angedeutet, und damit genauso lieblos geheimnisvoll wirken wie diese abermals gestreckte Fassung von Voldemorts Ende. Ende?! Nana, so was "Grandioses" muss man anscheinend würzen und bei Leine halten... wie Gary Oldman, den armem Hund äh Wolf! Dieser hätte echt besseres verdient. Und, ohje... auch Alan Rickman im Kummerspeck-Mantel! Das spricht Bände (nur hoffentlich nicht zu viele!) und lässt kein Auge trocken wenn man ihn aus Filmen wie Stirb Langsam oder Dogma kennt. Schrecklich!

Tja, Regiesseur Chris Columbus (Harry Potter und der Stein der Weisen) hatte wohl allen anderen abgedienten Regiesseuren eines vorraus: Er konnte schön abkassieren UND ernsthaft unterhalten. Auch zeichnete sich bei seiner "Vision" noch sowas wie Charme ab - den sogar auch die älteren Zuschauer mit kindlicher Ader kribbeln spüren konnten. Doch nun gleitet das Ganze fast schon an den Haaren herbeigezogen und pseudo-unterhaltsam in den Gulli der Vergessenheit ab (Widerschauwert = 0). Wie einst Dungeons & Dragons eben blos mit Möchtegern-Niveau (natürlich aussreichend für ein paar zahnlose Hälse unter 12 Jahren ;). So richtig schön peinlich langatmig, situationsarm und aufgewärmt. Schuld daran ist auch die immer wenig veränderte Formel: 1 bis 3 neue Lehrkräfte (mehr böse wie gut), 4 bis 10 neue Zaubersprüche, 1-2 neue Mädels, 1x Ausflug in Hagrets Zauberwald und 1x bösen Oberzauberer ankratzen... es nervt.

Madame Rowling hat den roten Faden zwar nicht verloren, schneidert ihn sich aber so zurecht das man nun bald so ziemlich jede Fantasygestalt von Orcs, Elfen und Hobbits in ihren Zaubertrank mischen kann. Vielleicht wurden deshalb schon viele Stellen einfach ungekrönt vom Herrn der Ringe geklaut. Beispiele? Tonloses Kreischen/Schluchzen als Oldman das Zeitliche segnet a la Gandalf der den Bach runtergeht und Frodo dabei jault. Und musste Frodo nicht auch damit kämpfen dem Bösen zu verfallen? Jedenfalls zeigt das ganze Geschehen nur das Training, die Vorbereitung auf den eigentlichen Kampf gegen den fiesen Häuptling Voldemort... das gibt Potter zu Ende wörtlich selbst zu. Der reinste Lückenfüller!

Fazit: Rettet die Seelen eurer Kleinen und lasst diesen Teil komplett aus... klappt natürlich nicht, aber seid gewarnt. Jedenfalls ist er absolut vernachlässigbar in allen Kategorien. Kauft Ihnen lieber das Buch, da haben Sie mehr von. Nun liegt der stark gereifte (rein äusserlich) Potter auf der Schlachtbank, und mal sehen wieviele Leckereien da noch rauszubekommen sind.

4 / 10
 

 

Movie-Review
Hostel - Part 2

Review | written by Hazard | 10.11.2007

Ui, ist der Streifen wieder schlecht... und die Idee von Hostel selbst fault wieder mal schwerfällig und noch stärker auf Ästhetik getrimmt vor sich hin. Hostel - Part 2 soll einfach nur noch mehr Folter/Unmenschlichkeit zeigen und ein wenig Angst auf uns anscheinend zurückgebliebene, kranke, herzlose Europäer machen :P. Also diesen Effekt schafft Roth durchaus rüberzubringen... also zumindest aussreichend für seine amerikanische Fans ;). Aber im weiteren wirkt der Versuch die kranke Art der perversen, reichen (auch amerikanischen) Gesellschaft anzuprangern so unglaubwürdig und klischeehaft dargestellt das er das wohl garnicht beabsichtigt hat. Vielleicht lässt er seinem eigenen, kranken Verstand einfach nur freien Lauf?

Dabei hatte die "Idee" mit Online-Versteigerung was Neues: Zwei reiche Golfkumpels aus den Staaten wollen ihren ganzen Frust rauslassen und ersteigern sich ihre eigene Folterkammer inkl. Zubehör und Opfer. Wo aber in Saw noch ein gewisses Alibi (klar, falsches Wort) aufzufinden ist, zeigt Roth nur noch eine pseudo-ästhetische Gewaltverherrlichung mit zwei guten Twists und ausnahmsweise mal weiblichen Hauptdarstellern. Sonst hat sich nicht viel geändert, und leider nicht einmal das Tempo. So aufwühlend wie eine "Tarantino-Folterszene" nur ohne guten Film in Petto. Dabei hätte die kecke Wende am Schluß tatsächlich in einen besseren Streifen gepasst. Da wird wohl im dritten Teil auch nichts dazugelernt...

Fazit: Dumpfer, Tarantino-gehypter Schund der alles hat was keinen guten Film ausmacht: Längen, klischeehafte Charaktere, teils schon perverse Gewaltdarstellung... Dann lieber Saw 3, 4 und von mir aus auch 5, 6 und 7 - wer es besonders blutrünstig mag. Ich will meinen dieses spezielle Genre ist nun entgültig überflüssig geworden.

3 / 10
 

 

Movie-Review
Black Cristmas

Quick-Review | written by Hazard | 10.11.2007

Fazit: Ihr mögt die Art Film die gemütliche Weihnachten vorgaukeln und dann richtig gruselig und "schnetzelig" werden? Dann seid ihr hier genau richtig. Black Cristmas ist zwar so voraussehbar wie Merkels Haarschnitt, aber das juckt hier im Grunde weniger. Vielmehr ist es die überleuchtete, schaurige Weihnachtsoptik und die skurrilen bis scheusslichen Situationen die Black Cristmas genau zu dem Film machen was man von so einem Titel erwartet. Viele kreischende Mädchen, handerlesene Splatterszenen und ein Irrer. Für Fans von Serien wie Geschichten aus der Gruft ein Muss. Allein die eher klassische Atmosphäre mit ihren schmutzigen Details und Rückblicken bringt den Titel für mich weit über das Mittelmaß hinaus. Charmant, und das liegt nicht nur an den putzigen Mädels.

8 / 10
 

 

Movie-Review
The Last King of Scotland

Review (nachgetestet) | written by Hazard | 10.11.2007

Was die meisten Pseudo-Filmkunstfritzen wohl "aufgegeilt" hätte wären viele fiese Folterszenen, eine gesunde Priese Action, abgerundet durch einfach nur gute Darsteller (vielleicht Denzel Washington mit mehr Kilos?) und einen roten Streifen bitterer Moral der dem Schlächter von Uganda in seinem Tun zeigt? Tja, dann liegt man hier falsch. Tatsächlich ist es fast einzig und allein die Spannung zwischen den zwei Hauptfiguren die sich sympatisch finden und in der zweiten Hälfte des Films ganz weit ausseinanderdriften. Es ist ein Treffen zwischen zwei Welten, unterschiedlicher sie kaum sein können. Man wünscht sich ja irgendwie ein Versöhnen, aber andererseits weiss man das Amin trotz seiner teils heiteren, kumpelhaften Art genauso blutrünstig sein kann... und damit einfach unberechenbar bleibt.

Was den Film aber perfekt macht ist das er auch auf die andere Seite blicken lässt. Denn für Amins neuen, schottischen Leibarzt und (Noch-)Freund Garrigan ist das Ganze eigentlich nur (wie er selbst zugibt) Arbeit, Urlaub und Spass. Er kennt weder das Land, noch die Sitten und Menschen... und ist per Fingertip auf seinen heiminschen Globus zu Afrika gekommen. Trotz seiner fürsorglichen Art ist er rückläufig betrachtet nicht ganz das funkelnde Gegenstück zu Amin. Was natürlich garnichts rechtfertigt was das große Monster den Menschen in Afrika angetan hat... aber genau dieser junge, naive Verstand zeigt auch das das Land durch diese Leichtsinnigkeit gelitten hat. Tradition, Ehre, Hass stehen hier einem kurzen Quicki-Urlaub gegenüber, bei dem sogar Amins Frau nicht von der Bettkante gestossen wird ;)

Fazit: Ein junger Schotte aus reichem Hause der in Afrika "Urlaub macht" lässt sich auf einen gnadenlosen Präsidenten armer Herkunft ein, für den das Leben und Überleben eine ganz andere Bedeutung hat. Ein unvermeindbarer Albtraum der nichts rechtfertigt, aber mit begründet und aufzeigt das vieles Miteinander verbindet.

9 / 10
 

 

Movie-Review
A Little Trip To Heaven

Quick-Review | written by Hazard | 10.11.2007

Fazit: Kleiner Film, großer Mann. Forrest Whitaker als hartnäckiger Versicherungsfritze in weicher Hülle versucht einen mysteriösen Versicherungsbetrug mit Todesfolge aufzuklären. Als sich sein Autounfall als weitaus kaltblütiger und mörderischer herausstellt kommt er einer Mitverdächtigen näher als vermutet. Er entdeckt dabei aber auch einen Teil Familie inkl. Gefühlen die er nicht kennt bzw. auch gerade durch seinen Beruf verdörrt sind. Man merkt es seiner Figur an wie sie aus sich herausgehen will um endlich mal ein bisschen von dem Leben abzubekommen das andere einfach so wegwerfen. Im ist bald egal in welche Gefahr er sich dabei bringt. Am Schluß war es den Einsatz wohl wert... Ein kleiner, feiner Film mit bösen Überraschungen.

7/ 10
 

 

Movie-Review
800 Bullets

Review | written by Knaxi | 06.11.2007

Alex de la Iglesia, der schon mit Perdita Durango einen Kultfilm gelandet hat und uns mit Ein ferpektes Verbrechen zum Lachen gebracht hat kommt nun mit 800 Bullets. Schon am Anfang huldigt er die ganz großen des Spaghetti-Westerns, was nicht nur am genialen Vorspann auffällt und dem Western-Fan eine Träne ausm Auge kullern lässt. Nach diesem tollen Akt, folgt nun ne Einleitung, die uns an einen Kinderkomödie erinnert. Der kleine Carlos will wissen, was mit seinem Vater passiert ist, den er übrigens nie kennengelernt hat. Mutter schweigt, nur seine Großmutter gibt ihm ein paar Hinweise. Der Kleine Junge macht sich auf zu seinem noch lebenden Großvater in eine kleine Westernstadt, in der sein Großvater mit ein paar heruntergekommenen Säufern eine Westernshow leiten. Nun kommen wir zu dem dramatischen Teil der Geschichte. Die Mutter des kleinen Carlos findet heraus, das er bei seinem Großvater ist und will den kleinen zurückholen. Anschliessend soll die Westernstadt von ein paar Grundstückspekulanten zerstört werden. Der Großvater und seine Kumpanen stellen sich den Bauarbeiten und einer ganzen Armee in den Weg um die Stadt zu erhalten.

Alex de la Iglesia versucht hier eine schöne Geschichte als guten Film darzustellen, aber leider weiß Iglesia nicht was er hier haben will. Kinderfilm, Westernkomödie, Drama. Jedes dieser Genres wird mal angeschnitten. Die Momente die wohl witzig sein sollen, schlagen nicht wirklich ein und so bleibt einen am Ende des Films nur ein Schulterzucken. Gute Ansätze gibt es allemal, keine Frage - nur werden diese gleich wieder unterbrochen. An seine Vorgänger-Erfolge kann Alex de la Iglesia leider nicht anknüpfen, dennoch bekommt man durch diesen Film ein paar schöne Erinnerungen an die Spaghetti-Western der 60er Jahre.

Fazit: Ein Film, der nicht weiß was er sein soll. Am Ende eine kleine Hommage an die Italo-Western der 60er Jahre. Mehr aber nicht.

5 / 10
 

 

Movie-Review
Schnitzelparadies

Review | written by Knaxi | 05.11.2007

Zu diesem Film gibt es nicht viel zu sagen. Kurzweilige Liebeskomödie aus Holland zwischen Tellerwäscher und Tochter des Geschäftsinhabers. Klar tausend mal verfilmt und total ausgelutscht. Doch so billig aber leidenschaftlich inszeniert, das gabs nur selten. Die Darsteller aus der Nachbarschaft gegriffen und sie können doch überzeugen. Doch wer sich von den ganzen Akzenten der türkischen und marokkanischen Akteure gestört fühlt, sollte den Film meiden. Denn dagegen sind Erkan und Stefan ein Witz!

Dennoch kann man sich köstlich amüsieren, vor allem der Chefkoch ist der Knaller und wird schon bei seinem ersten Auftreten zum Liebling des Zuschauers. Klar, dieser Streifen ist nichts besonderes, aber hallo - wer erwartet von einem Film namens "Schnitzelparadies" einen Super-heftig-Mega-Movie? Er erfüllt denn Zweck für den er gemacht wurde. Zur Unterhaltung von knapp 80 Minuten. Und für Leute (wie z. B. mich), die wirklich auch mal in die unterste Schublade langen um sich einen Film herauszusuchen, genau richtig. Und jetzt ein Schnitzel aufn Teller, nen Kasten Bier daneben und diesen Film rein - Mahlzeit und Prost!

Fazit: Billige Liebeskomödie aus den unteren Schubladen des Filme-Universums, die mit steigendem Alkoholgehalt immer komischer wird und dann auch noch Spaß macht.

2 / 10 (nüchterne Wertung)

6 / 10 (angesäuselte Wertung)
 

 

Movie-Review
Dead Silence

Review | written by Hazard | 03.11.2007

Der Grusel-Grudge wurde soeben (besser gesagt letzte Nacht) vom Thron gestossen! Nach Roland Emmerichs Joey und der lebhaften Killerpuppe Chucky kommt nun Billy. Wer aber glaubt das Meucheln geht hier nur dumpfe Wege irrt sich. Dead Silence ist etwas subtiler und von der Kategorie unheimlich unheimlich. Fast vergleichbar mit Stephen King's Es. Das kann ich nur nochmal betonen, gerade für die schreckhafteren Wesen unserer Gattung. Denn wenn die Puppenspielerin von Raven Fair leben in ihren Pinocchio einhaucht bleibt kein Näschen trocken und Auge offen. Am besten während des Films die Getränke nur duch den Strohhalm zuführen... aber auch das könnte zu Verletzungen führen. :P

Auch wenn man viele Elemente und Figuren schon aus anderen Gruselbombern a la Joey, The Grudge und Kollegen kennt, überrascht uns der Saw-Regiesseur (Saw 1, nicht den darauf folgenden Schrott) hier wieder durch seine Handwerkskunst was zugleich das Wichstigste ist in diesem Genre ist: Bedrückende Optik und schaurige Tonkulisse. Keine Angst, nein meine Todesangst wenn der hiesige Leichenbestatter von Ravens Fair in seinem Kellergewölbe eingeschlossen wird. Diese Momente werden mir ewig in Erinnerung bleiben, und ich bin ja einer von der gefestigteren Sorte!

Fazit:
Ein echter Gruselshocker größtenteils alter Schule der einem jede noch so putzige Bauchredner-Puppe aus der Wohnung verbannt. Wer bei The Grudge oder Stephen King's Es Angst hatte wird hier auch richtig dicke Bremsspuren in der Unterbuxe hinterlassen. Ein guter Gruselsteifen ohne zuviel und zuwenig... nicht unbedingt alleine anschauen - Die eigene Herzmassage kann man ja schlecht selbst durchführen.

8 / 10
 

 

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Ball & Chain

Review (nachgetestet) | written by Hazard | 24.10.2007

Die Franzosen sind mir so ein lustiges Völkchen. Nach Jean Reno und seinem Gegenpart Gerard Depardieu aus dem Streifen Ruby & Quentin kommen nun der ebenso harte und trockene Gérard Lanvin und der neue (große, doofe) Blonde Benoît Poelvoorde (Brutus aus dem neuen Trailer/Film Asterix bei den Olympischen Spielen). Wer Filme, nein für mich Meisterwerke wie Torrente (also rassige und total abartig verrückte Filme) mag der kommt an diesen Franzosen-Flick, erster Güteklasse nicht vorbei. Spätestens wenn "der Türke", ein Langhaarzottel mit gesundem temparament und seinem persönlichen Steinbeisser (mit dem Original aus Moonraker ebenbürtig) auf der Matte stehen kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Wieso der deutsche Titel dabei so abartig dumm geraten ist bleibt mir auf ewig ein Geheimnis. "Le Boulet" wärs nämlich im Original geblieben.

Fazit:
Ball & Chain
bietet knackige Action und verrückte Unterhaltung in einem gar großartigen Umfang, das Liebhaber der Materie fast vor lachen Platzen werden... auch wenns dabei oft ein bisschen härter zur Sache geht. Jaja, die gewalttätigen Franzosen halt *scherz!*... denn gerade die Einleitung verleitet zu einem völlig anderem Filmerlebnis ;)

9 / 10
 

 

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Fantastic Movie

Review | written by Hazard | 24.10.2007

Autsch, so fantastisch wie ich mich auf diesen Film gefreut habe, so geschockt war ich danach. Wär ja nicht schlimm gewesen etwas richtig "Saudummes" anzusehen was genauso dumm und herzlos inszeniert wurde. Aber bei diesem Fantastic Movie wurde echt "Potential" (dieses Wort hier im Zusammenhang bitte mit Vorsicht geniessen!) verschwendet, ach du meine Kresse! Anstatt den oft liebevollen 1:1 Umsetzungen von großen Filmen und Figuren so richtig gute Gags auf den Leib zu schreiben kommt nur flauer Schrott an die Oberfläche... klar lacht man teilweise darüber, aber zum Schluss frägt man sich warum eigentlich? :P Es gibt klasse Imitationen von "Captain Jack Sparrow", "Charly und seine Schokoladenfabrik" und noch besser ein geniales "Nacho Libre"-Double von Jack Black zu bewundern, soviel steht fest... der Rest kippt gnadenlos um. Fantastic Movie hat echte Gaghighlights für Film- und Fernsehkenner, aber diese wenigen Juwelen wurden hier echt in den Trog geworfen. Wer da dann zur Sau wird und das als "lustig" frisst hatte wohl ein paar Bierchen zu viel intus.

Fazit:
Das größte Furzkissen der letzten Jahre. Draufsitzen und heisse Luft einschnuppern, ganz ohne persönliche Duftnote ;) So banal, teils errscheckend unlustig. Dagegen war der Date Movie fast schon die reinste Lachnummer in Aspik. Wirklich schade um die vereinzelt genialen Nachahmungen wie die "MTV Cribbs"-Verarschung von Narnia zusammen mit Hector "El Skelleto" Jimenez aus Nacho Libre.

3 / 10
 

 

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Little Miss Sunshine

Quick-Review (nachgetestet) | written by Knaxi | 21.10.2007

Kurz gesagt: Hammer Leistung! Gerade von der kleinen Abigail Breslin (Oscar-Nominierung vollends verdient) und natürlich auch Steve Carell, der hier mal keinen Comedian spielt sondern auf die dramatische Art wundervoll rüberkommt. Am coolsten allerdings ist der alte Alan Arkin, dessen Sprüche mich fast zum Platzen gebracht haben. Der Film ist gute Unterhaltung mit Höhen und Tiefen - ein hervorragender Mix aus Drama, Komödie und Road-Movie. Klasse gemischt und mit einer Botschaft versehen, die man sich zu Herzen nehmen sollte: "Familie geht über alles".

9 / 10
 

 

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Wild Hogs

Review | written by Hazard | 20.10.2007

Wie hört sich das an: Vier reifere Herren auf ihren heissen Motorrädern, die aus ihrem langweiligen Familienleben raus für eine Weile wieder auf Biker machen wollen? Ziemlich witzig? So richtig City Slickers-like? Einziger Haken... es ist halt ein ein Disney-Film. So viele (Hollywood-)Stars auf einem Haufen, raufend, exzentrisch, herrlich komisch drauf und einfach lustig anzusehen. Wenn man auf puren Unterhaltungswert steht würd der Film hier sicherlich mehr Punkte abstauben, aber um dem ganzen noch eine sagen wir mal niveauvolle Note zu verleihen müssten die Kerle aus ihren alten, verstaubten Rollen rauskommen. Mist, um das gehts ja eigentlich! Das Bewährte schlägt wieder zu, und dann ja keine Experimente eingehen! Nunja, wär ja in dem Fall auch wirklich schlimm wenn man John Travolta, Tim Allen und Martin Lawrence davon abhalten würde. Richtig zum Schreien komisch wirkt allerdings nur William H. Macy der hier aber auch tatsächlich eine noch dusseligere "Fargo-Rolle" aufgelegt bekommt. Irgendwie tut er mir ja leid, er ist ja einer mit Qualität in Sachen Schaulspielkunst. Wie gesagt, der Streifen ist für einen Familienabend der letze Schrei. Aber zu mehr ist der gedrosselte "Tim-Allen-Motor" leider nicht fähig. Weitere Rollen haben hier als Bösewicht Ray Liotta (dessen Fratze beim Schreien noch immer durch Mark und Bein geht), als Polizist John C. McGinley (Doktor Perry Cox aus Scrubbs *g*!), der coolste Freak seit Smokin Aces (der große Tremor-Brother mit dem Irokesenschnitt) Kevin Durand und last but not least der schrullige Kyle "KG" Gass.

Schade, schade... da hätte man sogar echt mehr draus machen können (eben selbst in der familien-freundlichen, ja-nicht-zu-viel-Handlung-Galaxie von Disney) als das mit was uns der Trailer schon alles versorgt hat. Ich würde sogar behaupten das wenn sie den Streifen länger gemacht und mit richtig zündenden Gags aufgetunt hätten wäre ich am nächsten morgen mit einem Lächeln zwischen den Backen aufgewacht. Aber so ist er leider nur so flach wie der Highway auf dem die etwas zu routinierten Jungs rollen. Aber er bietet zwischendurch wirklich herzhaft komische Gags, das muss man ihm lassen. Wobei Travoltas Rolle so richtig "abenteuerlich" geraten ist. Ihm kauft man nämlich die verängstigte Biker-Nummer garnicht ab. Wie auch, denn so richtig nervös war er nur in Pulp Fiction (ich sage nur Mia Wallace und der Schnee aus dem Erzgebirge) und das was er hier rüberbringt macht einem einfach nur Angst... oder man lacht sich dabeit tot.

5 / 10
 

 

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Tideland

Review | written by Knaxi | 20.10.2007

Regisseur Terry Gilliam zaubert hier ein Alice im Wunderland für Erwachsene. Kaum zu glauben, das dieses kleine Meisterwerk während einer Drehpause von "Brothers Grimm" entstanden ist. Hier bietet Gilliam Low Budget vom Feinsten, mit nur ein paar ganz wenigen CGI´s, die aber benötigt werden. Der beste Effekt ist aber die schauspielerische Leistung der kleinen Jodelle Ferland als Jeliza-Rose. Was die 13-jährige hier bietet übertrifft so einiges was ich bisher von gleichaltrigen Darstellern gesehen hab.

Auch ein paar bekannte Gesichter haben sich hier eingefunden. So tritt kurz Jennifer Tilly als Jelizas Mutter auf, sowie Jeff "The Dude" Bridges als Jelizas Vater, der übrigens wie jener aus "The Big Lebowski" quasi sein "Dude"-Image wieder aufpeppt :-) Terry Gilliam schickt die kleine Jeliza-Rose in ihre eigene Welt, in der sie mit den abgetrennten Köpfen ihrer Puppen kommuniziert, wie auch mit Eichhörnchen und sich mit dem Nachbarsjungen anfreundet. Das alles klingt etwas abgedreht, aber nichts anderes erwarten wir von Meister Gilliam. Der Soundtrack erinnert an ältere Filme und zaubert in diesem sehr traurigen Film doch ein kleines Schmunzeln auf das Gesicht, weil man die good old Mucke mit schönen Filmmomenten verbinden kann. Die Kameraarbeit ist wie immer bei Gilliams Filmen makellos. Auf jeden Fall einer der schönsten Filme, die dieses Jahr auf DVD erschienen sind.

Ich kann nur jedem Terry Gilliam Fan und den Freunden des Surrealismus "Tideland" ans Herz legen. Ihr werden begeistert sein. Vielleicht greif ich hier etwas zu hoch in der Punktzahl aber schon allein die schauspielerische Leistung der jungen Jodelle Ferland sprengt hier den Score.

Fazit: Terry Gilliams Anlehnung an "Alice im Wunderland". Zauberhaft inszeniert, Meisterhaft dargestellt. Ein trauriges Märchen für die ältere Generation ;-)

10 / 10
 

 

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The Altered

Review | written by Knaxi | 19.10.2007

Nach dem Sensationshit von Blair Witch Project hat man lang nichts mehr von Regisseur Eduardo Sanchez gesehen. Nun meldet er sich mit dem kleinen aber feinen Sci-Fi Grusler "Altered" zurück. Wie auch bei "Blair Witch Project" setzt er auf sehr wenig Akteure. Ganze 8 Darsteller fanden ihren Platz in den Film. Die Story ist sehr simple. 3 Männer fangen einen Alien. Da einer ihrer Kumpels namens Wyatt schon einmal von Aliens entführt wurde, verfrachten sie ihre Geisel zu ihm. Bei ihrem Freund angekommen stellen die Männer fest, das sich dieser Alien freiwillig zum Gefangenen gemacht hat um Wyatt zu finden.

Das alles klingt jetzt langweiliger als es ist. Aber sowas wie lange Weile kommt erst garnicht auf, denn dafür ist der Film mit seinen knapp 82 Minuten einfach zu kurz. Mit der Story gehts hier Schlag auf Schlag. Für Spannung ist gesorgt, die Gänsehaut allerdings, bleibt heut mal weg. Dennoch schafft es dieser Low Budget Film zu beweisen, das man auch mit wenig Geld und Old School Methoden einen süßen kleinen Sci-Fi Grusler basteln kann.

Fazit: Altered ist sicher kein Festmahl, aber ein feiner kleiner Leckerbissen.

7 / 10
 

 

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The Invisible

Review | written by Hazard | 19.10.2007

Zuerst dachte ich, ja cool einfach was einfach "nur" Intelligentes mit klassischem Oho-Effekt, rein zur Unterhaltung - mehr will ich doch garnicht! Der Titel macht schliesslich auf die Art The Sixth Sense trifft Donnie Darko nur vielleicht ohne größeren Nährwert an. Einer dieser "Wanna-be-Smart"-Teenie Streifen (hierbei sind die Filme oben nich gemeint) mit Hirnschmalz ohne das Trendsetting und lecker hübsche Formen zu vernachlässigen. Das ist er aber nicht, denn The Invisible ist eine fast schon pures Drama. Packend nunja verpackt in mehr als nur eine durchsichtige Hülle voller hinterlistiger Gedanken, voreiliger Schlüsse, großer Fehler mit fatalen Folgen. Gerade dank des noch weniger bekannten Co-Stars Margarita Levieva (in die man sich sofort verschiesst, auch wenn sie hier fast Unverzeihliches tut bzw. mimt). Was hoch angerechnet werden sollte aber warscheinlich nicht wird: Hier herrscht kein "blurps-wow-ich-kann-durch-die-Wände-wandeln-Effekt" sondern alles wirkt menschlich und unspektakulär, als hätte des der Streifen auf nicht nötig... und da ist auch irgendwie was dran. Wenn man bis zum bitteren Ende mitgefiebert hat ist da seltsamerweise kein Hass mehr, sondern man hat sich fast nunja irgendwie verliebt.

Als alter Goyer-Fan (Batman Begins, Blade) ist man genauso enttäuscht wie beeindruckt von diesem Streifen und ihm als Regiesseur. Sicherlich kein Meisterwerk, nicht makellos, aber das Herz gewinnt immer... auch wenns fast nicht mehr schlägt. Auch wenn ich mit der Wertung falsch liege, so ihm nachhinein einer der wichtigsten Filme der letzen Monate. Vielleicht gerade deshalb weil er alle überdimensionalen Erwartungen gebrochen und direkt ans Herz appeliert hat ohne große Effekte... wer weiss das schon genau ;)

Fazit: Herzhaftes Thriller-Drama um große Themen wie Verrat, Unwissenheit, Jenseits und am Wichtigsten: Vergeben. Spannend verpackt, nicht übereffektiert, dramatisch und von der weiblichen Rolle her genial besetzt.

8 / 10
 

 

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The Abandoned

Review | written by Hazard | 18.10.2007

Manchmal ist Unwissenheit ein Segen... gerade wenn man seine Vergangenheit durchwühlt und man bitter erkennen muss das sich mehr und mehr unschöne Familengeheimnisse vor einem auftun. Und das ist beim diesem Gruselschocker bei dem eine Frau ihr etwas abseitsgelegenes Familienhaus in Russland erbt mehr als untertrieben.

Seit The Grudge hat mir und Rhood (der kreischend wie ein altes Waschweib im Sofa verschwand - okay, ich auch!) kein Film so stark Gänsehaut ausgelöst. Atemraubene Tonkulisse, unheimliche Stimmung und nervenaufreibende Rückblicke mit teils sehr blutigem Ausgang. Ich glaub mein Schwein pfeift, nur soviel dazu. Euch graust es nachts daheim allein vor der Kiste zu hocken? Ihr habt Angst vor alten, abgelegenen Häusern? Dann schaut noch mal genauer nach in eurem Schrank... denn wer weiss, vielleicht steht da euer "Doppelgänger". Das verheisst nämlich nichts Gutes, wenn ihr diesen Film ohne größere Schäden überlebt. Überraschend guter und weniger ausgelutschter Gruselschocker der unter den richtigen Umständen gesehen einen fast ums Eck bringen kann. Und das Beste: Mal keine halbnackten Teenies (ich weiss nicht warum ich das sage, ich Idiot!). Dafür ein Schockmoment nach dem anderen, intensiv und sehr gut gespielt.

Für Filmgourmets: Karel Roden - der böse "Russenpapa Yugorsky" aus Running Scared mimt hier den Zwillingsbruder der neuen, unfreiwilligen Hausdame.

8 / 10
 

 

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Black Sheep

Review | written by Knaxi | 18.10.2007

Was haben wir uns geekelt und schlapp gelacht als uns Peter Jackson in den 90ern mit seinen Splatter-Komödien "Bad Taste" und "Braindead" beglückte. Nach guten 10 Jahren Abstinenz meldet sich der Splatter-Fun aus Neuseeland mit "Black Sheep" wieder zurück. Regisseur bei dieser Splatter-Komödie ist Jonathan King. Sein Erstlingswerk kommt zwar etwas schwer in die Gänge und punktet Anfangs nur mit einzelnen lustig-blutigen Einlagen. Desweiteren wird die "Pecoraphopie" (Angst vor Schafen) des Hauptdarstellers etwas arg betont was sich aber etwas witzig auf die Geschichte auswirkt. Dazu kommt sein geldgeiler und durchgeknallter Bruder, dem er diese Angst zu verdanken hat, ein Schafshirte der nicht nur weiss, wie man mit Schafe umgeht und eine Öko-Tussi, die man während des Films lieb gewinnt. Die restlichen Beteiligten sind mehr oder weniger "Schafsfutter" und Metzelmaterial :-)

Nach gut 30 Minuten ist das Aufwärmtraining vorbei, jeder kennt sich und weis was Sache ist. Jetzt gehts an die Eingeweide und ans Zwerchfell (auch das Schaffell ist nicht mehr sicher). Sei es die Verwandlung eines gebissenen Menschen zum Werschaf oder ein geiles Schaf das einen Tritt ins Gemächt bekommt. Seit "Braindead" war das dahinmetzeln nicht mehr so komisch. Ein würdiger Nachfolger für Peter Jackson in diesem Genre ist Jonathan King allemal und durft sich für sein Debut gleich die Special-Effekt Werkstatt "WETA" ins Boot holen, die ihr übriges getan haben und dem Film noch einen effektvollen Schliff im positiven Sinne verabreichten.

Fazit: Der Splatter-Fun aus Neuseeland meldet sich eindrucksvoll und saukomisch zurück und sollte alle Fans dieses Genres mit dieser "Lammkeulen-Attacke" wachrütteln.

8 / 10
 

 

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Planet Terror

Review | written by Hazard | 15.10.2007

Robert Rodriguez hat es ja schon lange geschafft... er ist nun nicht mal mehr der Schatten von Tarantino, er ist Tarantino wie er hätte immer sein und bleiben sollen. "Planet Terror" ist der Zombie-Trash-Steifen mit Charme, Ideen und unzähligen Seitenhieben auf die echten Streifen von damals, mit eben einer unheimlich guten Carpenter-Stimmung. Fetzige Sprüche, harte Kerle, kranke Typen, starke Frauen, kreischende Weiber... "Planet Terror" zelebriert und würdigt das Schuddelkino der "Grindhouse"-Ära in hohem Maße und vergisst dabei keinen Schnitt, keinen Zoom, keine Kameraeinstellung und keine Soundeffekte die damals der letzte Schrei waren. Wer Desperado, Dawn of the Dead, Braindead, From Dusk Till Dawn, The Thing usw. mag und noch die Eier hat sich in diesen modernen Zeiten einen richtig guten, bewusst "getrashten" Film anzuschauen wird sich vor Freude glatt ein Bein ausreissen ;)

Fazit: Granatenstarke Besetzung, unheimliche Thrills, grässliche Montrositäten, richtig übertriebene Splattereffekte machen einen Lust auf viel viel mehr Trash von Mr. Rodriguez. Wenn "Death Proof" die etwas langatmige Einleitung einer neuen bzw. alten Filmregeneration war, dann ist "Planet Terror" der Hauptteil, das Ende, die Krönung!

9 / 10
 

 

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Neues vom Wixxer

written by Hazard | 21.09.2007

Fans wie ich und meiner teils hier ansässigen Schergen wissen die Macht über das Zwerchfell von Kalkofe und Co. zu schätzen, obwohl diese "Rückkehr" ein bisschen (bis etwas mehr) von seinen einst spritzigen Gags a la "Zucker Abrahams Zucker" verloren hat. Wo ist die "Mopsbrigade" oder "der Fisch mit der Sense"? ;) Leider wirkt der Slapstick oft zu "American" (plump) und deshalb für einen Vielfilmgucker verbraucht. Macht ja nix, der "Tripple Wixx" ist geplant, da kann das Trio Kalkofe, Welke und Pastewska wieder in Höchstform ans Eingemachte. Was unberührt genial geblieben ist... na klar, Christoph Maria Herbst als Alfons Hatler und endlich ist mal wieder Frank Zander mit seinem "Flötenschlumpf" (Name des Puffs, Karaokebar...) mit einem seltsamerweise wortkargen Bodyguard Roberto Blanco ;) zu sehen.

Fazit: Der erste Auftritt des "Wixxers" war eine Spur witziger, zumindest von der ersten Hälfte. Bei der Zweiten die Gagschraube wieder etwas angedreht. Leider nicht so schmierig-elegant und spritzig wie das Original, aber für Fans zweifelslos ein Muss. Schliesslich singt "Hatler" volle Kanne Karaoke und die knapp 5 Sekunden "Achim Mentzel hinter Gittern" mit seinem herzhaften "Psychogrinsen" muss einfach gewürdigt werden! Siehe unten...

7 / 10
 

 

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The Contract

written by Hazard | 20.09.2007

Ich kenne keinen Film in dem Morgan Freeman nicht "gewirkt" hat, okay vielleicht "Dreamcatcher" der war aber ja als komplettes "Produkt" ziemlich verdorben. Ansonsten ist unser Morgan ja schliesslich die Gallionsfigur des coolen, intelligenten, äteren Herren mit dem unendlich weisen Antlitz. Wenn man ihn nun mit einem ebenso coolen, intelligenten und jungen Mann mehr oder weniger "verkettet" muss da aber nicht gleich Leidenschaft herauskommen ;) Denn John Cusack ist nämlich so gut wie garnicht erfreut während eines "Surviving-Trips" mit seinem Sohn auf den alten Herren am anderen Ufer zu treffen.

"The Contract" klettert solide zwischen "Auf der Flucht" und "Eraser" blos ohne großer "Actionfanfare" aber mit zeitweise heftigen "Luftlöchern" sprich herben Abmurksszenen. Sicher kein Film zum zweimal Hingucken, aber für einen unterhaltsamen Abend ganz "knorke". Speziell die Enwicklung von Morgans Charakter (obwohl er ja immer den ziemlich selben Charakter mimt, den wir mögen! ;) lässt zum Ende doch ein bisschen Platz für Überraschung. Und durch Cusack (der ja fast immer auch den ziemlich selben Charater mimt, den wir absolut lieben!) als ebenbürtigen Gegenspieler hat mans hier mit einem soliden, teils fesselnden Thriller zu tun.

Fazit: Gefestigter "Marke Hollywood-Thriller" fast ohne politischen Seitenhieb. Zwei Große, Morgan Freeman und John Cusack in einem "(ge-)fesselten Miteinander" zwischen FBI, Profikillern und Kleinstadt-Polizei. Ein Sportlehrer und Ex-Polizist als "Rambo" ist nicht ganz was Neues, fühlt sich aber genau so an. "First Blood" versteht sich.

7 / 10
 

 

Movie-Review
Rob-B-Hood

written by Hazard | 19.09.2007

"Auch starke Männer können weinen" sagte der große "Nicht-Penner" Lebowski im gleichnamigen Streifen "The Big Lebowski" einst. Und es stimmt *muhaha*, wenn man sich den neuen Streifen vom "Asia-Arnie" (im Alter bekommt er ja ein bisschen Ähnlichkeit mit unserm Schwarzenegger... und Actionheld isser ja auch :) anschaut. Wenn er und Kollege als Profidieb ein Baby klauen um dafür Kohle abzusahnen haben sie nicht mit der Macht der kleinen Kulleraugen und Knubbelfinger gerechnet und plötzlich dreht sich garnicht mehr alles um die Kohlen. Glaubt mir, das geht ans Herz, und zum süß-sauren Ende drücken sich gerne auch dicke Krokotränen in die Äuglein.

Endlich mal wieder in Hong Kong produziert (wie der aktuellste "Police Story") bringt er Bewährtes zusammen. Humor, Kloppe und eine sehr gute Portion Drama. Man spürt seinen (und Benny Chans) "mit-geprägten" asiatischen Charme und Witz hier mehr denn je... und wenn man sich nicht gerade Totlacht gibts natürlich die bewährten Martial-Arts-Actioneinlagen... nicht zu viel und nicht zu wenig. Aber die sind hier sogar fast schon zweitrangig ;)

Fazit: Ein Jackie Chan-Streifen zum Gernhaben. Auch wenns "Chan-Puristen" eher kalt lassen wird, dieser Streifen wirkt irgendwie "reifer" trotz... nein gerade durch das "Baby an Board". Zum mitfiebern und ablachen. Sorry liebe "Nicht-Chan-Fans", der Film geht euch voll am Barsch vorbei... dann eher "New Police Story" für euch Gesindel *scherz!*... meine nur wegen der Action.

8 / 10