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Hazard

Music-Review
The Prodigy - Invaders Must Die

Review | written by Hazard | 10.03.2009

Die Jungs von "The Prodigy" müssen wirklich auf "Space Invaders", deren versauten Klone und allgemein Spieltitel unserer geliebten Uraltkonsolen stehen. So mancher gefühlt überspulte "Atari-Sound" fiepst hier jedenfalls nicht rein zufällig durch den harten, elektronischen Dschungel sondern bietet die Grundlage für fast jeden der Songs... dabei knuspern einem sogar "techno-unartige" Loops in der Hörmuschel rum. Yahooo!

Auch wenn sie es nicht mögen wenn man ihr neues Album "irgendwie retro" nennt, hat es doch einige bis viele Stellen die an die gute, alte "Fat of the Land"-Zeit erinnern äh oder sich zumindest an den Grundfesten der etwas "synthetischeren" Mucke festsetzt. Früher schräg, eigenwillig und aussergewöhnlich waren sie... nur fehlt auf diesem neuen Weg, der neuen "Aussergewöhnlichkeit" etwas die gesunde Abwechslung. Man fühlt zwar das die Maschine (Mucke) zwar rennt und donnert, aber nicht immer mit Vollgas. Wo "Always Outnumbered, Never Outgunned" noch herrlich gewöhnungsbedürftig und viel, vieler, vielseitiger war ist diese neue Invasion etwas eingeschränkter. Klaro, man spürt das Chaos noch, aber die Loops, Text- und Stimmeinlagen sind etwas vorhersehbarer und konventioneller... wenn mans gut meint, vielleicht sogar auf eine schmackhafte "Fatboy Slim-weise". Aber die düstere Launemusik mit dem harten Hauptton bekommt hier aber oft kein Fett zum Verbrennen.

Hmm... ist das nun Prodigy extra pur oder gar nur Prodigy light? Fehlen da nicht ein paar Bits und Bytes... also ich bin zwar nicht immer anspruchsvoll was bestimmte "Tiefen" angeht, aber bei diesem Album fehlen selbst für "The Prodigy" bei einigen Tracks die hmmm... musikalische Tiefe? Aber brauche ich die bei den fetten Drums und schnittigen Passagen bei voller Lautstärke mit dieser "80'er Retro-Punk-Elektronica"... ja und auch nein! Das "Vorwerk" war jedenfalls beissfester und einfallsreicher!

6 / 10

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Hazard

Music-Review
Ice Cube - Raw Footage
Review | written by Hazard | 30.10.2008

Für Ice Cube-Puristen und reinste "Lyricer" ist eine neue Ice-Zeit ausgebrochen. Die härteste Gangster-Kehle Amerikas bettet euch wieder nieder. Was man allerdings missen tut, sind die ehemals aussergewöhnlichen, extravaganten Background-Loops (für Teil-"Vocal"-Banausen wie mich) und etwas mehr Agressivität. Denn ich kann mir bei Cube nicht vorstellen das er älter und leiser wird. Sein Vorwerk "Laugh Now, Cry Later" war vom Checkpoint "Enthusiasmus" reifer. Wer allerdings denkt das seine Lyrics nicht mehr pieksen liegt weit daneben... und die Konkurrenz voll in der Gosse. Der einzigste Gangster-Rapper (den man hören kann... und ewig wird!) der Welt hat wieder zugeschlagen. Nun eben etwas weniger harsch, aber immer noch konkurrenzlos. Alles andere ist Ultra-Weichspüler für Seilspringer und Waffelfresser.

7 / 10

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Hazard

Music-Review
Portishead - Third

Review | written by Hazard | 22.10.2008

Na da hab ich doch noch was Extravagantes aus der guten, alten E-Mucke-Zeit mitgenommen: Portishead ist für Avantgarde/Trip-Hop-Geniesser wie AC/DC für Hardrocker. Alleinig Beth Gibbsons Stimme (Auslöser oder Unterstützer jeglicher melodramatischer Gefühle) die nicht trauriger über die verzwirbelnden, düsteren Tracks schweben könnte ist beängstigend und betörend zugleich. Portishead bleibt wie immer ein Sammelbecken an improvisierten und kranken Experimenten die nicht in kommerziellen Gewässern gespielt werden: Entweder taucht man da ganz tief rein oder man bleibt gemütlich vor der bekannten, trockenen (MTV-)Rotation sitzen. Die in Melodie, Beats und Stimme gepackte "Mondschein"-Mucke (z.B. lange Autofahrt, CCR-Album schon durch...) ist so experimentell, eigenartig und unrythmisch-rythmisch, das alle die Angst vor schrägen Tönen haben wohl das Weite suchen. Musikalische Auslese? :P Es bleibt für alle anderen einfach was herrlich mutiges, buntes und eigenwilliges an "Third" hängen. Wirkt wie eine unheimliche Mutation aus Madonna und Björk, die vielleicht gerade den Dust Brothers auflauert.

9 / 10

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Knaxi

Music-Review
Queen - The Cosmos Rocks
Review | written by Knaxi | 20.10.2008

Freddie Mercury ist jetzt schon seit 17 Jahren tot (RIP) doch um die Band "Queen" wurde es nie so wirklich ruhig, im Gegenteil. Mehrere "Greatest Hits"-Alben und remasterte Konzertmitschnitte auf CD und DVD, sowie "Queen - The Musical" erhielten die Band am Leben. Auch der Rückzug aus der Musikwelt von Bassist John Deacon änderte nichts. Roger Taylor und Brian May arbeiteten weiter. Seit 2004 mit neuem Leadsänger und früherem "The Free" und "Bad Company" Mitglied "Paul Rodgers" gingen "Queen" auf Tournee. Dieses Jahr war es endlich soweit. Das erste "Queen" Studioalbum seit 13 Jahren. Als "Queen & Paul Rodgers" veröffentlichten "Queen" das Album "The Cosmos Rocks". Der Opener "Cosmos Rockin" führt den Zuhörer in eine neue Welt der Rockgruppe. Etwas härter und rauer, trotzdem ist das alte "Queen-Rezept" noch zu schmecken. Vor allem Brian Mays Gitarrenspiel ist einfach herrlich. Paul Rodgers ist zwar kein "Mercury" Ersatz, was er auch auf keinen Fall sein soll, aber seine Stimme passt hervorragend zu den einzelnen Tracks. Auch Roger Taylors Trommelspiel ist wie ein Harfenkonzert. Die abwechslungsreichen Tracks harmonieren zusammen wie heiße Schokolade auf Vanilleeis. Immer wieder kann man in den Tracks kleine Samples aus den Queen-Klassikern hören. Wie z. B. bei "Still Burnin´". In diesem Track gibt es eine lecker "We will Rock you" Anlehnung. Dieses Album ist das allemal gelungene Comeback einer der besten Bands der Rockgeschichte. "Rock ´n´ Roooooll!"

10 / 10

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Knaxi

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Within Temptation - Black Symphony

Review | written by Knaxi | 20.10.2008

Die Gruppe "Within Temptation", die "leider" bisher nur auf Studioalben glänzen konnten, haben hier eine Live-Show der Superlative auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit dem "Metropole Orchestra" wurden viele Klassiker sowie 10 Tracks, des letzten Albums "The Heart of Everything", wurden hier zum Besten gegeben. Auch die Sängerin Sharon den Adel konnte mehr Selbstvertrauen gegenüber der letzten Konzerte entwickeln. Bei letzteren wurde sie mehr oder weniger vom Instrumentalen erdrückt und nur ein Hauch ihrer Stimme drang in das Gehör, des Zuhörers ein. Jetzt klingt den Adels Stimme kraftvoller und selbstbewusster. Hier harmoniert einfach alles. Ich für meinen Teil halte dieses Doppelalbum für das Beste was "Within Temptation" bisher veröffentlicht hat. CD rein, Lautstärkeregler auf Anschlag und Gänsehaut bekommen... Ein Orgasmus fürs Gehör ;-)

10 / 10

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Knaxi

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Metallica - Death Magnetic

Review | written by Knaxi | 19.10.2008

5 Jahre isses her seit Metallica uns mit "St. Anger" das Hirn durchgepustet hatten. Nun endlich gibt es mit "Death Magnetic" wieder eins voll auf die zwölf. Mit "That Way Just You Life" eröffnen Metallica ihr neues Album und bringen den guten, alten Metallica-Sound aus den Lautsprechern und das bis zum letzten Track. Wenn dieser called "My Apocalypse" aus den Boxen röhrt, dann bluten die Ohren. "Back to the Roots" sag ich da nur. Geiler Heavy Metal wie wir ihn lieben. "Death Magnetic"hängt sich an die alten Alben wie "Ride the Lightning" und "Master of Puppets" an. Jeder Track lässt keine Birne ruhig aufm Hals. Wer hier nicht bangt ist einfach taub. Ich sag nur "Saugeil"!

10 / 10

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Knaxi

Music-Review
ACDC - Black Ice

Review | written by Knaxi | 19.10.2008

JAAAAAAA! Was für ein geiles letztes Vierteljahr. Erst "Queen" Comeback, dann "Metallica" wieder volle Lotte und nun auch noch AC/DC! Hier hat man sich doch abgesprochen, haha... Einen riesen Haufen Sahne fürs Gehör. Nach 8 Jahren rocken AC/DC wieder eine Scheibe in die CD-Player dieser Welt. In gewohnter Hardrock-Tradition gibts hier voll auf die Fresse, wie wir es lieben. Gleich der Opener "Rock n Roll Train" ist der Defribrilator für ein stehen gebliebenes Herz. Einmal angeschmissen, spürt man den Strom durch die Adern fliessen. Einfach typisch geiler AC/DC Hardrock vom Feinsten. Einen Favoriten hier rauszufinden ist meiner Meinung nach unmöglich. Jeder Track hier ist feinster Hardrocksound und lässt keinen ruhig sitzen. "God bless AC/DC"...

10 / 10