Retro-Review
König der Fischer

Review | written by Hazard | 13.09.2009

Jeff Bridges in seiner besten und herausragendsten Rolle seit "The Big Lebowski", und warum Robin Williams hier keinen Oscar abgestaubt hat bleibt mir ein Rästel. Terry Gilliam lässt seine eigenkreierten Welten von "Ritter der Kokosnuss" und "Twelve Monkeys" in einen rührseeligen, unheimlich liebenswerten und verrückten Film verschmelzen, der dank seinen schrägen Haupt- und Nebendarstellern einzigartig bleibt. Humanismus de Gilliam mit Momenten die einem zeigen, das einmalig Verrückte, gesellschaftlich Unterdrückte und Verlierer doch die einzig wahren Menschen geblieben sind.

10 / 10

Retro-Review
The Wicker Man (Remake)

Review | written by Hazard | 01.04.2009

"The Wicker Man" ist vermeindlich wohl der Lieblingfilm von Alice Schwarzer. Nein, natürlich nicht wegen Nicolas Cage, sondern weil es sich hier um eine sehr kräftige, weibliche Kommune handelt die ihre Männer als Nutztiere einsetzt und auch gerne mal kleine Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden lässt um die eigene Ernte per lustig-keltischen Opferritualen anzukurbeln. Leider muss ich trotz dieser lobenswerten Grundidee (Männer als Sklaven) preisgeben das der Film sehr bis extrem langweilig, unangenehm schlecht gespielt und gar grauslich inszeniert ist... und obendrein mit einem schludrigen Drehbuch belegt wurde, das nicht einmal der beste Exorzist mit Nebenfach Drehbuchautor retten kann. Das einzige was der Film schlussendlich und leider aussagt ist, das man(n) bestimmte Flecken der Erde meiden sollte die von Frauen geführt werden (nein, natürlich nicht Deutschland :D). Frauen, jene edlen Wesen der Fruchtbarkeit werden hier aber nicht als Offenbahrung mit starken und zugleich weisen Eigenschaften angesehen, sondern dem Zuschauer als vergleichsweise dumme, engstirnige und abergläubische Wachteln auf die Leinwand teleportiert. Was kann ich dafür das hier mehr Weibchen mit Biker-Charme rumrennen als bei einer Versammlung der Grünen.

Da nützt auch das grausige und recht überraschende Ende dieses umgekehrten Meisterwerks nichts, schon garnicht als Entschuldigung für so manchen Kahlschlag an verwirrenden pseudo-mysteriösen Schlüsseleinblenden in denen Mr. Cage die volle Bandbreite seiner Stimme auskosten darf (siehe Trailer unten). Dreister Aberglaube, hinterwäldlerische Opferstimmung, "Amishstyle"-Amazonen im Imkerdress und Nick Cage mit Gesichtslähmung machen aus diesem Remake einen wahrlich grauenhaften Abend. Wie ein "The Village" ohne Aussage, vollgeparkt mit echt nervenden Weibsbildern die Bier saufen, Honig keltern äh produzieren und ihren blöden, total verzogenen Bälgern Tiermasken auf die Nase binden... wenn mal wieder einer auf dem Scheiterhaufen landet, versteht sich. Ich gebe ja zu, die Punkte mit "Frauen und Bier" hätte das Paradies auf Erden darstellen können, aber bei diesem Schmarren mutieren sehr wetterfühlige Menschen sogar kurzzeitig zu echten Frauenhassern! Na dann Danke für dieses Remake, Mr. Cage! Und wir dachten Keanu Reeves in "Johnny Mnemonic" wäre die Krönung des Anti-Schauspielkunstwerks. Zur Strafe gibts nicht einmal einen richtigen Trailer :) Dabei hatte das Original wirklich was, gebe man sich nur den "Willow's Song" auf YouTube - und ihr wisst was ich meine... ;)

1 / 10

Retro-Review: The Wanderers
Review | written by Uncle Pecker | 30.08.2008

Regie: Philip Kaufman - 1979

Jedes männliche Wesen wollte als kleiner Pisser immer so sein, wie diese ultracoolen Typen, die sich in Gangs zusammenrotten und sich mit anderen halbstarken Schlägerbanden prügeln. Wir aus gutem Hause dachten unser Leben wäre langweilig und diese Jungs hättens raus. Heute sind wir (zumindest etwas) schlauer und wissen, dass die Erscheinung „Gang“ nicht wirklich toll, sondern nur ein Symptom der Hilflosigkeit von Jugendlichen ist, die das Pech hatten in Familien hinein geboren zu werden, die sich keine hübsche Eigentumswohnung in einer ruhigen Gegend leisten können. Menschen, die nicht durchs soziale Netz fallen können, weil sie noch nie so weit oben waren. „The Wanderers“ erzählt von diesem zeitlosen Phänomen und wirft einen Blick auf die Situation im New York der 60er Jahre.

Zunächst weitaus eher amüsant als pessimistisch nimmt der Film die aus italienischen Einwanderern bestehende Gang der Wanderers und ganz besonders die Probleme und Sichtweisen Herandwachsender unter die Lupe. Selbst der allgegenwärtige Rassengegensatz wird eher leichtherzig betrachtet, so sitzen im überfüllten Klassenzimmer z.B. zu gleichen Teilen auf der einen Seite nur Italiener und auf der anderen nur Schwarze. Auch andere eher finstere Themen wie Gewalt in der Familie, alkoholabhängige Eltern oder organisiertes Verbrechen werden durch den starken Zusammenhalt der Wanderers erträglich. Da das Leben für die Jugendlichen aus der Bronx außer Rock&Roll (der Filmsoundtrack ist spitzenklasse) und „Tittengrapschen“ nicht viel zu bieten hat nimmt die Interaktion mit anderen Gangs die wichtigste Stellung in ihrem Alltag ein, so müssen zum Beispiel vor einer Prügelei mit den schwarzen „Del Bombers“ Treffen mit anderen Gangs wie z.B den glatzköpfigen „Baldies“ oder den „Karate-Wongs“ (die alle Wong heißen) abgehalten werden. Im weiteren Verlauf des Films zeigt sich jedoch immer mehr, dass die Gang-Kultur für den Einzelnen nicht zeitlich unbefristet ist und dass man irgendwann aus ihr herauswächst. Es ist fast schon traurig mit anzusehen wie die feste kamaradschaftliche Bande innerhalb der Wanderers gegen Ende immer mehr ins Erwachsensein übergeht, wodurch sich aber auch für alle betreffenden Personen neue Hoffnungen ergeben.

Der Film ist gegenüber der Gangbildung in problematischen sozialen Schichten dezent romantisch verklärend, jedoch schildert dies die direkte Sichtweise der Jugendlichen und geht auch einher mit plötzlichen Tritten in die psychische Magengrube. Wo moderne Teeniefilme eigentlich nur auf ganzer Linie nerven findet man sich hier herzhaft lachend, bemittleidend, hoffend wieder. Eigentlich interssiert mich das Thema Gangs und Ghetto nicht im Besonderen aber ... vielleicht liegt es am Alter des Films, dass er diese Atmospähre hat, dieses ganz bestimmte Gefühl in einem weckt einen ganz besonderen Streifen zu sehen. Auch wenn ich außerhalb des Internets noch niemanden getroffen habe, der den Film gesehen hat gilt er laut Presse als Kult und zwar völlig zu Recht. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!

9 / 10

 

 

Retro-Review: Troja - Directors Cut
Review | written by Knaxi | 06.12.2007

2004 kam Wolfgang Petersens Epos "Troja" nur mit mäßigem Erfolg in die Kinos. Klar, die Ansprüche waren wegen dem 4 Jahre zuvor, von Ridley Scott gedrehten "Gladiator" sehr hoch. "Troja" musste unter Zeitdruck fertig gestellt und für ein breites Publikum zurecht gestutzt werden. Am Ende passten sämtliche Szenen und die Musik nicht... und man hatte das Gefühl eine TV-Produktion wäre hier ins Kino gekommen.

Meine Review bezieht sich jetzt auf den im September diesen Jahres erschienenen Directors Cut. Wolfgang Petersen bekam seine Chance sein Epos noch etwas abzurunden. 30 Minuten neue Szenen, teilweise neue Dialoge sowie mehr Gore bei den Schlachten und die fertig komponierte neue Musik von James Horner. Nocheinmal, den für mich als Reinfall beurteilten, Troja anschauen - My God! Mir hats aber fast die Schädeldecke gelupft, als ich den Film sah. Ist das wirklich derselbe Film? Das schon, aber diesmal passt so ziemlich alles. Petersen feilte an den meisten Szenen herum, setzte neue Filter und die neuen Szenen geben den Film jetzt endlich die Rundungen, die in der Kinofassung fehlten. Ebenso die Kampfszenen. Waren sie in der Kinofassung zwar schön anzusehen aber total unrealistisch, da keine Sau anfing zu bluten, so wird jetzt dermaßen gemetzelt, das sogar die Schlachten in "Braveheart" zu gähnen sind (Sorry, Mel)! Hier werden Köpfe mit nem Hammer zerschmettert, die Pfeile durchbohren ihre Opfer mitten im Gesicht und auch sämtliche Speerwerfer dürfen ihren Speer in der Visage ihres Opfers parken. Hier hat sich wohl am Meisten getan und bei einigen Szenen fragt man sich ob die Freigabe ab 16 nicht zu zahm ist, denn nun spritzt das Blut an allen Enden.

Ebenso wurden viele alternative Einstellungen der Protagonisten genommen, auf denen sie nicht so brav und unschuldig wie in der Kinofassung aussehen, sondern sehr düster und vom Krieg gezeichnet. Sonnyboy Brad Pitt ist nicht mehr der Strahlemann in dem Film, sondern stellenweise eine richtige Stinkmorchel. Auch Eric Bana wirkt etwas ekliger und das traurige Face das er nach dem Töten in der Kinofassung aufsetzte ist nun auch verschwunden.

Troja ist zwar immernoch nicht die Verfilmung einer langen geschichtlichen Troja-Schlacht (mit einem Film auch nicht getan) aber Petersen konnte nun seinen Film endlich so zurecht basteln, das er kurzweiliger (trotz 30 Min. länger) und vor allem epischer wirkt.

Fazit: Der Directors Cut von Troja ist nun der Film, der er sein soll. Ein Epos mit brutalen Schlachten und einer guten drumherum gestrickten Geschichte.

8 / 10
 

 

Retro-Review: Last House on the Left
Review | written by Knaxi | 06.12.2007

Die 70er Jahre waren die Jahre, in denen die heut bekanntesten und beliebtesten Horrorfilm Regisseure ihre Karriere begannen. John Carpenter (Halloween), Tobe Hooper (Texas Chainsaw Massacre) und auch Wes Craven (Nightmare on Elm-Street). Letzterer machte jedoch durch ein anderes Projekt auf sich aufmerksam. Mit seinem Freund Sean S. Cunningham (Freitag der 13.te) drehte Craven 1972 "The last House on the left". In diesem Low-Budget Schocker geraten zwei Freundinnen in die Fänge psychopathischer Mörder, welche die zwei Mädels auf grausamste und brutalste Art und Weise foltern.

Zwar wird diesem Film ein bisschen Slapstick und Witz gegönnt um darauf aufmerksam zu machen "Hallo, ist doch nur ein Film" - trotzdem wurde der Film gleich nach dem Erscheinen dermaßen zensiert, dass von den brutaleren Szenen nix mehr übrig war und auch sämtlicher Handlungsstrang verloren ging. Auch die Musik, die zwischendurch eingespielt wird, erinnert eher an eine Komödie. Die Gore-Szenen sind für damalige Verhältnisse gut gemacht. Heute lacht man darüber. Der Dorn im Auge des Zensoren sind aber sicherlich nicht nur die Folter- und Mordszenen, sondern auch die Selbstjustiz, die am Ende des Films im großen Stil gezeigt wird. Die Eltern von einem der Mädchen rächen sich an den Psychopathen. Aber dieses Thema wird auch heute noch streng zensiert.

Der Film selber schockierte sicherlich in seiner Zeit, aber wenn sich die heutige Horror-Generation diesen Film anschaut, wird sie vermutlich nur noch gähnen. Ich werde jetzt aber keine großen Vergleiche ziehen, da mehr als 30 Jahre dazwischen liegen und der Zuschauer mehr gewohnt ist, als damals. Dennoch war der Film trotz Low-Budget und den nicht professionell spielenden Darstellern ein Erfolg bei den Horror-Fans und nun kann man sich streiten, ob der Film Kultstatus erreicht hätte, wenn Wes Craven nicht der Regisseur gewesen wäre :-) Nichts desto trotz, eine Trash-Perle allemal!

Fazit: Last House on the left ist Wes Cravens Jugendsünde, mit Amateuer-Darstellern und Slapstickeinlagen in einer schockierenden Story.

7 / 10 - für Trash-Fans

3 / 10 - Standard-Score
 

 

Retro-Review: Roboter der Sterne
review by Hazard | 17.11.2007

Nun weiss ich wenigstens woher die Roboter-Ideen zum viel späteren Mucke-Video von den Beastie Boys "Intergalactic" kommen. Bei dem Streifen weiss man garnicht genau was man denn am liebsten hat. Sind es die putzigen, groben Miniatureffekte, die Szenen die bis zu 10x wiederholt reingeschnippelt wurden, die funky Kleidung und feschen Frisuren von damals oder die köstlich trashischen Effekt und Titeleinblendungen? Roboter der Sterne wäre genau das was Ed Wood aus Transformers gemacht hätte: Eine liebevolles "Monsterwerk" aus Godzilla trifft Power-Rangers, mit einer großen Fülle aus eigenwilligem Humor und knackiger Action zum Totschmunzeln. Und falls euch die deutsche Version vorliegt könnt ihr euch auf eine kornige, deutsche Synchro freuen die ihr euch unbedingt zusammen mit Kumpels reinziehen müsst. "Macht sie fettich!"

 

 

Retro-Review: Tron 2.0
review by Hazard and Rhood | old review from 02.10.2003

Tron, jenes Sicherheitsprogramm das vor ca. 20 Jahren die Welt vor einer herrschsüchtigen künstlichen Intelligenz gerettet hat ist zurück... Nunja, nicht ganz. Diesmal wird nach dem Tron-Erbencode gesucht, denn Alan Bradley, der Schöpfer des ursprünglichen Programms gerät wieder mal in grosse Schwierigkeiten. Als seine Firma kurz vor der feindlichen Übernahme steht, wird dessen Sohn Jet glücklicherweise digitalisiert und bekämft seit fortan das skrupelose Tun der fiesen Corporation FCon direkt aus dem Herzen des Systems. Während sich Jet zum Kern des Übels vorkämpft, versucht die neue Geschäftsleitung mit seiner kleinen Armee von "Datenvampiren" durch Alans Digitalisierungstechnik die Herrschaft über alle weltweiten Systeme zu erreichen.

Grafisch ist Tron 2.0 irgendwie einzigartig präsentiert, auch weil es bissher kein anderes vergleichbares Games gibt, wenn man von ein paar Mods mal absieht. Vorallem durch die von nVidia *hehe* eigens entwickelte "Glow Technologie" breitet sich die digitale Herrlichkeit wie ein Schlaraffenland vor dem Betrachter aus, wenn die Hardware innerhalb des Games mitmacht. *g* Von klimpernden Energieflüssen, einer hochhaushohen Firewall bis hin zur Progress-Bar in der sich nette Compilierungsprogramme rumtreiben die Jet sehr von nutzen sein können gibt es fast alles. Jede Situation, jede neue Zone, die verschiedenen Server oder Desktops auf denen sich der Spieler rumtreibt und die NPC's werden durch entsprechende Farben und Formen wiedergegeben. Rot sind z.B die Sicherheitsprogramme die das System vor korrupten Programmen schützen, welche wiederrum grün und mutiert anzugucken sind. Alles in allem spieletechnisch mal wirklich mal was anderes in Sachen 3D-Shooter, und ich möchte wahrlich sagen: 1A umgesetzt, in allen Kategorien.Intensiv ist die Soundkulisse... Leck mich am Schöpli! Nehme man ein Löffelchen "Star Wars" mische es mit "UT 2003" und einer herben Ladung "2001 - A Space Odyssey" dann kommt man ungefähr an den Hörmuscheleindruck des Gebotenen. Nahe am Herzinfarkt ist man dann natürlich wenn der Lebensenergiebalken unter die 10% Grenze geht, und man ahnt... nein man weiss es: Ein grässliches Zischen wird zu hören sein, der Bildschirm bruzelt aus während die anschliessend die Meldung: "Ende der Zeile" wieder mit Humor genommen werden muss. (Auch wenn die rechte Gesichtshälfte gelähmt bleiben wird, wenn man den Sound erstmal richtig aufgedreht hat) Wer eine EAX-3 Soundkarte im Spielbock hat kann sich schonmal 3-fach Freuen: 7.1 Lautsprecherunterstützung lässt einem den fast ungefangenen Diskus doppelt so schön um die Ohren schnalzen als einem lieb ist. Shocking-Senation und nougatgeil.

Die deutsche Sprachausgabe ist wirklich gelungen, die Sprecher kommen professionell rüber und an den Insidergags des Games wird wohl jeder Computerfreak seine Freude haben.Spielerisch muss man sich auf einiges gefasst machen... Natürlich nix mehr mit Rambo-Taktik und Munition, ausgesorgt bis Lebensende. Der Tron Diskus lässt sich zwar während des Fluges steuern, benötigt aber natürlich einen gewissen Zeitraum bis er den Gegner trifft. Und es macht eben gerade fast schon deshalb mehr Spass als viele der bissherigen Shooter. Diesmal musst du wirklich was auf dem Kasten haben, und wenn es Richtung "The End" zugeht, obs einem gefällt oder nicht... da kann die Milch öfters sauer werden wenn man nicht auf den Energiebalken guckt! Da gibt es nähmlich hiesige aufgemotzte Sicherheitsprogramme mit Schildern die einem dann den prallgefüllten Lebensenergiebalken mit 3 oder weniger Treffern auf Kellertemperatur herunterkatapultieren... das ist dann leider Virtual-Reality. Natürlich gibt es auch Alternativarsenal was ein bisschen an Maschinengewehr (Blaster) oder Sniperrifle (Präzisionstab) erinnert und man nicht nur mit den knuffigen Frisbees runfuchteln muss. Lasst euch da mal derbenst überraschen, vorallem auch bei den Subroutinen (Waffen, Rüstungsgegenstände aber auch Tools) die ihr nähmlich selber upgraden könnt und sehr rollenspiel-like verwalten müsst. Nach dem Motto: Was zieh ich denn heute an? Submask, Powerblock und Clusterdiskus? Mist, die Speicherplätze im Subroutinenmenü reichen nicht aus ;) Dann wäre es zudem noch an der Zeit sich entsprechende Genehmigungen zu besorgen ohne die man bestimmte Adressen nicht betreten werden dürfen. Beim Download dieser Dateien erhält der Spieler meistens die E-Mails auf dem entsprechendem System und kann sich damit weiter über die Geschehnisse ausserhalb des Servers informieren.

Alles in allem ein sehr spassiges Game, das einen mitten ins Tron-Universum katapultiert und keinesfalls unterschätzt werden darf. Ähm, und noch was... wieder mal Lust die Festplatte zu formatieren? Erlebt das erst mal selbst mit! ;)

Fazit: Kultiger Neonschooter welcher der Stimmung des Kinofilm sehr nah kommt. Die No One Lives Forever-Macher glänzen mal wieder mit viel Action und Humor.

 

 

Retro-Review: Uhrwerk Orange
review by Hazard | old review from 29.09.2003

Eine Warnung zuvor, ich hab während dem Schreiben dieser Zusammenfassung Beethovens 9. Sinfonie gelauscht. Wer Stanley Kubrick nicht kennt sollte sich schämen, denn kein anderer Regiesseur unserer Zeitrechnung hat mit seinen krassen Visionen und tiefgreifenden, gar verstörenden Themen soviel Aufmerksamkeit erregt. Jeder seiner Filme ist so zeitlos geboren, das zum Beispiel: "Dr. Seltsam, oder wie ich lernte die Bombe zu lieben" aktueller denn je die heutigen politische Situation der U.S.A vertreten "könnte".

In dieser Kollumne oder auch Artikel nehme ich im wahrsten Sinne das "Uhrwerk Orange" ausseinander. Aber dabei entsehen natürlich mehr Fragen als Antworten, den Kubrick hat so viele kleine versteckte Teile in seinem Zählwerk das man sie nur schwer und mit Gewalt lösen kann. Kubrick war Revoluzer, der Che Guevara des perfekten Films, da sollten wir sowas nunmal erwarten. Ich erkläre hier nicht wirklich die Handlung des Films sondern bringe einfach nur die Message ans Licht, die Kubrick verbreitet haben wollte oder einfach wie ich selbst Kubrick und sein Werk verstanden habe. Message ist untertrieben, nehmen wir mit der Mehrzahl vorlieb.

Um es gleich zu anfang auf den Punkt zu bringen: Es geht erstmal nur um pure Gewalt die "Ultra Violence" mit dem Alex, der Haupdarsteller (Malcolm McDowell - erstklassik und ungeschlagen) seine Freizeit ausschmückt. Sie wird im Film auf die Netzhaut gebrannt, und alles deutet "nur" darauf hin das wir erstmal einen Reigen aus Brutalität vor die Füsse geworfen bekommen.. Das Schlimme ist, und man sollte es einfach zugeben: Es gefällt einem! Es macht Spass! Man lacht!

Man sieht dem Film gleich an das Kubrik durch das Ambiente, die Möbelierung, die Kleidung und die absurden Gesten der Schauspieler eine kranke aber wohl sehr frivol-lustige Gewaltverherrlichung erreichen will. Der Zuschauer wird eigens zum Versuchskaninchen degradiert und sieht einen Ablauf dumpfer Geilheit an seinem Auge vorbeilaufen... doch zu dieser Methode später mehr. Wir müssen zudem zugeben das bei der Streifen trotz langen Koteletten, Tütenhosen und 70ies Feeling nicht einfach nur eine zeitlose Mär über Sex und Gewalt inkl. dessen Gegenmassnahmen ist, sondern durchaus Realität sein könnte, weil Kubrick mal wieder mal perfekt einen einen fiesen düsteren Abgrund in unserer aller Seele öffnet.

Alex ist der Füher einer Gang und unternimmt zusammen mit seinen "Brothers" aus reiner Langweile und Spass an Gewalt kriminelle Taten wie Mord, Vergewaltigung, Diebstahl. Sein Idol: Ludwig van Beethoven unterstützt ihn durch die Musik dabei. Es gibt in der Tat keinen Grund auf den im Film auch nur annähernd eingegangen wird, da selbst Diebstahl zumindest für Alex nur eine untergeordnete Rolle spielt. Hart aber wahr: Aus reiner Langeweile und Bock auf die geile "Ultra-Violence".

Kubrick setzt selbst bei ruhigeren Szenen versteckte, hintersinnige Agressionsmethapher ein... oder wie zum Beispiel erklärt man sich sonst die zwei Augäpfel die immerwährend an seiner weissen, ulkigen Gangkleidung montiert sind. Einfach so um die Agression zu schmücken, oder zeigen sie das Alex der Anführer ist, das Auge der "Brothers" sozusagen? Zuhause ist Alex natürlich wie jeder andere, führt ein Doppelleben von dem Mami und Papi nichts mitbekommen oder bewusst verdrängen. Nur der "Onkel Doktor" der Familie kommt dem wahren Alex auf die Spur, und das schon lange, weil er versucht ihn aus dem ganzen Schlamassel rauszuhalten... aber vergebens. Er kennt diese Art Mensch, als Jugendbeamter einfach zu gut.

Ludwig van Beethoven spielt für Alex und im Film eine sehr entscheidende Rolle, da seine 9te Symphonie ist zugleich Alex Auftakt und später seinen Untergang einleutet. Für den Zuschauer gilt das selbe, wir durchleben wie das bei klassischen Liedern nunmal so ist: Höhepunkte und Tiefgänge. Kubrick, pardon Alex würzt sozusagen seine Gewaltorgie mit den Taktstock des Meisters der Klassik... und daher ist sehr auffallend das Alex seinen eigenen Schlagstock für fast die selbe Sache einsetzt: Musik und Gewalt. Sie sind sein wahrer Vater und Mutter, er benutzt Beethoven. Musik ist brutal.

Die Masche der Gang ist immer die selbe alte Leier "Kann ich ihr Telefon benutzen, meine Freunde hatten einen Unfall..." Bieder und langweilig, dabei strotzt die darauf kommende Gewaltorgie nur so vor Kreativität: Merkwürdig das Kubrick die Gewalt schon so ansprechend und geil eingesetzt hat wie wir sie heutzutage schon in jedem gewaltherrlichen Hollywood-Streifen zu sehen bekommen. Zeitlos. Die darauf folgende Situation in der Alex "Singing in the Rain" flötet und dabei die Frau eines Schriftstellers vergewaltigt später noch schwerwiegende Folgen für ihn. Seine alte Gang wendet sich ab von ihm, er wird verraten und wegen Mordes angeklagt. "Violence makes Violence" lässt der Jugendbeamtenur noch aus der Lippe fallen. Das wars... Denn diesmal kommt er volle Kanne in den Genuss von (polizeilicher) Gewalt und die gemeinsame Stärke seiner "Brothers" ist nun verschwunden. Sie sind in der Überzahl.

Kubrick zeigt auch sehr deutlich das die Einzelperson sehr durch das Umfeld beeinflusst wird, in diesem Fall klar zum negativen. Später fällt einem treffend auf wie Alex zumindest versucht den Zuschauer (als Erzähler des Films) auf seine Seite zu ziehen und mit "My only friends..." von seiner Tragödie erzählt. Die einst auch im Film sichtbar bunte, poppige Welt gleicht nun einem grauen Nazilager mit Regeln und Gesetzen denen sich Alex aber überraschend gentelman-like beugt.

Ich behaupte mal frech: Das was wir zu Anfang des Filmes gesehen haben, all die kranken Designermögel, die geilen Farben und absurden Formen nicht die Realität gezeigt haben und der ganze Film deshalb direkt aus Alex Sicht erzählt wurde. So scheint es mir zumindest, weil Kubrick den Gedankengang seines Lieblings darstellen wollte, seine Welt, seine eigene Sicht der Dinge. Ein Beweistück gibts zum Download: Malcom McDowell's Kommentar über Farben im Film. Und Alex ist nunmal das was Kubrick anscheinend am meisten liebt, oder hasst?

Die 1A-Hitlerkarrikatur von Kubrik stellt das faschistische Gesetz der Regierung dar. Als einziger Unterschied scheint, das diese Karikatur die Gewalt kontrolliert einsetzt und durch das Gesetz abgesegnet ist. Jahre vergehen, und um nach Alex eigener Aussage nach wieder "GUT" zu werden wendet sich Alex an den Pfarrer der Gefängnisses und will sich einer Heilungsmethode zur Verfügung stellen, welche zwar umstritten ist aber vom neuen Minister grossen Anklang findet. Schnellheilung a la Carte.

Durch den Glauben will auch Alex eine Alternative zum Gesetz bekommen, das ihn bestraft hat. Allerdings fährt er nur auf die brutalen Szenen darin ab und es ihm gleich ist wer die Personen waren und sind. Sind das nicht die Themen die einen Menschen, unser Tier interessieren? Alles andere ist langweilig, darum geht es doch! Deshalb sollten wir uns diese Frage doch lieber selber stellen bevor wir ihn verurteilen, ohne jetzt Partei von ihm zu ergreifen. Auch wenn es schmerzt.

"Das Gute kommt von innen, ein Mann sollte und muss die Wahl haben gut oder böse zu sein" (Sonst ist er kein Mensch) bringt der Pfarrer zuletzt noch ein, was nicht gerade für eine Freisprechung von Alex spricht, aber auch eben nicht gegen ihn! Vielleicht ist Alex ja auch nicht von Grund auf Böse? Gibt es das überhaupt? Sind Kriminelle nicht einfach nur die perfekten Menschen/Tiere und so wie sie sich rechtmässig in der Natur verhalten sollten. Dann hätte er zumindest ein Recht darauf "böse" zu sein... ohne das Gesetz natürlich. Ein Geschwür der Natur?

Oder gibt es in der Tat eine Rettung für Alex, und wenn, dann müsste man doch bei seiner Seele anfangen und nicht versuchen durch Strafen bzw. Folterung das Finstere aus ihm rauszupressen. Hat er nicht ein Recht darauf böse zu sein, und wenn nicht, haben wir ein Recht in seine Natur einzugreifen? Alex wird eine komplette Heilung versprochen, und für ihn viel wichtiger, er würde nach nach zwei Wochen anscheinend wieder freie Luft schnuppern können... und das gefällt dem armen kranken Schwein.

Der wahrlichst prägenste Moment im ganzen Film ist die Filmfolterszene beidem ihm beide Augenlieder festgeklemmt werden und er sie nicht mehr schliessen kann. Über die Leinwand flackern nun Gewaltszenen, Mordszenen, Vergewaltigung und Nazi- propaganda mit dem Ziel bei Alex eine tiefe Abneigung gegenüber dem gezeigten auszulösen. Natürlich sollte es ihn natürlich dadurch später davon abhalten bei Sex und Gewalt Freunde zu empfinden. Kastriert und pazifistiert.

Aufgefallend war mir das seine Aufpasserin nach einer erfolgreichen Foltersession "Your Body is feeling it!" sagt. Das sagt doch schon klar aus das sie nicht das Ziel hatten seine Seele oder die persönlich eEigenschaft des Menschen zu verändern. Ist das jetzt schon wieder gut? Aber es ist und war schon immer so das die gesunde Wissenschaft dies feine kleine Eigenschaft vergisst oder verdrängt, aber Kubrick versucht immer wieder darauf eingehen. Dabei ist ihm selbst aber egal ob die Person von der er erzählt gut oder böse ist.

Aber seine grosse Frage hier ist doch vielleicht: Kann man das Böse in einem Menschen überhaupt durch physische Folter verdrängen oder gar zerstören? Sein einst grosses Idol Ludwig van Beethoven macht ihn nun krank, weil sie ihm während der Folter damit berieselt haben. Alex selbst meint das es einfach eine "Panne"gewesen sei, ihn gegen "Beethovens 9. Sinfonie" zu mani-pulieren. Durch den Überfluss an Gewalt und Musik entwickelt er eine tiefes körperliches Unwohlsein, er muss kotzen und würde sich sogar notfalls umbringen.

Heutzutage ist bewiesen das zuviel Gewalt einen Menschen abstumpft, aber nach Kubricks Meinung wird die Person krank wenn sie dauernd berieselt wird. Das liegt wohl am Menschen selbst, an seiner Seele oder dem Körper oder sogar an der Menge der Gewalt? Hat Alex vielleicht einfach nicht seine angemessene Dosis erreicht sodas ihm vorher niemals schlecht geworden ist? Wo ist bei einem Mensche die Grenze? Sehr warscheinlich lag es daran das er die Gewalt nicht kontrollieren konnte, weil er wie ein Versuchskaninchen vor der Leinwand festgeschnallt war? Geht es um die Kontrolle und Freiheit? Ich denke schon.

Die ultimative Lösung gegen kriminelle Gewalt wirkt bei Alex anscheinend. Trotzallem bekommt er bei seiner Freilassung, und das gerechterweise, fast das ganze Leid wieder zurück: Seine Familie hat ihn verdrängt, er wird von Pennern zusammengeschlagen und die Polizei rächt sich an ihm... und er ist wehrlos dem allen ausgesetzt. Warum rächt sich die Polizei bei ihm? Zwei Mitglieder seiner früheren Gang sind nun Polizisten und es scheint als sei der einzige Unterschied zwischen ihm und ihnen das sie damals einfach nicht erwischt worden sind... aber genauso kriminell waren wie er.

In diesem Werk würde das heissen das Verbrecher durch den Staat gefördert werden, warum sonst Polizisten? Ist das der Unterschied? Gilt man erst als Krimineller wenn man erwischt wird und durch das Gesetz verurteilt?

Wie verhext, oder dem Laufe seines eigenen Schicksals zu Folge schleppt sich Alex mit letzer Kraft zu seinem "Home". Das Haus eines Schriftstellers, ein früheres Opfer. Perverserweise nimmt ihn sein früheres Opfer, dieser Schriftsteller auf wie einen Sohn... meint sogar Alex hat ein Recht auf Freiheit, freie Bildung der Persönlichkeit weil dieser sich selbst für die Menschenrechte einsetzt und so etwas wie ein Mitglied einer Oppositions-Partei ist, welche den neuen Minister abschaffen will. Trotzallem scheint Alex hilfloser denn je, und er wird dabei in die selbe Situation versetzt wie der Schriftsteller damals. Nämlich als er und seine "Brothers" dessen Frau vergewaltigt und ihn zum Krüppel geschlagen hat... Doch erkennt ihn der Schriftsteller wieder?

Der Schriftsteller betrachtet ihn wie ein Geschenk für seine Aktion gegen den "neuen Besen", sein "Opfer der Moderne" aber gleichzeitig das Tier das ihn und seine Frau misshandelt hat. Ein perverser Zwiespalt, bei dem einem im Film Angst und Bange wird. Hut ab, für die darstellerische Leistung.

So geschieht das unvermeidliche, ein wahnwitziger Plan mit dem der Schriftsteller gleich zwei seiner Ziele befriedigen kann: Rache für den Mord an seiner Frau und die menschenunwürdige Kriminalpolitk durch Einsatz der Manipulationsmethoden aus dem Verkehr zu ziehen. Reinster Wahninn das diese Ziele zwei totale Gegensätze sind, aber wenn es um die persönliche Rache geht nimmt man das gerne in Kauf. Die wahre Identität seines früheren Opfers im Rollstuhl wurde mir klar als die Musik wieder zu spielen beginnt, Beethovens 9. Dann ist es mir wie ein Schlag ins Gesicht: Der verdammte Schriftsteller ist Ludwig Van Beethoven und er will sich für die Misshandlung seiner "Musik" rächen, denn Alex hat Ludwig's Musik für seine "Ultra Violence" benutzt... nein misshandelt!

Und nun stürzt sich der Knabe schreiend und würgend vor Schmerzen aus dem Fenster, der einzige Sinn und Zweck des Plans. Nach Alex erfolglosen Selbstmordversuch werden nun tatsächlich die Foltermethoden der Regierung an den Pranger gestellt. Aber wurde Alex nun nach den unmenschlichen Methoden geheilt, und dadurch seine Natur nun geändert? Seine Familie ist wieder bei ihm. Was mir allerdings komisch erscheint, warum erst JETZT...nur weil die Medien von dem tragischen Verlauf berichtet haben? Welche Stellung nehmen die Medien überhaupt ein? Sagen sie uns was gut oder schlecht ist? Einerseits wiederlich... wenn man da an die Bildzeitung denkt. Hat sich Kubrick sogar schon damals mit der "Gewalt" in den Medien befasst? Und das zur einer Zeit bei dem das noch nicht einmal annähernd Gesprächsthema war.

Alex bekam vorerst keine Chance sich zu bessern, weil der alte Hass seiner Opfer stärker war. Wollte er das überhaupt? Andererseits hat er am Ende trotzallem sein Recht erfahren, das zeigt das Kubrick vieles hasst was er auch liebt. Warum sonst stellt er die Gewaltorgie zu anfang des Filmes so bunt, so aufgestylt dar? Sollte die Regierung nicht mehr Zensieren und ihre Gesetze überdenken? Wodurch bestimmte Naturen tatsächlich ein Recht darauf bekämen ihre Trieben ohne Einschränkung nachzugehen? Das könnte Kubricks Experiment mit diesem Film gewesen sein: Krank aber wahr. Oder zählt man tatsächlich zu Gut oder Böse, und das durchs Schicksal besiegelt? Is das dann nie wieder aufhebbar? Man kann das Böse zwar eindämmen, aber niemals wegsperren weil es zur Natur des Menschen gehört.

Alex wurde auf das Sex, Gewalt und Beethoven manipuliert... dann sollte aber auch dem "gesunden" Zuschauer schlecht werden, zumindest wenn er Kubricks Brutaliät im Einklang mit Beethoven erlebt. Und was wenn nicht? Dann sind wir alle ein bisschen gewaltgeil? Kein Kommentar, weil im Film ja nunmal behauptet wird das der gesunde Mensch mit Übelkeit auf brutalen Sex und Gewalt reagiert. Was ist denn nun menschlicher: Die Foltermethoden gegen die Verbrechensbekämpfung oder ein gewaltätiger,"gesunder" Mensch... Wolltest du das damit fragen, Kubrick?

Aber vielleicht geht es ja nur um das Offensichtliche: Der Einsatz eines eines schnellen, billigeren Mittels um die Gefängnisse wieder leer zu bekommen. Aber kann und darf man sich bei Kubrick da so sicher sein? Dann wohnen wir tatsächlich "nur" den Abenteuern eines jungen Mannes bei, dessen Interessen hauptsächlich aus Vergewaltigung, "Ultra-Violence" und Beethoven besteht. So wird es zumindest bescheidenerweise auf dem Poster beschrieben. Das der Film deshalb in der UK und Australien verbannt wurde finde ich schade.

Trotz aller politischen Wettkampfes bzw. gerade deshalb ist Alex am Ende vom Lied wieder geheilt... Wie? Geheilt? Das der bunte Vogel nun für politische Zwecke eingesetzt wird ist nun ja kein Wunder. Er muss das angeschlagene Image der Ministerpartei wieder einigermassen herstellen. Fakt ist das Kubrick seiner Zeit voraus war, und vielleicht bringt es ja was wenn ich euch zwinge all seine Filme anzuschauen... Mit Klammern aufgesülpte Augenlieder, festgeschnallt und kreischend vor der Leinwand: Das ist Kubrick! Nur so kann man der Wahrheit, seinen Visionen ins Auge schauen...

Denn dieser Film war seine Heilmethode, und WIR seine Versuchskaninchen... ob wir das nun wollen oder nicht. Und schliesslich ist den meisten Zuschauern dieses Films ja nicht einmal schlecht geworden...